Ministerbesuch

Alois Müller-Gruppe plant rein elektrischen Fuhrpark

Zurzeit entsteht die weltweit einzige Green Factory 2.0 in Ungerhausen. Im Gespräch mit Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer stellte Geschäftsführer Andreas Müller weitere Pläne für den Umweltschutz vor.

Der bayerische Staatsminister war zum Gedankenaustausch ins Unterallgäu gekommen. Er sprach mit Müller über die nachhaltige und nahezu energieautarke Fabrik, die dort steht. Dabei wurde deutlich: Nicht nur beim Thema Energie, sondern auch bei der Mobilität setzt der Geschäftsführer auf Nachhaltigkeit.

Zehn Ladepunkte für Elektro-Autos

„Langfristig wollen wir unseren gesamten Fuhrpark auf E-Fahrzeuge umrüsten“, erläutert Andreas Müller. „Für diesen Schritt schaffen wir in Ungerhausen bereits jetzt die notwendige Basis.“ Auf dem Firmengelände in Ungerhausen sind dazu insgesamt zehn Ladepunkte mit bis zu 150 Kilowatt für Elektrofahrzeuge entstanden.

Die Ladepunkte sind alle frei zugänglich. Das begeisterte gerade auch den Wirtschaftsminister. „Elektromobilität ist ein wichtiges und zukunftsweisendes Thema. Die Ladestationen liegen in unmittelbarer Nähe zur A96 und sind dadurch auch für alle Fahrer eines Elektroautos attraktiv, die auf der Autobahn zwischen München und Lindau unterwegs sind“, so Pschierer. Hier kann der Akku eines E-Fahrzeugs innerhalb von 20 Minuten wieder aufgeladen werden. Die Ladestationen erhalten ihre Energie durch die eigene Photovoltaikanlage des Unternehmens.

Green Factory versorgt sich autark

Rund 10.000 Quadratmeter fasst die neue Anlage auf der Green Factory 2.0 der Alois Müller-Gruppe. Mit einer Leistung von insgesamt 1,1 Megawatt, versorgt sie das neue 18.000 Quadratmeter Büro- und Produktionsgebäude mit 90 Prozent der benötigten Energie für Strom, Kälte, Wärme und Druckluft. Die letzten zehn Prozent deckt ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ab. Die Energiekosten und der CO2-Ausstoß sinken damit auf null. Gefertigt werden in der neuen Fabrik hauptsächlich Energiemodul-Systeme sowie versorgungstechnische Komponenten des Anlagenbaus, beispielsweise Rohrleitungs-Systeme aus Stahl und Edelstahl.

Pschierer bereits Anfang 2018 zu Besuch

Bayerns Wirtschaftsminister war nicht zu ersten Mal Gast bei der Alois-Müller-Gruppe in Ungerhausen. Das Richtfest der Green Factory 2.0 im Februar dieses Jahres begleitete Franz Josef Pschierer ebenfalls. Dieses fand gut ein halbes Jahr nach dem Spatenstich statt. Im Frühjahr startete das Unternehmen mit dem Einzug in die neuen Räumlichkeiten.

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