Weiterbildung

Klinikum Memmingen entlässt neue OP-Fachkräfte ins Berufsleben

Das sind die neuen OP-Fachkräfte mit ihren Prüfern. Foto: Mira Michelfei/Klinikum Memmingen
Am Klinikum Memmingen können sich Fachkräfte zu OP-Personal fortbilden. Neun Auszubildende schlossen nun ihre fachliche Spezialisierung ab. Außerdem fand das siebte Memminger Notfall-Symposium erneut statt.

„OP-Fachkräfte sind sehr begehrt und oft Mangelware an den Kliniken“, weiß Ausbildungsleiterin Dolores Caso. Deswegen richtete das Klinikum Memmingen einen Weiterbildungsfachgang ein. Außerdem setzt das Allgäuer Krankenhaus auf Fachkräfte aus Osteuropa.

Das steht auf dem Lehrplan

Neben der fachlichen Vertiefung in die Anatomie des menschlichen Körpers, steht dabei auch die Auseinandersetzung mit den Hygienerichtlinien für Operationssäle und die Instrumentenkunde auf dem Lehrplan. Die berufsbegleitende Fortbildung umfasst 720 theoretische Stunden und 2.400 praktische Stunden. Die Auszubildenden durchlaufen in einem Zeitraum von zwei Jahren die verschiedenen Bereiche des Klinikums wie die Chirurgie, die Anästhesie und die Sterilisationsabteilung. „Mit dieser hohen Qualifikation können Sie sich Ihren zukünftigen Arbeitsplatz selbst aussuchen“, so Pflegedirektor Stopora.

Trainieren für den Ernstfall in Memmingen

Große Schadenslagen stellen Mitarbeiter von Rettungsdienste und Notaufnahmen vor enorme medizinische, organisatorische und psychische Herausforderungen. Beim siebten Memminger Notfall-Symposium Notfallgäu wurde genau dieser Ernstfall nun trainiert. Gleichermaßen wurde in Vorträgen über die neuesten Standards in der Rettung, Versorgung und Therapie von Notfallpatienten informiert.

„Faktor Zeit spielt wesentliche Rolle“

„Jeder in der Notfallversorgung Arbeitende muss damit rechnen, dass er einmal mit einem Massenanfall von Verletzten konfrontiert wird, auch wenn die Wahrscheinlichkeit zum Glück relativ gering ist“, sagt Dr. Rupert Grashey, Organisator des zweitägigen Symposiums und leitender Arzt der Notfallklinik am Klinikum Memmingen. „Dann sollte natürlich jeder Schritt sitzen. Denn der Faktor Zeit spielt hier eine wesentliche Rolle.“

Teamwork stärken

Doch nicht nur die möglichst schnelle und adäquate Versorgung medizinischer Notfälle sollte trainiert werden. Die Veranstaltung bot den einzelnen Berufsgruppen, die in der Notfallrettung tätig sind, auch die Plattform miteinander in Kontakt zu treten. „Das klappt am besten durch gemeinsames Lernen und den Austausch untereinander“, weiß Organisator Grashey. 

 Memminger Initiativ-Veranstaltung wird angenommen

„Unser Symposium wird von Jahr zu Jahr beliebter. Die rund 350 Teilnehmer kommen aus Süddeutschland, Österreich, der Schweiz und Italien – die Referenten sogar bis aus Köln und New York.“

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben