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Deutsche Bahn

Deutsche Bahn

Vor dem Bau der ICE-Trasse zwischen Wendlingen und Ulm wurde offenbar mit falschen Zahlen argumentiert. Die Stuttgarter Zeitung berichtet von einer Täuschung seitens der Deutschen Bahn.

In der Diskussion um den Bau der ICE-Trasse von Wendlingen nach Ulm hat die Deutsche Bahn offenbar bewusst Zahlen vorenthalten. Diese belegten eine Kosten-Explosion um 1,1 Milliarden Euro. Die Stuttgarter Zeitung berichtet in Berufung auf interne Protokolle, dass diese Kosten-Steigerung verschwiegen wurde. So sollte das Projekt Wendlingen-Ulm nicht gefährdet werden.

ICE-Strecke Wendlingen-Ulm vor acht Jahren genehmigt

Am 2. Juli 2003 verabschiedete der Bundestag das entsprechende Ausbaugesetz. Zwischen Wendlingen und Ulm sollte die Deutsche Bahn eine ICE-Trasse errichten.  Im Vorfeld argumentierte die Deutsche Bahn, die Strecke Wendlingen-Ulm würde nicht mehr als 1,35 Milliarden Euro kosten. In internen Sitzungen diskutierten die Verantwortlichen der Deutschen Bahn jedoch schon im Vorfeld die explodierenden Kosten.

Deutsche Bahn rechnete intern mit doppelten Kosten

So habe, berichtet die Stuttgarter Zeitung, eine DB-interne Untersuchung schon im November 2002 die Kosten wesentlich höher beziffert. „Zirka 2,6 Milliarden Euro“ sollte die ICE-Trasse zwischen Wendlingen und Ulm kosten. Zahlen, die die Deutsche Bahn jedoch nicht kommunizierte. Den Bundestag und die zuständigen Ausschüsse ließ sie ein halbes Jahr später im Glauben an die alten Zahlen.

Stuttgart 21 ohne Wendlingen-Ulm sinnlos

Diese Erkenntnisse sind vor allem im Hinblick auf Stuttgart 21 pikant. Ohne die schnelle Verbindung zwischen Wendlingen und Ulm ist das umstrittene Prestige-Projekt der Deutschen Bahn sinnlos. Wäre die Strecke Wendlingen-Ulm wegen der hohen Kosten durchgefallen, hätte dies auch das Ende von Stuttgart 21 bedeutet. So entschieden sich die Manager der Deutschen Bahn – das geht laut der Stuttgarter Zeitung aus den Protokollen hervor – die zahlen wissentlich unter Verschluss zu halten.

Deutsche Bahn: „Keine neuen Baukosten kommunizieren“

Kernfigur der Affäre ist Eckhart Fricke. Fricke war damals für DB Netz verantwortlich, heute ist er Bevollmächtigter der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg. Die Stuttgarter Zeitung zitiert Fricke aus dem Protokoll wie folgt: "Herr Fricke teilt mit, dass die NBS (Neubaustrecke, gemeint ist Wendlingen Ulm, d. Red.) im Referenten-Entwurf zur Fortschreibung des BVWP im vordringlichen Bedarf eingestellt worden ist. Bis zur endgültigen Verabschiedung dürfen daher keine neuen Baukosten kommuniziert werden, um keine unzeitgemäße Diskussion auszulösen".

Fricke: Keine bewusste Täuschung des Parlaments

Fricke bestätigte diese Aussage auf Nachfrage der Stuttgarter Zeitung. Es handle sich jedoch nicht um bewusste Täuschung des Parlaments durch die Deutsche Bahn. Man müsse in „bestimmten Abschnitten einer Haushaltsplanung“ eben hinterfragen, „zu welchem Zeitpunkt [man] was kommentiere“.

Kostete Wendlingen-Ulm  mehr als drei Milliarden?

Im Finanzierungs-Vertrag von Stuttgart 21 wurde die Trasse Wendlingen-Ulm letztlich mit zwei Milliarden Euro festgehalten. Ein halbes Jahr später gaben Rüdiger Grube, Chef der Deutschen Bahn, und Ministerpräsident Mappus die tatsächlichen Kosten bekannt. Sie sollen sich auf 2,89 Milliarden Euro belaufen haben. Kritiker bemängeln jedoch auch diese Angaben als zu niedrig.

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