Innovation

Rolls-Royce Power Systems für Hybridantrieb prämiert

Der Rolly-Royce Power Systems Hauptsitz in Friedrichshafen. Foto: Rolls-Royce Power Systems AG
Die Rolls-Royce Power Systems AG mit Sitz in Friedrichshafen möchte durch eine Innovation im Bereich Hybridantrieb die Energiewende unterstützen. In Großbritannien und Irland soll das Projekt bald starten.

Sowohl Iarnród Éireann Irish Rail, die Staatsbahn der Republik Irland, als auch Porterbrook, die größte Leasinggesellschaft für Eisenbahnfahrzeuge in Großbritannien, haben mit Rolls-Royce Verträge über die Lieferung von MTU Hybrid-PowerPacks unterzeichnet. Damit haben die Unternehmen Absichtserklärungen, die im vergangenen Jahr auf der weltgrößten Bahnmesse Innotrans unterzeichnet wurden, in feste Bestellungen umgewandelt.

Ab Mai 2020 soll das Ausliefern beginnen

Iarnród Éireann Irish Rail hat neun Hybrid-PowerPacks geordert, Porterbrook wird zunächst vier der MTU-Hybridantriebe erhalten. Die Hybrid-PowerPacks sollen ab Mai 2020 bis Ende des Jahres 2021 ausgeliefert werden. Beide Kunden erwägen, nach einer erfolgreichen Erprobung der Zukunftstechnologie große Teile ihrer Flotten zu hybridisieren, heißt es in einer Mitteilung.

Jürgen Blassmann, Leiter des Bahngeschäfts bei Rolls-Royce Power Systems, sagte: „Wir sind stolz, dass sich unser MTU Hybrid-PowerPack, mit dem wir seit Jahren Pionierarbeit leisten, nun als zukunftsweisende Antriebslösung am Markt etabliert. Diese ersten Aufträge sind ein Meilenstein auf unserem Weg vom Hersteller von Motoren und PowerPacks hin zum Lösungsanbieter für nachhaltige Antriebe der Zukunft.“

Lokaler Batteriebetrieb soll möglich werden

Das Hybrid-PowerPack von MTU verbindet einen MTU-Dieselmotor, der die zukünftige Emissionsrichtlinie EU-Stufe V einhält, mit einer elektrischen Maschine (die sowohl als Motor als auch als Generator eingesetzt werden kann) und dem Batteriesystem MTU EnergyPack, das die Energie speichert, die beim Bremsen zurückgewonnen wird. So wird unter anderem ein lokal emissionsfreier, batterieelektrischer Betrieb möglich.

Antriebsgeräusche sollen minimiert werden

Im Bahnhofsbereich sollen die Antriebsgeräusche um etwa 75 Prozent sinken, Verbrauch und CO2-Emissionen um bis zu 25 Prozent. Auch die Betriebskosten von Fahrzeugen mit Hybrid-Antrieb sind deutlich geringer, unter anderem weil die pneumatischen Bremsen durch die Rekuperation von Bremsenergie geschont werden, heißt es in einer Mitteilung. Dank der größeren Dynamik und zusätzlichen Antriebskraft des elektrischen Antriebs sollen Verspätungen aufgeholt werden können und Verbindungen mit kürzerer Taktung oder zusätzlichen Halten geplant werden, so das Unternehmen.

Die Innovation wurde prämiert

Für die Entwicklung der Hybridfahrzeuge wurde das Unternehmen nun auch mit dem Innovationspreis des Bahn-Media-Verlags ausgezeichnet: Die Innovation wurde für die Antriebslösung in der Kategorie Energie und Umwelt prämiert. Im Zuge einer Neuausrichtung setzt der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce auf eine zunehmende Elektrifizierung und Digitalisierung von Antriebs- und Energiesystemen. Zu diesem Konzept gehören auch sogenannte Microgrids, intelligente dezentrale Energieversorgungssysteme, mit denen Rolls-Royce aktiv die Energiewende unterstützen möchte.

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Rolls-Royce Power Systems für Hybridantrieb prämiert

Der Rolly-Royce Power Systems Hauptsitz in Friedrichshafen. Foto: Rolls-Royce Power Systems AG
Die Rolls-Royce Power Systems AG mit Sitz in Friedrichshafen möchte durch eine Innovation im Bereich Hybridantrieb die Energiewende unterstützen. In Großbritannien und Irland soll das Projekt bald starten.

Sowohl Iarnród Éireann Irish Rail, die Staatsbahn der Republik Irland, als auch Porterbrook, die größte Leasinggesellschaft für Eisenbahnfahrzeuge in Großbritannien, haben mit Rolls-Royce Verträge über die Lieferung von MTU Hybrid-PowerPacks unterzeichnet. Damit haben die Unternehmen Absichtserklärungen, die im vergangenen Jahr auf der weltgrößten Bahnmesse Innotrans unterzeichnet wurden, in feste Bestellungen umgewandelt.

Ab Mai 2020 soll das Ausliefern beginnen

Iarnród Éireann Irish Rail hat neun Hybrid-PowerPacks geordert, Porterbrook wird zunächst vier der MTU-Hybridantriebe erhalten. Die Hybrid-PowerPacks sollen ab Mai 2020 bis Ende des Jahres 2021 ausgeliefert werden. Beide Kunden erwägen, nach einer erfolgreichen Erprobung der Zukunftstechnologie große Teile ihrer Flotten zu hybridisieren, heißt es in einer Mitteilung.

Jürgen Blassmann, Leiter des Bahngeschäfts bei Rolls-Royce Power Systems, sagte: „Wir sind stolz, dass sich unser MTU Hybrid-PowerPack, mit dem wir seit Jahren Pionierarbeit leisten, nun als zukunftsweisende Antriebslösung am Markt etabliert. Diese ersten Aufträge sind ein Meilenstein auf unserem Weg vom Hersteller von Motoren und PowerPacks hin zum Lösungsanbieter für nachhaltige Antriebe der Zukunft.“

Lokaler Batteriebetrieb soll möglich werden

Das Hybrid-PowerPack von MTU verbindet einen MTU-Dieselmotor, der die zukünftige Emissionsrichtlinie EU-Stufe V einhält, mit einer elektrischen Maschine (die sowohl als Motor als auch als Generator eingesetzt werden kann) und dem Batteriesystem MTU EnergyPack, das die Energie speichert, die beim Bremsen zurückgewonnen wird. So wird unter anderem ein lokal emissionsfreier, batterieelektrischer Betrieb möglich.

Antriebsgeräusche sollen minimiert werden

Im Bahnhofsbereich sollen die Antriebsgeräusche um etwa 75 Prozent sinken, Verbrauch und CO2-Emissionen um bis zu 25 Prozent. Auch die Betriebskosten von Fahrzeugen mit Hybrid-Antrieb sind deutlich geringer, unter anderem weil die pneumatischen Bremsen durch die Rekuperation von Bremsenergie geschont werden, heißt es in einer Mitteilung. Dank der größeren Dynamik und zusätzlichen Antriebskraft des elektrischen Antriebs sollen Verspätungen aufgeholt werden können und Verbindungen mit kürzerer Taktung oder zusätzlichen Halten geplant werden, so das Unternehmen.

Die Innovation wurde prämiert

Für die Entwicklung der Hybridfahrzeuge wurde das Unternehmen nun auch mit dem Innovationspreis des Bahn-Media-Verlags ausgezeichnet: Die Innovation wurde für die Antriebslösung in der Kategorie Energie und Umwelt prämiert. Im Zuge einer Neuausrichtung setzt der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce auf eine zunehmende Elektrifizierung und Digitalisierung von Antriebs- und Energiesystemen. Zu diesem Konzept gehören auch sogenannte Microgrids, intelligente dezentrale Energieversorgungssysteme, mit denen Rolls-Royce aktiv die Energiewende unterstützen möchte.

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