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Klinik-Krise in Neu-Ulm, Weißenhorn und Illertissen
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Kreisspital-Stiftung verzeichnet Minus von 13 Millionen Euro

Klinik-Krise in Neu-Ulm, Weißenhorn und Illertissen

Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Der Direktor der Kreisspital-Stiftung Weißenhorn, Michael Gaßner, wurde zum 25. November von seinen Aufgaben entbunden. Grund dafür ist die derzeitige Situation der Kliniken. Erste Ergebnisse des Krisenmanagements sind bereits bekannt.

Die Bürger wurden in einer öffentlichen Information über die Ergebnisse der Kliniken in Kenntnis gesetzt. So heißt es in dem Schreiben, dass die Betriebsergebnisse in den Jahren 2015 und 2016 gegenüber den Vorjahren dramatisch verschlechtert haben. Die negative Tendenz war seitens der Klinikleitung bekannt und mitgeteilt. Jedoch die Höhe der Summe von rund 13 Millionen Euro Defizit für beide Jahre erst um den 24./25. November 2016 bekannt geworden.

Das ändert sich in der Kreisspital-Stiftung

Aus diesem Grund sollen die identifizierten Probleme und Fehler schnellstens behoben werden. So übernimmt Ernst Peter Keller, Direktor der Donauklinik Neu-Ulm, ab sofort kommissarisch die Leitung der Kreisspital-Stiftung. Weiterhin wird die Klinikleitung von der derzeit in den Häusern tätigen Beratungsfirma KPMG unterstützt. Nachdem nun das Defizit von rund 13 Millionen Euro bekannt wurde, geht es in den kommenden Wochen zunächst um eine Stabilisierung der Kliniken der Kreisspitalstiftung. Der Strategie-Prozess mit Bürger-Beteiligung wird daher zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Die medizinischen Angebote der Kliniken stehen dennoch weiterhin ohne Einschränkung zur Verfügung.

Finanzielles Defizit gründet auf internen Mängeln

Wie es soweit kommen konnte wurde bereits analysiert. So haben Schwächen und Mängel im internen Finanzwesen und Controlling der Kreisspital-Stiftung eine wirksame Kontrolle von außen beeinträchtigt. Darüber hinaus hat der Kreistag im Februar 2016 ein Projekt beschlossen, das ebendiesen Bereich modernisieren sollte. Dieses Projekt soll von der Klinikleitung nur unzureichend umgesetzt worden sein. Hingegen die weiteren Vorgehensweisen im Bereich der Finanzen und deren Prüfung seien unter kommunalrechtlichen Gesichtspunkten vertretbar. Jedoch sei deutlich worden, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen.

So geht es weiter

Vorerst sichert nun der Krisenstab den reibungslosen Klinikbetrieb. Die medizinischen Angebote stehen weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung. Das Hauptaugenmerkt liegt derzeit darauf, die internen Strukturen und Prozesse zu stabilisieren und zu professionalisieren. In den kommenden Wochen soll ein Stabilisierungs- und Sanierungskonzept vorbereitet werden. In diesem Rahmen gilt es auch die künftige Struktur und Besetzung der Klinikleitung zu klären. Ziel ist es, die Kliniken in kommunaler Hand zu halten. Demnach gelten Gespräche über mögliche Schließungen, Verkäufe oder eine Privatisierung als verfehlt. Der Strategieprozess mit Bürgerbeteiligung ist ausgesetzt und soll im zweiten Quartal fortgesetzt werden.

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