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Barrierefrei durch Memmingens Innenstadt
Stadt Memmingen

Barrierefrei durch Memmingens Innenstadt

Qualitätszeichen Generationenfreundliches Einkaufen
Qualitätszeichen Generationenfreundliches Einkaufen. Foto: Stadt Memmingen

Die Stadt Memmingen startet mit dem Qualitätszeichen Generationenfreundliches Einkaufen und Allgäu Barrierefrei bundesweit eine einmalige Qualitätsoffensive im Einzelhandel. Die in der Stadt ansässigen Firmen können sich nun von einem Team aus geschulten Testern in verschieden Kriterien auf ihre Barrierefreiheit für Mobilitäts- und Sinneseingeschränkte überprüfen lassen. Damit setzt Memmingen einen wichtigen Meilenstein für die Attraktivität der Innenstadt.

Memminger Einzelhandelsunternehmen können sich nun bundesweit einmalig, parallel dem Test zum Qualitätszeichen Generationenfreundliches Einkaufen und der Prüfung der Initiative Allgäu Barrierefrei unterziehen. Möglich ist dies aufgrund der Initiative von MM Marketing und der Behindertenbeauftragten der Stadt Memmingen, Heidi Dintel. Gegen Mittag trafen sich die geschulten Tester von Allgäu Barrierefrei Monika und Herbert Kollakowski sowie Hermann Wetzel vor dem Sanitätshaus Zelt. Erwartet wurden sie dort von Alexandra Störl von der Stadt Memmingen und Andreas Gärtner vom Handelsverband Bayern. Die Tester konnten nach einer Einweisung durch Andreas Gärtner mit dem Test bei der Firma Zelt beginnen. Vorbereitet waren sie dabei durch das Studium des Prüferhandbuch für Qualitätszeichen Generationenfreundliches Einkaufen. 

Erleichterung für Mobilitäts- und Sinneseingeschränkte

Beim Test zum Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ wurde das Sanitätshaus Zelt auf insgesamt 58 Kriterien überprüft. Von den Kriterien wie Erreichbarkeit, Kundenorientierung der Mitarbeiter, Bewegungsfreiheit in den Gängen und Umkleidekabinen müssen mindestens 18 in jedem Fall positiv beschieden werden. Zusätzlich ist eine Quote von mindestens 70 Prozent der maximal zu erreichenden Punkte Voraussetzung für das Bestehen. Für das Siegel Allgäu Barrierefrei wurden von Monika und Herbert Kollakowski anschließend der Zugang und die Geschäftsräume genau gemessen, fotografiert und dokumentiert. Dadurch kann eine genaue Klassifizierung von bedingt barrierefrei bis rollstuhlgerecht vorgenommen werden. Durch die Veröffentlichung können Menschen mit Mobilitätseinschränkung oder Sinneseinschränkungen vorab prüfen, ob ihnen ein Einkauf in den getesteten Betrieben möglich ist.

Ein wichtiger Meilenstein

Für die Vorstizende des Einzelhandelsverbandes und des mm-marketing e. V, Mechthild Feldmeier spielen diese Qualitätssiegel eine große Rolle. Vorallem in Zeiten des demographischen Wandels und der Sensibilisierung für die Barrierefreiheit im öffetnlichen Raum sei das Siegel ein wichtiger Baustein für die Attraktivität der Memminger Innenstadt. Für Feldmeier ist mit dem Startschuss ein weiterer großer Meilenstein zur Attraktivierung der Einkaufsstadt zurückgelegt. Alexandra Störl zeigt sich sehr erfreut, dass sich bereits sechs weitere Unternehmen in den nächsten Tagen der Beurteilung stellen.

Weitere Informationen zu den Qualitätszeichen gibt es unter www.generationenfreundlichs-einkaufen.de.

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