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Lohndumping bei Benetton? Streik in Kempten soll Schlussstrich ziehen
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Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Lohndumping bei Benetton? Streik in Kempten soll Schlussstrich ziehen

 Am 12. September wird die Benetton-Filiale in Kempten bestreikt. Foto: Robin Backes  / pixelio.de

Im Allgäu soll gestreikt werden. Als Demonstrationsort steht die Benetton-Filiale in Kempten auf dem Plan. Damit will die Gewerkschaft NGG auf die Lohnpolitik der Familie Benetton hinweisen, mit der nicht alle Mitarbeiter zufrieden sind.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Die italienische Benetton-Familie ist in Verruf geraten: Die Unternehmerfamilie besitzt nicht nur die Mehrheitsanteile an der gleichnamigen Modekette Benetton. Auch die Mehrheit an Autogrill, einerm internationalen Catering-Konzern, der in Deutschland 37 Autobahnraststätten betreibt, wurde von der Holding der Familie erworben. 1.300 Mitarbeiter arbeiten an den Raststätten. Sie werfen der Unternehmerfamilie aus Italien Lohndumping vor. Die Preise sollen so niedrig gehalten werden, dass die Mitarbeiter um ihre Existenzen bangen.

Fünf Monate Streik führten zu nichts

 „Bei Autogrill Deutschland erhalten Beschäftigte Stundenlöhne von unter 8,50 Euro. Damit kann kein menschenwürdiges Leben geführt werden. Viele laufen trotz Arbeit Gefahr, Hartz IV beziehen zu müssen, und warten seit Jahren auf eine Lohnerhöhung – vergeblich“, sagt Peter Schmidt Geschäftsführer der Region Allgäu der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Gefallen lassen sich die Autogrill-Beschäftigten diese Art der Lohnpolitik nicht. Seit fast fünf Monaten streiken sie bereits an den Autogrill-Raststätten in Bayern und Thüringen. Doch jetzt will die Gewerkschaft NGG diesem Arbeitskampf eine neue Dimension geben.

Deutschlandweite Streik-Welle auch in Kempten

Für den kommenden Freitag, 12. September 2014, hat sie zu einer bundesweiten „Benetton-Aktion“ aufgerufen. Die NGG holt den Protest von den Autobahnen in die Innenstädte – auch vor die Benetton-Filiale in Kempten. „Wir wollen die Kunden informieren, wie wenig attraktiv Jobs sind, die das Familien-Imperium bietet“, so Schmidt. „Wir fordern den erstmaligen Abschluss eines Tarifvertrages mit deutlich höheren Einkommen und besseren Arbeitsbedingungen. Der Gier internationaler Konzerne müssen Grenzen gesetzt werden. Gute Arbeit braucht gute Bezahlung. Gute Arbeit gibt es nur mit Tarifvertrag.“

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