Unternehmensbesuch

Dieser Herausforderung stellt sich das Ulmer Startup ITL Fahrzeugbau

Im Zuge der Unternehmensbesichtigung von ITL Fahrzeugbau in Ulm konnten sich die Vertreter der Handwerkskammer Ulm exemplarisch über Chancen und Herausforderungen für Startups im Handwerk informieren.

Einmal im Monat besucht der Präsident der Handwerkskammer Ulm, Joachim Krimmer, gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer Dr. Tobias Mehlich einen Handwerksbetrieb. Bei der letzten Besichtigung wurde die ITL Fahrzeugbau GmbH in Ulm besucht. Hier wurde unter anderem über die Chancen und Herausforderungen eines handwerklichen Startups gesprochen.

Darauf kommt es bei einer Neugründung an

Betriebsinhaber Joachim Weigel und Josef Seibold hatten 2014 die Räumlichkeiten von Karl Gross, nach dessen Insolvenz, übernommen. „Der Markt hat nicht auf uns gewartet“, stellt Weigel rückblickend fest, „allerdings setzen sich Qualität und Zuverlässigkeit durch.“ Der Karosserie- und Fahrzeugbauer-Betrieb stellt LKW-Aufbauten kundenspezifisch her und veredelt Fahrgestelle im gesamten süddeutschen Raum.

„Bemerkenswert ist bei diesem Betrieb, dass er innerhalb von nur fünf Jahren nach Übernahme eines Insolvenzbetriebes schon so rentabel und stabil wurde“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Als Neugründung sei es wichtig, sich schnell am Markt zu etablieren, durch besondere Merkmale herauszustechen und sich immer weiterzuentwickeln.

„Das Handwerk hat enorme Kraft“

Außerdem konnte der Betrieb seine Mitarbeiterzahl innerhalb der letzten fünf Jahre mehr als verdoppeln. „Das Handwerk hat enorme Kraft und könnte noch mehr Arbeitsplätze bieten“, so Mehlich. Nur das Finden geeigneter Fachkräfte würde Seibold und Weigel noch Sorge bereiten. Allgemein allerdings erfreut sich das Ausbildungsformat an immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile werden allein im Gebiet der Handwerkskammer Ulm 180 Abiturienten und fast 500 Geflüchtete beschäftigt.

Finanzielle Unterstützung für moderne Ausbildung

Um Fachkräfte individuell und modern auszubilden, sind finanzielle Mittel nötig. Eine Hürde ist es nach Seibold aber, die finanzielle Unterstützung zugesichert zu bekommen: „Eine Vorfinanzierung erhält man für Material und Maschinen, oft jedoch nicht für Menschen. Wir im Handwerk denken aber in Menschen.“ Die Aufträge und auch die investierten Gehaltskosten müssten von ITL vorfinanziert werden.

Über die Handwerkskammer Ulm

Die Handwerkskammer Ulm ist Dienstleister und Ansprechpartner für über 19.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 120.000 Beschäftigten und rund 8.000 Auszubildenden in den Landkreisen Ostalb, Heidenheim, Alb-Donau, Biberach, Ravensburg, Bodensee und den Stadtkreis Ulm. Die Mitgliedsbetriebe zwischen Jagst und Bodensee generieren einen Umsatz von rund 14,5 Milliarden Euro.

Zentrale Aufgabe der Handwerkskammer Ulm ist es, die Interessen der regionalen Handwerksbetriebe auf allen Ebenen der Politik und in der Öffentlichkeit zu vertreten. Zu den Aufgabenschwerpunkten gehören neben Ausbildung, Prüfungswesen und Führen der Handwerksrolle auch berufliche Bildungs- und Beratungsangebote.

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Betriebsinhaber Joachim Weigel und Josef Seibold hatten 2014 die Räumlichkeiten von Karl Gross, nach dessen Insolvenz, übernommen. „Der Markt hat nicht auf uns gewartet“, stellt Weigel rückblickend fest, „allerdings setzen sich Qualität und Zuverlässigkeit durch.“ Der Karosserie- und Fahrzeugbauer-Betrieb stellt LKW-Aufbauten kundenspezifisch her und veredelt Fahrgestelle im gesamten süddeutschen Raum.

„Bemerkenswert ist bei diesem Betrieb, dass er innerhalb von nur fünf Jahren nach Übernahme eines Insolvenzbetriebes schon so rentabel und stabil wurde“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Als Neugründung sei es wichtig, sich schnell am Markt zu etablieren, durch besondere Merkmale herauszustechen und sich immer weiterzuentwickeln.

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Außerdem konnte der Betrieb seine Mitarbeiterzahl innerhalb der letzten fünf Jahre mehr als verdoppeln. „Das Handwerk hat enorme Kraft und könnte noch mehr Arbeitsplätze bieten“, so Mehlich. Nur das Finden geeigneter Fachkräfte würde Seibold und Weigel noch Sorge bereiten. Allgemein allerdings erfreut sich das Ausbildungsformat an immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile werden allein im Gebiet der Handwerkskammer Ulm 180 Abiturienten und fast 500 Geflüchtete beschäftigt.

Finanzielle Unterstützung für moderne Ausbildung

Um Fachkräfte individuell und modern auszubilden, sind finanzielle Mittel nötig. Eine Hürde ist es nach Seibold aber, die finanzielle Unterstützung zugesichert zu bekommen: „Eine Vorfinanzierung erhält man für Material und Maschinen, oft jedoch nicht für Menschen. Wir im Handwerk denken aber in Menschen.“ Die Aufträge und auch die investierten Gehaltskosten müssten von ITL vorfinanziert werden.

Über die Handwerkskammer Ulm

Die Handwerkskammer Ulm ist Dienstleister und Ansprechpartner für über 19.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 120.000 Beschäftigten und rund 8.000 Auszubildenden in den Landkreisen Ostalb, Heidenheim, Alb-Donau, Biberach, Ravensburg, Bodensee und den Stadtkreis Ulm. Die Mitgliedsbetriebe zwischen Jagst und Bodensee generieren einen Umsatz von rund 14,5 Milliarden Euro.

Zentrale Aufgabe der Handwerkskammer Ulm ist es, die Interessen der regionalen Handwerksbetriebe auf allen Ebenen der Politik und in der Öffentlichkeit zu vertreten. Zu den Aufgabenschwerpunkten gehören neben Ausbildung, Prüfungswesen und Führen der Handwerksrolle auch berufliche Bildungs- und Beratungsangebote.

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