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Fachkräftestudie WEST: Westallgäu sucht Zuwachs
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WEST - Wirtschafts- und Entwicklungsleitstelle Westallgäu

Fachkräftestudie WEST: Westallgäu sucht Zuwachs

 Die Studie von WEST legt viele interessante Fakten zum Fachkräfte-Mangel offen. Foto: WEST

Der Bedarf an Fachkräften ist auch im Westallgäu nicht gedeckt. Dies ergab eine Studie von WEST. Die Umfrage machte deutlich, worin die Ursachen für das Problem liegen. Auch Lösungsansätze der Betriebe wurden vorgestellt.

Auch im Westallgäu ist der Bedarf an Fachkräften ein großes Thema. Schuld sind die wirtschaftliche und demographische Entwicklung. Wenn man die Ergebnisse der Studie hochrechnet, werden in den nächsten zwei bis drei Jahren bis zu 5.000 Arbeitskräfte bzw. Fachkräfte benötigt. Dies ergab eine umfassende Untersuchung der Wirtschafts- und Entwicklungs-Leitstelle Westallgäu (WEST). Die Zahlen beziehen sich hierbei auf den lokalen Fachkräftebedarf.

WEST befragt zahlreiche Unternehmen für Studie

150 Westallgäuer Betriebe verschiedener Branchen mit fünf oder mehr Mitarbeitern wurden für die Studie von WEST befragt. Parallel wurden persönliche Interviews mit den 50 größten Betrieben in der Region durchgeführt. Sabine Berthele von WEST äußert dazu: „Das zeigt, wie sehr das Thema die Unternehmen im Westallgäu bewegt“. Die Studie wird von der IHK (Industrie- und Handelskammer) und der HWK (Handwerkskammer) unterstützt.

Gute Konjunktur, aber Fachkräfte-Bedarf laut WEST

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Gleichzeitig mit dem Fachkräfte-Bedarf geht eine gute Konjunktur-Entwicklung einher. So zeigt das Branchen-Stimmungs-Barometer eine hohe Zufriedenheit der ansässigen Betriebe. Zweidrittel der befragten Betriebe bewerten die Entwicklung in ihrer Branche als positiv. Entsprechend sie auch die Hälfte den nächsten zwölf Monaten optimistisch entgegen.

WEST legt Fachkräfte-Engpass im Westallgäu offen

Dennoch ist das Thema Fachkräfte-Mangel auch im Westallgäu ein wichtig. Etwas weniger als die Hälfte aller Betriebe gab an, dass der Mangel für ihr Unternehmen von „großer“ beziehungsweise von „sehr großer“ Bedeutung sei. Hierdurch werden besonders die Klein- und Kleinstbetriebe in ihren Wachstums-Potenzialen gehemmt. Zweidrittel der betroffenen Unternehmen mit bis zu fünfzig Mitarbeitern sind auf der Suche nach zusätzlichen Fachkräften. Von den befragten Betrieben geben 72 Prozent an, aktuell Probleme bei der Besetzung offener Stellen zu haben. Dabei handelt es sich um 354 Arbeitsplätze. Des Weiteren sehen ebenso viele der Befragten den Fachkräfte-Mangel als größtes Risiko für ihr Unternehmen.

WEST legt Zahl der gesuchten Fachkräfte offen

In Zahlen gesprochen, ergibt sich bei den befragten Unternehmen ein Gesamtbedarf von 501 Fachkräften, die aktuell eingestellt werden sollen. Im Hinblick auf die nächsten zwei bis drei Jahre vervielfacht sich die Zahl auf 753. Insgesamt benötigen die befragten Westallgäuer Betriebe demnach 1.254 Fachkräfte ungeachtet des Ausbildungs-Niveaus und Fachbereichs. Mehr als die Hälfte der Unternehmen benötigen technisch qualifizierte Fachkräfte. Doch auch im kaufmännischen Sektor sind viele Arbeitsstellen offen. Die Studie von WEST zeigte auch, dass die Mehrheit aller in der Umfrage nachgefragten Fachkräfte, auf Lehrabschluss-Niveau gesucht wird.

WEST zu den Ursachen des Fachkräfte-Mangels

Der Mangel an Fachkräften ist ein vielschichtiges und komplexes Problem. Vorrangig nennen 46 Prozent der Betriebe das Fehlen von AbsolventInnen einschlägiger Ausbildungen als Hauptursache. Weitere Gründe seien laut den Befragten, dass die Berufsfelder für die heutige Generation weniger attraktiv sind. Auch, dass für die Personalsuche nur geringe Ressourcen aufgewendet werden können, wird von den Betrieben als Grund aufgeführt. Hinzu kommt laut den Befragten auch, dass das Unternehmen als Arbeitgeber wenig attraktiv für junge Menschen sei.

Maßnahmen gegen den Fachkräfte-Mangel laut WEST

Im Rahmen der Studie wurde auch ermittelt, welche Maßnahmen in welcher Intensität gegen den Fachkräfte-Mangel bereits ergriffen werden. Als Fachkräfte-Quelle setzen die Westallgäuer Betriebe verstärkt auf die Aus- und Weiterbildung sowie auf eine verstärkte Mitarbeiter-Bindung. Neben der Feststellung der Unternehmen, sich selber verstärkt um die Aus- und Weiterbildung zu kümmern, steht die Forderung gezielte Maßnahmen im Bereich Personalgewinnung und –sicherung zu initiieren. Parallel sehen die Betriebe gerade Aktionen in Kooperation mit anderen Unternehmen als denkbare Strategie. Als Ansatz wurden gemeinsame Aktionen zur Personal-Rekrutierung sowie Ausbildungs-Verbunde angeführt.

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