Auszeichnung

Kreishandwerkschaft ehrt Altmeister in Mindelheim

In Mindelheim wurden zahlreiche Meister für ihre Lebensleistung geehrt. Gelobt wurde dabei auch die generelle Bedeutung des Handwerks für die Wirtschaft. Doch es wurden auch Forderungen an die Politik gestellt.

„Ihrem Mut und Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass es heute immer noch einen belastbaren Mittelstand gibt, dass gesunde, mittelständische Strukturen bestehen und viele junge Menschen im Handwerk nicht nur besonders erfolgreich ausgebildet werden, sondern damit auch viel besser eine dauerhafte Beschäftigung finden, als das in manch großem Unternehmen der Fall ist“, würdigte Robert Plersch die Verdienste der Meister im Silvestersaal in Mindelheim. Plersch ist Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim. Diese ehrte nun zahlreiche Meister für ihre Lebensleistung.

Ein besonderer Dank, erklärte Robert Plersch weiter, gebühre auch den Kollegen, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit sehr viel dazu beigetragen würden, dass die Interessen im Handwerk vertreten werden. Oft hätten sie dabei persönliche Belange in den Hintergrund gestellt. „Ohne Ihre Mitarbeit würde in diesem Land viel weniger funktionieren und ohne Sie wäre das Handwerk um vieles ärmer“, betonte Plersch. 

Robert Plersch: Leistung muss sich lohnen

Dass das Handwerk auch noch in zwanzig oder dreißig Jahren das Rückgrat unserer Wirtschaft spielen wird, davon ist Robert Plersch überzeugt. Allerdings, müssten die Voraussetzungen dafür stimmen. „Wir brauchen ein Umfeld, in dem sich Leistung lohnt und das Handwerk als Erfolgsfaktor unserer Wirtschaft wahr- und ernstgenommen wird“, lautet seine Forderung an die Politik. Positiv sei allerdings, dass sich endlich etwas bewege bezüglich einer der zentralsten Forderungen des Handwerks, dass der Meister als Topqualifikation gesichert werden müsse.

Die Bedeutung der Meisterpflicht betonte auch der Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, Hans-Peter Rauch. Denn die Abkehr davon führe zu weniger Ausbildung und somit auch weniger Qualität. Die jetzige Rückkehr zur Meisterpflicht in einigen Berufen dürfe nur der Anfang sein. Ohne Meisterpflicht drohe sogar, dass Berufe aussterben, wie beispielsweise im Denkmalschutz. „Wir müssen diese Berufe als Kulturgut bewahren und weitergeben“, forderte Rauch. Als weitere wichtige Forderung nannte Rauch noch die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.

25 goldene Meisterbriefe vergeben

Auch Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder kann sich ein Leben ohne Handwerker nicht vorstellen. „Was wären wir ohne ehrliches Handwerk, ohne Handwerksberufe“, würdigte er die Ausbildungsleistung des Handwerks. Das Handwerk sichere, dass junge Menschen eine Perspektive hätten, Berufe erlernen können, in denen sie Kreativität und Ideen entwickeln könnten. Der Oberbürgermeister zitierte in diesem Zusammenhang den Komponisten Robert Schumann: „Ein rechter Meister zieht keine Schüler, sondern eben wiederum Meister.“ 25 goldene Meisterbriefe, einen Ehrenmeisterbrief, eine Ehrenurkunde, zwei silberne Ehrennadeln und sogar eine goldene Ehrennadel konnten Rober Plersch und Hans-Peter Rauch übergeben.

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