Vertrag perfekt: allgäu airport kauft Flughafengelände

Vertrag perfekt: allgäu airport kauft Flughafengelände

Tower allgäu airport
Seit diesem Freitag ist die Betreiberfirma allgäu airport GmbH & Co KG Eigentümerin jenes Teiles des ehemaligen Fliegerhorstes Memmingerberg, der für den Flugbetrieb bereits seit Juli 2004 genehmigt ist.
Der allgäu airport Memmingen hat eine weitere, wichtige Hürde genommen. Mit der notariellen Beurkundung des Kaufs haben die Verhandlungen zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) und dem allgäu airport am Freitag nach über drei Jahren ihren erfolgreichen Abschluss gefunden. "Dies ist wieder ein wichtiger Abschnitt in der Geschichte von Bayerns drittem Verkehrsflughafen", betonte allgäu airport-Geschaftsführer Ralf Schmid. Verkauft wurden 144 Hektar des insgesamt 243 Hektar umfassenden Flugplatzes.

Als Inhaberin des Geländes kann die Betreiberfirma nun, so Schmid, schneller und flexibler handeln. Dies betreffe sowohl eigene Baumaßnahmen als auch die Wünsche von Investoren und Mietern. "Jetzt investieren wir", so Schmid, "in eigenen Grund und Boden." Die Kaufverhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verliefen angesichts der komplexen Materie sachlich und positiv. Auch die BIMA ist nach eigenen Angaben davon überzeugt, mit dieser Entscheidung neue Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und damit auch für die Nachfrage nach der ihr verbliebenen Grundstücke ausgelöst zu haben.

Trotz der vor kurzem vom Bundesverwaltungsgericht Leipzig zugelassenen Revision gegen das Urteil des bayerischen Verwaltungsgerichtshofes, der sämtliche Klagen gegen die Flughafengenehmigung zurückgewiesen hatte, bleibt der allgäu airport auf Kurs. Sowohl die Installation des Instrumentenlandesystems wie der Umbau der ehemaligen Picasso-Halle in ein modernes Passagierterminal laufen nach Plan. "Wir sind optimistisch, im kommenden Jahr regelmäßige Linien- und Charterflüge in Deutschland und in Europa von unserem genehmigten Verkehrsflughafen aus durchführen zu können", unterstreicht Ralf Schmid. Zur Zeit werde die Urteilsbegründung der Leipziger Richter abgewartet, dann werde über das weitere juristische Vorgehen entschieden. Nicht zuletzt die Rückendeckung der Politik stimme ihn zuversichtlich, sagte der Geschäftsführer. So hatte am vergangenen Wochenende Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber bei der Einweihung der neuen Fellhornbahn II in Oberstdorf in seinem Festvortrag die touristische Bedeutung des Flughafens betont und erklärt, der Freistaat unterstütze den allgäu airport und werde zu dessen Verwirklichung beitragen.
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