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Wenn der Chef den eigenen Mitarbeitern nicht traut ... Rochus Mummert
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Rochus Mummert

Wenn der Chef den eigenen Mitarbeitern nicht traut ... Rochus Mummert

 Viele Chefs scheuen das Urteil ihrer Mitarbeiter. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Sechs von zehn Unternehmen verzichten noch immer darauf, ihre Führungskräfte durch die eigenen Mitarbeiter bewerten zu lassen. Die Chance, Fehlentwicklungen im Management rechtzeitig zu erkennen, lässt die Mehrheit der Firmen damit ungenutzt verstreichen.

Zusätzlich besteht die Gefahr, dass die Motivation gerade der besten Mitarbeiter wegen der fehlenden Einbindung leidet. Das sind Ergebnisse der Studie „Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg“ der Personalberatung Rochus Mummert.

Objektive Meinung ist wichtig

„Mitarbeiterbefragungen gehören zwar zu den beliebtesten Managementinstrumenten in deutschen Unternehmen, wie auch unsere Studie belegt“, sagt Dr. Hans Schlipat, Studienleiter und Managing Partner der Rochus-Mummert-Gruppe. „Allerdings werden hier oft die falschen Fragen gestellt. Denn es macht schon einen deutlichen Unterschied, ob ich meine Mitarbeiter befrage, wie ihnen ihr Arbeitsumfeld behagt, oder ob ich beispielsweise wissen möchte, wie gut der direkte Vorgesetzte die Abteilungsziele vermitteln kann. Eine Befragung, bei der die vermutlich unangenehmsten Themen einfach ignoriert werden, sollte aber eigentlich besser gleich ganz gelassen werden, wenn die Führungskräfte weiterhin von ihren Mitarbeitern ernst genommen werden möchten.“

Umfragen in regelmäßigen Abständen wiederholen 

Aber auch die Unternehmen, die ihr Management schon durch die Mitarbeiter bewerten lassen, haben noch deutliches Verbesserungspotenzial. So liegt die letzte Beurteilung bei rund 40 Prozent von ihnen bereits zwei oder sogar noch mehr Jahre zurück. „Auch unregelmäßig eingeholtes Feedback ist eher kritisch zu sehen. Erstens liefert es der Unternehmensführung keine guten Vergleichsmöglichkeiten, und zweitens werden sporadisch durchgeführte Befragungen von der Belegschaft oft als Aktionismus abgetan“, so Personalberater Schlipat.

Ziele können besser erreicht werden

Der verhaltene Umgang mit Manager-Beurteilungen verwundert zusätzlich, weil die für die Rochus-Mummert-Studie befragten HR-Verantwortlichen die systematische Entwicklung der Führungskräfte zu den fünf relevantesten Themen im Personalmanagement zählen. „Unternehmen, die glauben auf die Perspektive der Mitarbeiter verzichten zu können, werden in Sachen Führungs- und Leistungskultur nicht nur stehenbleiben, sondern sogar zurückfallen“, ist Rochus-Mummert-Partner Schlipat überzeugt. „Zumal auch die weiteren Topziele wie etwa der Erhalt des Mitarbeiterengagements sowie die Bindung von Schlüsselmitarbeitern nur erreicht werden können, wenn die Belegschaft eingebunden und gehört wird.“

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Die Studie und das PIPS-Modell

Analog zum PIMS-Ansatz der Harvard Business School werden im PIPS-Modell (Profit Impact of Personnel Strategies) von Rochus Mummert die Einflüsse des HR-Managements auf die personalwirtschaftlichen Vorsteuergrößen systematisch wie nie zuvor betrachtet. Das zusammen mit Prof. Dr. Michael Martin von der Hochschule RheinMain entwickelte PIPS-Modell umfasst dabei reine Performance-Werte genauso wie Analysen zur Führungs- und Leistungskultur. Die Studie „Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg“ basiert auf den Ergebnissen des ständig wachsenden HR-Panels von Rochus Mummert, das eigens für das PIPS-Projekt aufgebaut wurde. Derzeit werden regelmäßig knapp 40 HR-Führungskräfte aus meist größeren mittelständischen Unternehmen befragt.