Abschluss eines Pilot-Projekts

Unterallgäu ist Vorreiter bei Energiewende

Mit dem Pilot-Projekt „Energiewende Unterallgäu Nordwest“ konnte sich der Landkreis Unterallgäu stärker im Bereich der „regenerativen Energien“ positionieren. Auf einer Abschluss-Veranstaltung resümierten die Verantwortlichen jetzt.

Die Förderung aus dem Energie-und Umweltfonds wird in Kürze enden. Zum Projekt-Abschluss der „Energiewende Unterallgäu Nordwest“ bilanzierten die Organisatoren aus Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) und der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) gemeinsam mit dem bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Hubert Aiwanger, über den Erfolg des Projekts. Trotzdem gebe es noch viel zu tun. Denn bis 2021 soll ein Anteil von 60 Prozent erneuerbarer Energien im Strom- und Wärmesektor erreicht werden.

Das waren die Ziele des Feldversuchs

Wie kann die Energiewende gelingen? Ist eine überwiegend auf erneuerbaren Energien beruhende Versorgung im ländlichen Raum umsetzbar? Das nordwestliche Unterallgäu suchte in den vergangenen drei Jahren Antworten auf diese Fragen. Dazu stießen Eza, der Landkreis Unterallgäu und die Lechwerke AG (LEW) zusammen mit den 27 Gemeinden der Modellregion zahlreiche Projekte an. Diese hatten zum Ziel, einen bewussten und einsparenden Umgang mit der Ressource Energien zu fördern. Für ihre umgesetzten Bemühungen wurde die Region sogar mit dem European Energy Award ausgezeichnet.

Fortschritte sollen auf Gebiete außerhalb der Modellregion ausgedehnt werden

 „Wir haben viele, viele Aktivitäten unternommen, um die Energiewende voranzutreiben“, so Landrat Hans-Joachim Weirather. „Trotz aller Erfolge liegt aber noch viel Arbeit vor uns“, sagte Weirather. Deshalb solle der Abschluss des deutschlandweit einmaligen Feldversuchs kein Ende, sondern vielmehr ein Aufbruch sein.

Das wurde im Förder-Zeitraum erreicht

Einer der ersten Schritte innerhalb des Förderzeitraums war die Gründung von Energieteams in den Gemeinden des Projektgebiets. Durch diese wurde beispielsweise der Zubau von Photovoltaikanlagen vorangetrieben. Vielerorts decken diese nun einen Großteil des Strombedarfs von Kläranlagen, Grundschulen und Rathäusern.

Energieberatungen nicht nur für Unternehmen effektiv

Da fast die Hälfte des gesamten Energiebedarfs in der Modellregion von Unternehmen verbraucht wird, wurde auch an dieser Stelle angesetzt. So fanden Energieberatungen in Firmen statt und es wurde ein Unternehmensnetzwerk zum Erfahrungsaustausch gegründet. Aber auch in privaten Haushalten fanden Beratungen statt. In rund 600 Häusern sollten die energetischen Standards verbessert werden. „77 Prozent der Hausbesitzer haben im Anschluss an die Beratungen Maßnahmen umgesetzt“, betonte Sebastian Hartmann. So wurden zum Beispiel Fenster ausgetauscht oder das Dach gedämmt.

Was Aiwanger zum Leuchtturm-Projekt sagt

Nach Ansicht von Hubert Aiwanger zeigen die Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien in der Modellregion, „dass es Leute vor Ort braucht, die die Sache anpacken“. Allerdings müsse die Politik auch die passenden Rahmenbedingungen schaffen, damit eine dezentrale Energiewende vorankomme. Laut Aiwanger wäre es beispielsweise „eine moralische Niederlage“, wenn man mit den Biogasanlagen einen wichtigen Baustein der Energiewende sterben lassen würde, der anfangs mit viel Geld subventioniert worden sei. Es müssten Möglichkeiten für den weiteren Betrieb gefunden werden, forderte der Staatsminister angesichts der unsicheren Perspektive für Biogasanlagen, die demnächst aus der sogenannten EEG-Umlage fallen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Abschluss eines Pilot-Projekts

Unterallgäu ist Vorreiter bei Energiewende

Mit dem Pilot-Projekt „Energiewende Unterallgäu Nordwest“ konnte sich der Landkreis Unterallgäu stärker im Bereich der „regenerativen Energien“ positionieren. Auf einer Abschluss-Veranstaltung resümierten die Verantwortlichen jetzt.

Die Förderung aus dem Energie-und Umweltfonds wird in Kürze enden. Zum Projekt-Abschluss der „Energiewende Unterallgäu Nordwest“ bilanzierten die Organisatoren aus Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) und der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) gemeinsam mit dem bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Hubert Aiwanger, über den Erfolg des Projekts. Trotzdem gebe es noch viel zu tun. Denn bis 2021 soll ein Anteil von 60 Prozent erneuerbarer Energien im Strom- und Wärmesektor erreicht werden.

Das waren die Ziele des Feldversuchs

Wie kann die Energiewende gelingen? Ist eine überwiegend auf erneuerbaren Energien beruhende Versorgung im ländlichen Raum umsetzbar? Das nordwestliche Unterallgäu suchte in den vergangenen drei Jahren Antworten auf diese Fragen. Dazu stießen Eza, der Landkreis Unterallgäu und die Lechwerke AG (LEW) zusammen mit den 27 Gemeinden der Modellregion zahlreiche Projekte an. Diese hatten zum Ziel, einen bewussten und einsparenden Umgang mit der Ressource Energien zu fördern. Für ihre umgesetzten Bemühungen wurde die Region sogar mit dem European Energy Award ausgezeichnet.

Fortschritte sollen auf Gebiete außerhalb der Modellregion ausgedehnt werden

 „Wir haben viele, viele Aktivitäten unternommen, um die Energiewende voranzutreiben“, so Landrat Hans-Joachim Weirather. „Trotz aller Erfolge liegt aber noch viel Arbeit vor uns“, sagte Weirather. Deshalb solle der Abschluss des deutschlandweit einmaligen Feldversuchs kein Ende, sondern vielmehr ein Aufbruch sein.

Das wurde im Förder-Zeitraum erreicht

Einer der ersten Schritte innerhalb des Förderzeitraums war die Gründung von Energieteams in den Gemeinden des Projektgebiets. Durch diese wurde beispielsweise der Zubau von Photovoltaikanlagen vorangetrieben. Vielerorts decken diese nun einen Großteil des Strombedarfs von Kläranlagen, Grundschulen und Rathäusern.

Energieberatungen nicht nur für Unternehmen effektiv

Da fast die Hälfte des gesamten Energiebedarfs in der Modellregion von Unternehmen verbraucht wird, wurde auch an dieser Stelle angesetzt. So fanden Energieberatungen in Firmen statt und es wurde ein Unternehmensnetzwerk zum Erfahrungsaustausch gegründet. Aber auch in privaten Haushalten fanden Beratungen statt. In rund 600 Häusern sollten die energetischen Standards verbessert werden. „77 Prozent der Hausbesitzer haben im Anschluss an die Beratungen Maßnahmen umgesetzt“, betonte Sebastian Hartmann. So wurden zum Beispiel Fenster ausgetauscht oder das Dach gedämmt.

Was Aiwanger zum Leuchtturm-Projekt sagt

Nach Ansicht von Hubert Aiwanger zeigen die Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien in der Modellregion, „dass es Leute vor Ort braucht, die die Sache anpacken“. Allerdings müsse die Politik auch die passenden Rahmenbedingungen schaffen, damit eine dezentrale Energiewende vorankomme. Laut Aiwanger wäre es beispielsweise „eine moralische Niederlage“, wenn man mit den Biogasanlagen einen wichtigen Baustein der Energiewende sterben lassen würde, der anfangs mit viel Geld subventioniert worden sei. Es müssten Möglichkeiten für den weiteren Betrieb gefunden werden, forderte der Staatsminister angesichts der unsicheren Perspektive für Biogasanlagen, die demnächst aus der sogenannten EEG-Umlage fallen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben