Umfrage

Haben die Handwerksbetriebe in Ulm Corona überwunden?

Die Stimmung ist insgesamt positiv. Das ist das Fazit einer Umfrage der Handwerkskammer Ulm. Doch die Betriebe bekommen noch immer die Auswirkungen von Corona zu spüren. Besonders in einer Hinsicht.

Das regionale Handwerk spürt die Einschränkungen der Corona-Krise weiterhin. Die Stimmung in den Handwerksbetrieben in der Region hellt sich insgesamt unterdessen deutlich auf – das geht aus einer aktuellen Betriebsumfrage der Handwerkskammer Ulm hervor. Für den Herbst wird demnach eine weitere Erholung der Geschäftslage erwartet. „Am Ende des Sommers wird die Stimmung im Handwerk heller“, erklärte Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Derzeit sind deutlich weniger Betriebe zwischen Ostalb und Bodensee von Umsatzeinbußen betroffen und diese fallen zudem geringer aus als noch vor einigen Monaten. Jeder vierte Umfrageteilnehmer berichtet nach wie vor von Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Mai 2021 lag dieser Wert allerdings noch bei 42 Prozent. Zugleich hat sich der Anteil der Betriebe mit Umsatzzuwächsen auf 22 Prozent erhöht, jeder Zweite meldet stabile Umsätze aufs Vorjahresniveau. Die Umsätze erholen sich vor allem in den Lebensmittel- und Gesundheitshandwerken sowie den Ausbaugewerken deutlich. Gleichzeitig steigen vielerorts die Auftragsbestände wieder.

Eintrübungen durch Lieferketten-Problematik

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Trotz verbesserter wirtschaftlicher Perspektiven und steigender Erwartungen für die kommenden Monate bestehen weiterhin konjunkturelle Risiken. „Unsere Betriebe sind besorgt, wie es mit dem Pandemie-Geschehen und den damit einhergehenden Einschränkungen weitergeht. Besonders die gestörten Lieferketten und Materialknappheit erzeugen deutliche Lieferengpässe im Handwerk. Das hat sich zu einem massiven Problem ausgewachsen“, analysierte Mehlich. Laut Betriebsumfrage sind derzeit drei von vier Handwerksbetrieben von der Lieferkettenproblematik betroffen. Besonders hoch ist die Betroffenheit dabei in den Bau- und Ausbaugewerken sowie den Handwerken für den gewerblichen Bedarf und dem Kfz-Bereich. Weil das Material fehlt, könnten in den kommenden Wochen und Monaten zahlreiche Kundenaufträge verschoben oder gar storniert werden müssen.

Optimismus für das dritte Quartal

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Das regionale Handwerk ist für das dritte Quartal zwar deutlich optimistischer – die meisten Betriebe erwarten allerdings trotz verbesserter Umsätze und zunehmender Auftragsbestände nicht, dass die Geschäftslage im Herbst wieder das gewohnte Niveau erreicht. Derzeit melden erstmals seit Beginn der Pandemie wieder mehr Handwerksbetriebe steigende (28 Prozent) als sinkende (23 Prozent) Aufträge.

Personalabbau spielt quasi keine Rolle

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Auf die Beschäftigung im Handwerk wirkt sich Corona weiterhin moderat aus, analysiert die HWK Ulm. So zeigen die Befragungsergebnisse, dass der Großteil der Betriebe seine Beschäftigten halten will und das Thema Personalabbau quasi keine Rolle spielt. Der Ausbildungsmarkt bleibt in diesem Jahr hingegen weiter in Bewegung: Laut Umfrageergebnisse ist fast jeder zweite Betrieb noch auf der Suche nach passenden Auszubildenden. Im Bauhauptgewerbe und im Lebensmittelhandwerk sind es sogar mehr als 50 Prozent der befragten Betriebe, die noch nicht alle freien Ausbildungsplätze besetzen konnten. Dabei stehen die Chancen für Jugendliche momentan gut, auch kurzfristig noch einen Ausbildungsplatz im Handwerk zu bekommen. „Wir können noch in jeder Region nahezu jeden Berufswunsch erfüllen“, sagt Mehlich.

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Die Stimmung ist insgesamt positiv. Das ist das Fazit einer Umfrage der Handwerkskammer Ulm. Doch die Betriebe bekommen noch immer die Auswirkungen von Corona zu spüren. Besonders in einer Hinsicht.

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Derzeit sind deutlich weniger Betriebe zwischen Ostalb und Bodensee von Umsatzeinbußen betroffen und diese fallen zudem geringer aus als noch vor einigen Monaten. Jeder vierte Umfrageteilnehmer berichtet nach wie vor von Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Mai 2021 lag dieser Wert allerdings noch bei 42 Prozent. Zugleich hat sich der Anteil der Betriebe mit Umsatzzuwächsen auf 22 Prozent erhöht, jeder Zweite meldet stabile Umsätze aufs Vorjahresniveau. Die Umsätze erholen sich vor allem in den Lebensmittel- und Gesundheitshandwerken sowie den Ausbaugewerken deutlich. Gleichzeitig steigen vielerorts die Auftragsbestände wieder.

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