Urkunden-Verleihung in Berlin

Ulmer Ingenics AG erneut als familienfreundlicher Betrieb geehrt

Manfred Loistl, Vorstand Personal (CHRO) der Ingenics AG. Foto: Ingenics AG
Vor wenigen Tagen hat die Ingenics AG in Berlin das Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ erhalten. Die Bemühungen des Ulmer Unternehmens, eine familienfreundliche Personalpolitik zu etablieren, haben sich damit ausgezahlt.

Mehrere hundert Arbeitgeber arbeiten daran, eine Personalpolitik einzuführen, die Familien und individuelle Lebensphasen ihrer Beschäftigten berücksichtigt. 353 Unternehmen unterzogen sich deshalb in den vergangenen zwölf Monaten dem Auditierungs-Verfahren der berufundfamilie Service GmbH. Nun wurden 159 Unternehmen, 153 Institutionen und 41 Hochschulen mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll in der Unternehmens-Kultur verankert werden

Die Auszeichnung übernahmen die neue Bundesministerin, Dr. Katarina Barley, der Parlamentarische Staatssekretär, Dirk Wiese, der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, John-Philip Hammersen, sowie der Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, Oliver Schmitz. Das Audit unterstützt Arbeitgeber darin, sinnvolle Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben umzusetzen. Außerdem soll diese Vereinbarkeit in der Unternehmens-Kultur verankert werden.

Zertifikat fördert Nachhaltigkeit der Maßnahmen

74 der in diesem Jahr 353 geehrten Arbeitgeber erhalten – wie Ingenics – das Zertifikat zum zweiten Mal. Dabei sei die Konsequenz wichtiger, als das Zertifikat selbst. „Indem man sich auf das Verfahren einlässt und sich auf die vereinbarten Maßnahmen festlegt, setzt man sich noch intensiver mit den Themen auseinander und achtet akribisch darauf, sich an vereinbarte Maßnahmen und Termine zu halten“, sagt Manfred Loistl, Vorstand Personal (CHRO) der Ingenics AG. „Die regelmäßigen Audits sorgen für eine große Nachhaltigkeit, was für ein Unternehmen, das selbst weltweit als Lieferant von Know­how, Planung und Umsetzung antritt, um exzellente Prozesse zu etablieren und die Wettbewerbs-Fähigkeit von Unternehmen zu optimieren, natürlich extrem wichtig ist.“

Verschiedene Bedürfnisse müssen vereinbart werden

Der Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, Oliver Schmitz, lenkte den Blick auf den „Megatrend der Individualisierung“. Führungskräfte befänden sich in einem wachsenden Spannungsfeld zwischen den betrieblichen, persönlichen und Team-Belangen. Für Lösungen, die alle drei Seiten zufriedenstellten, brauche man einen Vereinbarkeits-Trialog: „Ein strukturierter und inhaltlich ausgestalteter Aushandlungs-Prozess, der die Tätigkeit des Beschäftigten und die betrieblichen Erfordernisse in den Blick nimmt, auf die Belange des Beschäftigten zugeschnitten und auf die Bedarfe des Teams abgestimmt ist“, erläuterte Schmitz.

Unternehmen profitieren von familienfreundlicher Personalpolitik

„Familienfreundlich zu sein und auf Vereinbarkeits-Fragen einzugehen, lohnt sich für jeden Arbeitgeber: Die Motivation der Beschäftigten steigt und die Bindung an das Unternehmen wächst“, betonte die Bundesfamilienministerin Barley. „Ich freue mich, dass dies immer mehr Arbeitgeber erkennen. Sie wissen, dass viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heute beides wollen – Zeit für die Familie und Zeit für den Beruf.“

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