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Bärendienst für den Denkmalschutz
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Landratsamt Lindau

Bärendienst für den Denkmalschutz

 Viele Häuser stehen jetzt unter Bodendenkmalschutz. Foto: fotolia.de

Das Bayerische Landesamt für Denkmalschutz hat Bayern um viele neue Bodendenkmäler erweitert. Grundstücksinhaber haben nun damit zu kämpfen.

Das Landesamt hat die Denkmalliste von 1973 nachqualifiziert und nun neue bau- und Bodendenkmäler hinzugefügt. Somit müssen nun viele Grundstücksinhaber vor Um- oder Neubauten archäologische Ausgrabungen veranlassen. Im Landkreis Lindau sind es allein 149 Bodendenkmäler. Landrat Elmar Stegmann hält jedoch nichts vom Kurs des Landratsamtes. Auch sämtliche anderen schwäbischen Landräte werden mit Stegmann zusammen ein Schreiben an das Wissenschaftsministerium richten, in dem sie sich von der Nachqualifizierung distanzieren möchten. „Das Landesamt hat mit seiner Vorgehensweise dem Denkmalschutz einen Bärendienst erwiesen“, so Stegmann.

Landesämter müssen Bebauung genehmigen

Die aktuellen Bau- und Bodendenkmäler können online im eGovernment-Instrument „BayernViewer-Denkmal“ nachgelesen werden. Die Bürgermeister der Gemeinden waren darüber überrascht, dass viele Ortskerne fast vollständig zum Bodendenkmal erklärt wurden. Vor jeder Bauaktivität muss in diesen Bereichen das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege beteiligt werden. Die Untere Denkmalschutzbehörde in den jeweiligen Landesämtern soll abwägen, ob eine Bebauung in den jeweiligen Bereichen erlaubt werden kann. Sollte ein Bodendenkmal zerstört werden, muss der Bauherr im Vorfeld eine archäologische Ausgrabung durchführen lassen.

Schlechte Zusammenarbeit zwischen Landesamt und Gemeinden

„Diese Vorgaben können vor Ort nicht umgesetzt werden. Hätte das Landesamt die Gemeinden bei den Ausarbeitungen einbezogen, hätte sicher gemeinsam ein Kompromiss gefunden werden können“, kritisiert Stegmann die Vorgehensweise des Landesamtes. Bereits 2009 wurden die Bürgermeister in Lindau über das Projekt informiert. Schon damals hat Kreisheimatpfleger Werner Dobras die schlechte Zusammenarbeit des Landesamtes mit den Stellen vor Ort beanstandet. Aber erst mit den ersten Schreiben Ende des letzten Jahres hat das Landesamt für Denkmalpflege von sich hören lassen und hat schließlich die Bodendenkmäler nachgetragen.