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Energiesparen zahlt sich für MES-Nutzer aus DIN-Arbeitskreises AK3
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DIN-Arbeitskreis AK3

Energiesparen zahlt sich für MES-Nutzer aus DIN-Arbeitskreises AK3

 Andreas Kirsch, Vorstand GUARDUS Solutions AG für Entwicklung, Finanzen/Controlling, Foto: Press'n'Relations

Die Neuregelung des Spitzenausgleichs für produzierende Betriebe macht ein zertifiziertes Energiemanagement-System und Energieeffizienzsteigerungen zur sinnvollen Notwendigkeit.

Die novellierte Energiesteuer-Richtlinie für produzierende Firmen, die zu Be-ginn des Jahres in Kraft getreten ist, hat es in sich. Die Nachfolgeregelung zur Entlastung durch den „Spitzenausgleich“ nach § 10 des Stromsteuergesetzes und § 55 des Energiesteuergesetzes sieht vor, dass nur noch diejenigen Unternehmen begünstig werden, die einen eindeutigen Beitrag zur Energiewende leisten. Dazu zählen beispielsweise die Einführung eines ISO 50001-konformen Energiemanagement-Systems oder eine nachweisliche, konkrete Reduzierung der Energieintensität. Bei der Ermittlung dieser Kenn-ziffer, die den gesamten Energieverbrauch pro produzierter Gütereinheit be-schreibt, sind Anwender von Manufacturing Execution Systemen (MES) ein-deutig im Vorteil. „MES speichern laut aktueller ISO Norm 22400-2 alle quali-täts- und produktionsrelevanten Produkt- und Energiedaten in einer inte-grierten Datenbasis. Somit können diese Systeme jederzeit den direkten, produkt- und auftragsbezogenen Energieverbrauch ausweisen“, erklärt And-reas Kirsch, Leiter des DIN-Arbeitskreises AK3, Co-Convenor ISO TC 184/SC5/WG9 und Vorstand der GUARDUS Solutions AG. Im Zuge der ISO 22400-2 wird dieser Kennwert im definierten Key Performance Indicator „Comprehensive Energy Consumption“ ausgedrückt. „Die Bedeutung effizi-enter Energie- und Ressourcenkonzepte wird aufgrund der Novellierung nochmals deutlich zunehmen. Diese Forcierung spiegelt sich auch in den Aktivitäten des Arbeitskreises AK3 im DIN NA 60-30-05 – dem Initiator der VDMA-Einheitsblätter 66412 Teil 1 und 2 – wider. Aktuell werden dort zentrale Energiekennzahlen auf nationaler Ebene diskutiert, welche im Laufe des Jah-res durch den VDMA publiziert werden“, ergänzt Volker Schnittler, Referent ERP- und PPS-Systeme beim VDMA-Fachverband Software, den Entwick-lungsstand.

Spitzenausgleich erfordert klare Energieeinsparziele

Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Betriebe auch wei-terhin zu sichern, genehmigte die Europäische Kommission bis Ende vergangenen Jahres Steuerbegünstigungen im Energiesteuer- und Stromsteuergesetz. Die ak-tuell beschlossene Nachfolgeregelung, die ab dem 1. Januar 2013 für die kom-menden zehn Jahre gültig ist, legt als Gegenleistung für die Gewährung dieses so genannten Spitzenausgleichs klare Energieeinsparziele fest. Eine Vielzahl der Firmen, die diese Steuerentlastung in Anspruch nehmen wollen, müssen jetzt für das Antragsjahr nachweisen, dass sie ein Energiemanagement-System bereits eingeführt beziehungsweise bereits betrieben haben, das den Anforderungen nach ISO 50001 entspricht. „Mit dieser Vorgabe soll eine nachhaltige Verbesserung der Energieeffizienz und in der Folge eine Senkung des Energieverbrauchs sowie der damit verbundenen Kosten erreicht werden“, erläutert Kirsch die Ziele der neuen Richtlinie.

Jährliches Monitoring für das Erreichen der Kennziffern

Der Faktor Energieverbrauch spielt bei der zweiten Forderung der neuen Energie-steuerrichtlinie – der Reduzierung der Energieintensität – ebenfalls eine bedeutende Rolle. Die Absenkung soll auf der Grundlage nachzuweisender, gestaffelter Ziel-werte erreicht werden: von 1,3 Prozent für das Bezugsjahr 2013 (Antragsjahr 2015) bis auf 5,25 Prozent im Bezugsjahr 2016 (Antragsjahr 2018). „Das Erreichen dieser Kenngrößen ist über ein jährliches Monitoring abzubilden, so dass entsprechende Kennzahlensysteme unumgänglich werden“, erklärt Schnittler weiter.

Unterstützende Software für Energiemanagement dringend notwendig

Bei der Forderung nach Energiemanagement- und Kennzahlen-Systemen ist der Einsatz unterstützender Software dringend erforderlich. Manufacturing Execution Systeme sind im Rahmen dessen die Hauptakteure. Dank ihrer in der ISO 22400-2 definierten Leistungsumfänge machen sie die Bewertung direkter auftragsbezoge-ner Energieverbräuche pro Anlage und Produkt möglich. So wird der notwendige Zusammenhang zwischen Produktionsauftrag, produzierter Menge und Ausschuss, Maschine und deren Zustände sowie eingesetztem Werkzeug und Material in Bezug auf den Energieverbrauch hergestellt. Auf dieser Basis lassen sich ener-giebezogene Kennzahlen zur Ermittlung der erforderlichen Energieintensität ablei-ten und konkrete Verbesserungsmaßnahmen zur Energiesenkung im Rahmen des Energiemanagement-Systems ableiten.

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