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ZF Friedrichshafen will komplett klimaneutrales Fahrzeug bauen
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Automobilbranche

ZF Friedrichshafen will komplett klimaneutrales Fahrzeug bauen

 ZF Vorstandsmitglied Stephan von Schuckmann
Stephan von Schuckmann, Vorstandsmitglied von ZF Friedrichshafen. Foto: ZF

In Zusammenarbeit mit einem schwedischen Automobilhersteller soll ein gänzlich emissionfreier PKW in Serie produziert werden. Bis wann die Entwicklung des Fahrzeugs mit Beteiligung von ZF Friedrichshafen abgeschlossen sein soll.

ZF will die Dekarbonisierung der Mobilität gemeinsam mit Partnern weiter vorantreiben. Als erster Zulieferkonzern der Automobilindustrie beteiligt sich das Friedrichshafener Unternehmen am „Polestar 0 Project“. Die Initiative des schwedischen Automobilherstellers Volvo hat zum Ziel, im Jahr 2030 ein komplett klimaneutrales Fahrzeug vorzustellen. Dabei gehe es vor allem darum, Emissionen über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus zu vermeiden nicht um deren Kompensation etwa durch das Pflanzen von Bäumen oder den Kauf von Zertifikaten.


Projekt decke sich mit Unternehmensstrategie
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ZF hat sich nun als einer der ersten und größten Technologiekonzerne der Automobilindustrie für eine Mitwirkung entschieden. „Das ‚Polestar 0 Project‘ ist eine fantastische Moonshot-Initiative, die wir mit Begeisterung unterstützen“, sagt Stephan von Schuckmann, für die E-Mobilität zuständiger ZF-Vorstand. In den kommenden sechs Monaten werden ZF und Polestar konkrete Initiativen identifizieren, welche die gemeinsame Strategie voranbringen und die vertraglich fixiert werden. „Es ergänzt perfekt unser eigenes ganzheitliches Klimaschutzprogramm, mit dem ZF bis zum Jahr 2040 vollständig klimaneutral werden soll – in allen Aspekten, vom Materialbezug über die Produktion bis zum kompletten Lebenszyklus all unserer Produkte“, erklärt Schuckmann ergänzend.


So lautet die Zielsetzung

ZF aus Friedrichshafen nutze den Einstieg in das „Polestar 0 Project“, um das eigene Ökosystem von Partnerschaften rund um das Thema Nachhaltigkeit auszubauen. Gemeinsam mit Universitäten, Lieferanten und Start-ups werde der Konzern Standards schaffen, die einen messbaren Beitrag zur Emissionssenkung und zur Ressourcenschonung leisten. Als konkreten Beitrag zum „Polestar 0 Project“ lege ZF zunächst den Schwerpunkt darauf, elektrische Antriebe mit Blick auf maximale Nachhaltigkeitsziele zu entwickeln, zu sourcen und zu produzieren.


Echte Emissionsvermeidung statt Kompensation
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Beim „Polestar 0 Project“ stehe echte Emissionsvermeidung im Mittelpunkt statt Kompensation mittels Zertifikatekauf. „Wir freuen uns sehr über das Interesse von ZF an der Zusammenarbeit im Rahmen des Polestar 0 Projektes. Die Kollaboration hat zum Ziel, fossilfreie Automobilsystemlösungen zu finden, die alle Bereiche bis zum Ende des Lebenszyklus berücksichtigt, um bis zum Jahr 2030 ein klimaneutrales Automobil zu produzieren“, sagt Polestar-CEO Thomas Ingenlath.


Zusammenarbeit soll zusätzliche Fortschritte erzielen

Die Kooperation solle aber auch über das erklärte Ziel hinausgehen, wie Ingenlath erklärt: „Unsere gemeinsames Forschungsunterfangen wird den kompletten elektrischen Antriebsstrang unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, welcher Typ das Potential für eine Netto-Null-Fertigung bietet. Unser vereintes Streben nach fossilfreien Lösungen wird uns in die Lage versetzen, weitere Bereiche und Komponenten zu erforschen, während wir mit dem Bau des Netto-Null-Fahrzeugs voranschreiten.“ Lösungen, die im Rahmen des „Polestar 0 Project“ entwickelt werden, könnten so in ihrer Wirkung weit über die Automobilbranche hinausgehen. Neue, emissionsärmere Herstellverfahren für Materialien wie Glas, Stahl und Aluminium beispielsweise könnten zur Dekarbonisierung weiterer Industrien beitragen.


Großer Unternehmensbund anvisiert
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Die Entwicklung eines serienreifen, komplett klimaneutralen Pkw bis 2030 soll nach einer knapp dreijährigen Vorentwicklungsphase starten. Polestar, ein Joint Venture der Automobilhersteller Volvo und Geely, setze auf eine grundlegende, branchenübergreifende Kooperation, um die Herausforderung der Netto-Null-Emissionen zu bewältigen. Aktuell forme der E-Fahrzeughersteller eine Allianz von Zulieferunternehmen der Automobilindustrie, von Forschungseinrichtungen, Start-ups und Investoren wie auch von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen.