ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e.V.

M+E Umfrage: Mehrheit will G8 behalten

M+E Umfrage: Die Mehrheit steht zum achtjährigen Gymnasium in Bayern. Foto: fotolia.de

Eine aktuelle Umfrage unter Mitgliedern der bayerischen Metall- und Elektroindustrie zeigt: Die Mehrheit ist für das achtjährige Gymnasium in Bayern. Auch Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayme vbm und der vbw, spricht sich für eine Optimierung des G8 und gegen einen erneuten Systemwechsel aus.

Einer aktuellen Umfrage unter Mitgliedern der bayerischen Metall- und Elektroindustrie zufolge hat sich die Mehrheit für das achtjährige Gymnasium in Bayern ausgesprochen. 60 Prozent der Befragten ziehen die Optimierung des G8 einem Systemwechsel vor. 30 Prozent befürworten eine Abkehr vom G8. 10 Prozent sind unentschlossen. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm und der vbw – Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e. V., erklärt: „Das achtjährige Gymnasium hat sich in seiner Grundkonzeption bewährt und durch die Umsetzung neuer Lehrpläne und die Anpassung der Schulstruktur an Attraktivität gewonnen. Eine weitere Optimierung ist das Gebot der Stunde. Eine Abkehr vom G8, wie sie derzeit diskutiert wird, wäre der falsche Weg.“

Optimierungspotential bei Individualisierung und Differenzierung des Unterrichts

Optimierungspotenzial findet Brossardt in einer stärkeren Individualisierung und Differenzierung des Unterrichts. Zusätzlich sieht Brossardt eine weitere Verbesserung der P- und W-Seminare erforderlich, vor allem bei der Lehrerfortbildung sowie der Qualitätssicherung. Das wissenschaftspropädeutische Seminar (W-Seminar) und das Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung (P-Seminar) sind dazu gedacht, die Schüler der Oberstufe auf die Anforderungen der Hochschulen und auf die Arbeitswelt vorzubereiten.

G8 fördert Individualisierung und Differenzierung

„Wir müssen die Kinder und Jugendlichen stärker begabungsgerecht fördern“, so Brossardt. Der vbw zufolge bekommen im achtjährigen Gymnasium Individualisierung und Differenzierung durch die Instrumente der Intensivierungsstunden und des Flexibilisierungsjahrs bereits mehr Raum. Auch die stärkere Öffnung zur Lebens- und Arbeitswelt ist ein richtiger Schritt. „Das achtjährige Gymnasium hat seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Beim ersten Abiturjahrgang dieser Schulform sind die Durchschnittsnoten leicht besser als im Schnitt des neunjährigen Gymnasiums. Die Zahl der Einserabiturienten ist auf ein Drittel der Absolventen gestiegen, die Zahl der Schüler, die am Gymnasium scheitern, gesunken“, so Brossardt weiter.

Systemwechsel käme Standortnachteil und fehlgeleiteter Finanzierung gleich

Hauptgeschäftsführer Brossardt betont: „Die Argumente, die vor zehn Jahren für die Einführung des achtjährigen Gymnasiums gesprochen haben, sind heute noch richtig. Das Abitur nach zwölf Jahren ist internationaler Standard. Ein weiteres Jahr bis zum Abitur wäre ein Standortnachteil. Auch wenn wir durchaus Optimierungsbedarf im achtjährigen Gymnasium sehen, warnen wir vor einem Systemwechsel. Er würde eine Fehlleitung der finanziellen Ressourcen bedeuten: Die Mittel, die in eine Umstellung fließen, fehlen an anderer Stelle wie beispielsweise beim weiteren Ausbau rhythmisierter Ganztagsangebote, wo Bayern noch viel aufzuholen hat.“ 

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Einer aktuellen Umfrage unter Mitgliedern der bayerischen Metall- und Elektroindustrie zufolge hat sich die Mehrheit für das achtjährige Gymnasium in Bayern ausgesprochen. 60 Prozent der Befragten ziehen die Optimierung des G8 einem Systemwechsel vor. 30 Prozent befürworten eine Abkehr vom G8. 10 Prozent sind unentschlossen. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm und der vbw – Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e. V., erklärt: „Das achtjährige Gymnasium hat sich in seiner Grundkonzeption bewährt und durch die Umsetzung neuer Lehrpläne und die Anpassung der Schulstruktur an Attraktivität gewonnen. Eine weitere Optimierung ist das Gebot der Stunde. Eine Abkehr vom G8, wie sie derzeit diskutiert wird, wäre der falsche Weg.“

Optimierungspotential bei Individualisierung und Differenzierung des Unterrichts

Optimierungspotenzial findet Brossardt in einer stärkeren Individualisierung und Differenzierung des Unterrichts. Zusätzlich sieht Brossardt eine weitere Verbesserung der P- und W-Seminare erforderlich, vor allem bei der Lehrerfortbildung sowie der Qualitätssicherung. Das wissenschaftspropädeutische Seminar (W-Seminar) und das Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung (P-Seminar) sind dazu gedacht, die Schüler der Oberstufe auf die Anforderungen der Hochschulen und auf die Arbeitswelt vorzubereiten.

G8 fördert Individualisierung und Differenzierung

„Wir müssen die Kinder und Jugendlichen stärker begabungsgerecht fördern“, so Brossardt. Der vbw zufolge bekommen im achtjährigen Gymnasium Individualisierung und Differenzierung durch die Instrumente der Intensivierungsstunden und des Flexibilisierungsjahrs bereits mehr Raum. Auch die stärkere Öffnung zur Lebens- und Arbeitswelt ist ein richtiger Schritt. „Das achtjährige Gymnasium hat seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Beim ersten Abiturjahrgang dieser Schulform sind die Durchschnittsnoten leicht besser als im Schnitt des neunjährigen Gymnasiums. Die Zahl der Einserabiturienten ist auf ein Drittel der Absolventen gestiegen, die Zahl der Schüler, die am Gymnasium scheitern, gesunken“, so Brossardt weiter.

Systemwechsel käme Standortnachteil und fehlgeleiteter Finanzierung gleich

Hauptgeschäftsführer Brossardt betont: „Die Argumente, die vor zehn Jahren für die Einführung des achtjährigen Gymnasiums gesprochen haben, sind heute noch richtig. Das Abitur nach zwölf Jahren ist internationaler Standard. Ein weiteres Jahr bis zum Abitur wäre ein Standortnachteil. Auch wenn wir durchaus Optimierungsbedarf im achtjährigen Gymnasium sehen, warnen wir vor einem Systemwechsel. Er würde eine Fehlleitung der finanziellen Ressourcen bedeuten: Die Mittel, die in eine Umstellung fließen, fehlen an anderer Stelle wie beispielsweise beim weiteren Ausbau rhythmisierter Ganztagsangebote, wo Bayern noch viel aufzuholen hat.“ 

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