Messebranche

Messe Friedrichshafen bleibt optimistisch für 2020

Corona hat im Frühjahr sämtliche Großveranstaltungen ins Wasser fallen lassen. Besonders für die Messebranche ist dies ein gewaltiges wirtschaftliches Problem. Warum das Team der Messe Friedrichshafen dennoch optimistisch in die Zukunft sieht.

Bis zum Februar 2020 war die Messewelt am Bodensee noch in Ordnung, dann gab es wegen Corona viele Absagen: Insgesamt 15 Eigen- und 11 Gastveranstaltungen, die zwischen März und August geplant waren, wurden abgesagt. Im aktuell laufenden Geschäftsjahr 2020 rechnet die Messe Friedrichshafen deswegen mit einem Umsatzeinbruch: „Wir sind mit unseren Messen im Januar und Februar 2020 sehr erfolgreich gestartet", erklärte Messechef Klaus Wellmann auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz. Die wirtschaftlichen Einbußen für das Messe-Unternehmen selbst und alle weiteren Firmen, die von Messe-Ausgaben profitieren, kann die Messeleitung bislang noch nicht endgültig beziffern.

Das Messeteam ist optimistisch

Optimistisch blickt das Messeteam jetzt auf die kommenden Monate und auf den Start der Interboot im September. Es folgen im Herbst die Fakuma und die Faszination Modellbau mit der Premiere der Internationalen Modellbahn Ausstellung. Die Weltleitmesse Eurobike wurde von ihrem ursprünglichen Termin im September 2020 dagegen auf Ende November verlegt: „Wir wollen der Fahrradbranche zu diesem Zeitpunkt einen stark fachlich geprägten Event präsentieren und auch Gelegenheit zum wichtigen Austausch bieten“, erklärte Wellmann. Ein detailliertes Schutz- und Hygienekonzept sei dazu bereits vorbereitet und dient als Leitfaden für die Organisation von Veranstaltungen in Corona-Zeiten.

Der Start 2020 verlief gut

"Die Messe Friedrichshafen ist mit sehr guten Ergebnissen optimistisch und motiviert ins neue Messejahr 2020 gestartet", betonte Wellmann weiter. Die 26. Motorradwelt Bodensee verzeichnete zum Auftakt einen Doppelrekord mit mehr als 50.000 Besuchern und mehr als 300 Ausstellern. Ebenso deutliche Steigerungen meldete die dritte Auflage der My Cake, die sowohl eine deutliche Aussteller- wie auch Besuchersteigerung verzeichnete. Mitte März folgte dann aber der Messe-Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie. Im Zeitraum von sechs Monaten musste die Messe insgesamt 26 Messen, Gastveranstaltungen sowie Betriebsversammlungen und Kongresse absagen. Dies bedeutete für die Messe Friedrichshafen einen harten wirtschaftlichen Einschnitt, verbunden mit Kurzarbeit der Mitarbeiter und erheblichen Einsparungen.

Ein Lichtblick im Sommer

Mitte Juni entwickelten sich die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen dann wieder positiver für die Messelandschaft. Nach der Ankündigung der Landesregierung in Stuttgart, dass Messen unter bestimmten Bedingungen ab September durchgeführt werden können, soll die Internationale Wassersport-Ausstellung Interboot als eine der ersten Messen in Baden-Württemberg wieder starten – allerdings nur mit einem umfassenden Hygienekonzept.

„Die Messe Friedrichshafen befindet sich derzeit in einer außergewöhnlichen und schwer vorhersehbaren Situation", analysierte Klaus Wellmann und zeigte sich optimistisch, „Mit dem Engagement des Messeteams ist das Unternehmen aber gut vorbereitet für einen dynamischen und internationalen Messemarkt. Auch hybride Formate, bei denen das Live-Erlebnis sinnvoll digital ergänzt wird, werden an Bedeutung gewinnen. Wir sind aber mehr denn je überzeugt, dass es ein großes Bedürfnis der Menschen ist und bleibt, sich persönlich zu treffen."

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Das Messeteam ist optimistisch

Optimistisch blickt das Messeteam jetzt auf die kommenden Monate und auf den Start der Interboot im September. Es folgen im Herbst die Fakuma und die Faszination Modellbau mit der Premiere der Internationalen Modellbahn Ausstellung. Die Weltleitmesse Eurobike wurde von ihrem ursprünglichen Termin im September 2020 dagegen auf Ende November verlegt: „Wir wollen der Fahrradbranche zu diesem Zeitpunkt einen stark fachlich geprägten Event präsentieren und auch Gelegenheit zum wichtigen Austausch bieten“, erklärte Wellmann. Ein detailliertes Schutz- und Hygienekonzept sei dazu bereits vorbereitet und dient als Leitfaden für die Organisation von Veranstaltungen in Corona-Zeiten.

Der Start 2020 verlief gut

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Ein Lichtblick im Sommer

Mitte Juni entwickelten sich die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen dann wieder positiver für die Messelandschaft. Nach der Ankündigung der Landesregierung in Stuttgart, dass Messen unter bestimmten Bedingungen ab September durchgeführt werden können, soll die Internationale Wassersport-Ausstellung Interboot als eine der ersten Messen in Baden-Württemberg wieder starten – allerdings nur mit einem umfassenden Hygienekonzept.

„Die Messe Friedrichshafen befindet sich derzeit in einer außergewöhnlichen und schwer vorhersehbaren Situation", analysierte Klaus Wellmann und zeigte sich optimistisch, „Mit dem Engagement des Messeteams ist das Unternehmen aber gut vorbereitet für einen dynamischen und internationalen Messemarkt. Auch hybride Formate, bei denen das Live-Erlebnis sinnvoll digital ergänzt wird, werden an Bedeutung gewinnen. Wir sind aber mehr denn je überzeugt, dass es ein großes Bedürfnis der Menschen ist und bleibt, sich persönlich zu treffen."

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