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Deutschland, Land der Niedriglöhne? vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft
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vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

Deutschland, Land der Niedriglöhne? vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

 Dass Deutschland das Land der Niedriglöhner ist, ist laut vbw ein Mythos, Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Dass Deutschland das Land der Niedriglöhner ist, hält die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft für einen Mythos – und räumt damit auf.

Die öffentliche Meinung zur Arbeitswelt wird häufig bestimmt von Mythen. Gegen diese Art von Meinungsbildung will die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. vorgehen – und leistet Aufklärungsarbeit. So widerlegt die vbw beispielsweise die Auffassung, dass Deutschland ein Land der Niedriglöhner sei und immer weniger Vollzeit-Kräfte von ihrer Arbeit leben könnten.

Die meisten Bürger können von ihrer Arbeit leben

Nach Angaben der vbw gelten entgegen dieser Auffassung – dass sich immer weniger Menschen in Deutschland ihr Leben trotz Vollzeit-Beschäftigung leisten können – nur 14 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 64 Jahren als „Geringverdiener“. Dies ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Nur 1,4 Prozent der in Deutschland Vollzeit-Beschäftigten zählen dabei zu den sogenannten Aufstockern – Vollzeit-Beschäftigte, die ihr Gehalt mit Hartz IV-Leistungen aufstocken müssen. Die Zahl dieser Personen-Gruppe ist deutschlandweit seit 2007 um 50.000 bzw. rund 14 Prozent auf 291.000 zurückgegangen. Bayernweit gibt es etwa 21.000 Aufstocker. „Angesichts von 4,9 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Freistaat insgesamt kann folglich nicht die Rede davon sein, breite Schichten könnten nicht von ihrer Arbeit leben“, berichtigt Betram Brossart, vbw-Hauptgeschäftsführer, den weit verbreiteten Irrtum.

Über 40 Prozent der Niedriglöhner sind Schüler, Studenten und Rentner

Niedriglohn-Stellen sind außerdem in der Regel nicht als Vollzeit-Beschäftigung gedacht, heißt es von Seiten der vbw weiter. Rund 60 Prozent der Niedriglohn-Arbeiter sei in Teilzeit beschäftigt. Diese Arbeitnehmer-Gruppe nutze des Weiteren häufig die Möglichkeit, ohne Steuer- und Beitragsabzüge hinzuverdienen zu können. Insbesondere seien Schüler, Studenten und Rentner in dieser Gruppe vertreten – sie machen bereits über 40 Prozent der ausschließlich geringfügig Beschäftigten in Deutschland aus. Partner im Haushalt, die zum Familien-Einkommen beitragen möchten, aber wegen der Kinderbetreuung nicht in Vollzeit verfügbar sind, kommen außerdem hinzu.

24 von 100 Geringverdienern schaffen den Sprung

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„Der Niedriglohn-Bereich ist für die Unternehmen ein wichtiges Instrument, um Auftrags- und Nachfragespitzen abzufedern und so wettbewerbsfähig zu bleiben. Niedriglöhne und Minijobs leisten zudem einen Beitrag zur Aktivierung und Wieder-Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt“, zeigt sich vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossart überzeugt. Von insgesamt 100 Geringverdienern schafften immerhin 24 innerhalb eine Jahres den Sprung auf eine besser bezahlte Stelle, weiß er. Seit der Einführung der Minijobs im Jahr 2003 habe sich die Schatten-Wirtschaft in Deutschland rückläufig entwickelt: „Ein Novum in der Geschichte Deutschlands. Allein in Privathaushalten hat sich die Zahl angemeldeter Stellen seit 2004 mehr als verdoppelt.“

vbw sieht aktuell keinen Grund für Mindestlöhne

Grund für Mindestlöhne sieht Brossart angesichts der herrschenden Lage nicht: „Diese sind entweder sinnlos, wenn sie zu tief angesetzt sind. Oder sie gefährden Arbeitsplätze, wenn sie zu hoch liegen.“ Ein gesetzlicher Mindestlohn würde über viele Branchen hinweg die Arbeitskosten für Unternehmen steigern. „Das verhindert neue Stellen und schmälert vor allem die Chancen für diejenigen, die es am Arbeitsmarkt ohnehin am schwersten haben: Langzeitarbeitslose, Geringqualifizierte und Jugendliche.“