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Das Unterallgäu verstärkt sein Engagement als Bildungsregion
Kooperation

Das Unterallgäu verstärkt sein Engagement als Bildungsregion

Landrat Hans-Joachim Weirather (am Tisch links) und Oberbürgermeister Manfred Schilder bekräftigten mit ihren Unterschriften die gute Zusammenarbeit in der Bildungsregion. Foto: Alexandra Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen
Landrat Hans-Joachim Weirather (am Tisch links) und Oberbürgermeister Manfred Schilder bekräftigten mit ihren Unterschriften die gute Zusammenarbeit in der Bildungsregion. Foto: Alexandra Wehr/ Pressestelle Stadt Memmingen

Seit zwei Jahren arbeiten der Landkreis Unterallgäu und die Stadt Memmingen als zertifizierte Bildungsregion eng zusammen. Diese Zusammenarbeit soll nun intensiviert werden. Der entsprechende Kooperationsvertrag wurde bereits unterzeichnet.

Erste Projekte und Veranstaltungen wurden bereits umgesetzt. Nun unterzeichneten Oberbürgermeister Manfred Schilder und Landrat Hans-Joachim Weirather im Rahmen einer Sitzung des Steuerungsgremiums der Bildungsregion einen Kooperationsvertrag, der die Zusammenarbeit im Detail festlegt.

Bildungskompendium in Arbeit

Ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit sei die Umsetzung gemeinsamer Projekte, erklärte Saskia Nitsche, Koordinatorin der Bildungsregion Memmingen-Unterallgäu, bei der Steuerkreis-Sitzung. In Arbeit sei derzeit ein Bildungskompendium. In diesem werden Themen wie Erwachsenenbildung, Fortbildung, Beratung und Hilfe, Kindertageseinrichtungen und Schulen, Ferienbetreuung und Jugendhäuser gebündelt.

„Unterallgäuer Bildungsfonds“ für Chancengleichheit

Geplant ist auch eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Digitale Bildung“, um Schulleitungen und Lehrkräfte aller Schularten zu rüsten. Sie sollen lernen, ihre Schüler mit Chancen und Risiken der digitalen Medien vertraut zu machen. Als weiteres Projekt soll ein „Unterallgäuer Bildungsfonds“ initiiert werden, um Chancengleichheit für alle Jugendlichen zu schaffen. Die Idee für einen Bildungsfonds sei entstanden, weil die Angebote der Jugendübernachtungshäuser in der Region vor allem von Gymnasiasten genutzt würden, erklärte Saskia Nitsche. Für alle Schularten soll ein Energieeffizienzkurs weiterentwickelt werden, der bereits erfolgreich an der Berufsschule Mindelheim laufe und seit diesem Schuljahr auch am Joseph-Bernhart-Gymnasium in Türkheim.

Projekte für Ehrenamtliche stellte Kreisjugendpflegerin Julia Veitenhansl vor. Beim jährlich geplanten „Ehrenamtsabend“ für Vereinsvorstände und interessierte Mitglieder sollen nützliche Informationen weitergegeben werden. Weitere Angebote seien ein Workshoptag für Jugendleiter, eine Seminarreihe von März bis Juli 2019 für neu gewählte Vereinsvorstände und Interessierte mit grundlegenden Infos zum Vereinsrecht, zu Haftungsfragen oder mit Tipps, wie man eine Vorstandssitzung leitet. Geplant sei auch, einen Flyer zu erstellen mit gezielten Fortbildungsangeboten, den „Wegweiser für Vereine und Verbände“.

Bildungsqualität wird verbessert

Die Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ wurde vom bayerischen Kultusministerium ins Leben gerufen. In einer Bildungsregion arbeiten unter anderem Schulen, Kommunen, Jugendhilfe und Wirtschaftsbetriebe zusammen, um die Bildungsqualität in der Region zu verbessern.

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