Frühjahr 2019

IHK-Konjunkturumfrage: Das beschäftigt Allgäuer Unternehmer

Internationale Handelskonflikte, der Brexit und die Instabilitäten verschiedener europäischer Länder gelten als Risikofaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung. Was Allgäuer Unternehmen darüber hinaus beschäftigt.

Unwägbarkeiten wie Handelskonflikte oder der Brexit haben sich auf den Außenhandel im Allgäu ausgewirkt. Die Auftragsvolumen aus der Eurozone und den anderen europäischen Staaten haben sich in den letzten Monaten leicht rückläufig entwickelt.

Anders als im schwäbischen Durchschnitt stiegen jedoch die Aufträge aus Nordamerika weiter an. Auch der Handel mit China zeigt eine positive Entwicklung. Die Prognosen für die nahe Zukunft sind eher pessimistisch. Die Unternehmen erwarten auf allen Märkten eine rückläufige oder bestenfalls gleichbleibende Entwicklung. Das zeigte die jüngste IHK Konjunkturumfrage im Allgäu.

Die Stimmung im Landkreis Oberallgäu und der Stadt Kempten

In der aktuellen Urumfrage zum Frühjahr 2019 zeigten sich die Unternehmen aus dem Landkreis Oberallgäu und der Stadt Kempten weiterhin sehr zufrieden.  56 Prozent bewerteten die aktuelle Geschäftslage mit gut. Der IHK-Konjunkturindex, ein Wert der sich aus der aktuellen und erwarteten Geschäftslage ergibt, ist seit Herbst um 5 Punkte gesunken und liegt nun bei 130 Punkten.

Grund für die Zufriedenheit ist vor allem eine gute Entwicklung der Inlandsnachfrage. 38 Prozent konnten die Auftragsvolumen aus dem Inland steigern. Beim Außenhandel überwiegt die Zahl der Unternehmen mit rückläufigen Auftragsvolumen die Zahl der positiven Nennungen. „Der Wind auf den internationalen Märkten ist rau geworden. Diskussionen um zusätzliche Zölle aber auch nichttarifäre Handelshemmnisse hinterlassen auch bei der Wirtschaft im Oberallgäu ihre Spuren“, so Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Oberallgäu/Kempten.

Die Ergebnisse der Umfrage im gesamten Allgäu

Der IHK-Konjunkturindex liegt für das Allgäu (Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu und Lindau sowie die Städte Kaufbeuren und Kempten) im Frühjahr bei 129 Punkten, 3 Punkte unter dem Indexwert vom Herbst 2018. Die Beurteilung zur aktuellen Geschäftslage hat sich um 6 Prozentpunkte verschlechtert. Im Frühjahr bewerteten noch 55 Prozent der Unternehmen im Allgäu ihre Geschäftslage mit gut.

Die Auftragsentwicklung zeigt für das Allgäu deutliche Unterschiede zwischen der Inlands- und Auslandsnachfrage. Die Aufträge aus dem Inland bleiben auf dem bisherigen Niveau, der Zahl der Unternehmen mit steigenden Auftragsvolumen steht eine fast ebenso große Zahl an Unternehmen mit einer rückläufigen Entwicklung gegenüber. Bei den ausländischen Auftragsvolumen überwiegen die negativen Antworten. 

Die Branchen im Vergleich

Im Branchenvergleich des gesamten Allgäus bleibt die Baubranche weiterhin Spitzenreiter. Sie profitiert von der stabilen Inlandsnachfrage und dem hohen Bedarf an Wohnraum. Ähnlich positiv, mit fast 80 Prozent guten Einschätzungen zur Geschäftslage, äußern sich auch die Dienstleistungsunternehmen. Beide Branchen haben hohe Auftragsbestände noch aus den vorangegangenen sehr guten Monaten.

Der Einzelhandel konnte in den letzten Monaten etwas weniger Umsatz generieren, noch 40 Prozent der Einzelhändler beurteilen die Geschäftslage mit gut. Für die kommenden Monate wird aber kein Rückgang sondern wieder ein leichtes Wachstum erwartet.

Auf die stärker exportorientierte Industrie wirken sich die Probleme im Auslandsgeschäft deutlicher aus. 9 Prozentpunkte weniger als im Herbst 2018, nämlich jetzt noch 54 Prozent beurteilen die aktuelle Geschäftslage als gut. Die Prognosen für die nahe Zukunft sind eher etwas pessimistisch und sehen kein Wachstum der Auftragsvolumen.

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Anders als im schwäbischen Durchschnitt stiegen jedoch die Aufträge aus Nordamerika weiter an. Auch der Handel mit China zeigt eine positive Entwicklung. Die Prognosen für die nahe Zukunft sind eher pessimistisch. Die Unternehmen erwarten auf allen Märkten eine rückläufige oder bestenfalls gleichbleibende Entwicklung. Das zeigte die jüngste IHK Konjunkturumfrage im Allgäu.

Die Stimmung im Landkreis Oberallgäu und der Stadt Kempten

In der aktuellen Urumfrage zum Frühjahr 2019 zeigten sich die Unternehmen aus dem Landkreis Oberallgäu und der Stadt Kempten weiterhin sehr zufrieden.  56 Prozent bewerteten die aktuelle Geschäftslage mit gut. Der IHK-Konjunkturindex, ein Wert der sich aus der aktuellen und erwarteten Geschäftslage ergibt, ist seit Herbst um 5 Punkte gesunken und liegt nun bei 130 Punkten.

Grund für die Zufriedenheit ist vor allem eine gute Entwicklung der Inlandsnachfrage. 38 Prozent konnten die Auftragsvolumen aus dem Inland steigern. Beim Außenhandel überwiegt die Zahl der Unternehmen mit rückläufigen Auftragsvolumen die Zahl der positiven Nennungen. „Der Wind auf den internationalen Märkten ist rau geworden. Diskussionen um zusätzliche Zölle aber auch nichttarifäre Handelshemmnisse hinterlassen auch bei der Wirtschaft im Oberallgäu ihre Spuren“, so Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Oberallgäu/Kempten.

Die Ergebnisse der Umfrage im gesamten Allgäu

Der IHK-Konjunkturindex liegt für das Allgäu (Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu und Lindau sowie die Städte Kaufbeuren und Kempten) im Frühjahr bei 129 Punkten, 3 Punkte unter dem Indexwert vom Herbst 2018. Die Beurteilung zur aktuellen Geschäftslage hat sich um 6 Prozentpunkte verschlechtert. Im Frühjahr bewerteten noch 55 Prozent der Unternehmen im Allgäu ihre Geschäftslage mit gut.

Die Auftragsentwicklung zeigt für das Allgäu deutliche Unterschiede zwischen der Inlands- und Auslandsnachfrage. Die Aufträge aus dem Inland bleiben auf dem bisherigen Niveau, der Zahl der Unternehmen mit steigenden Auftragsvolumen steht eine fast ebenso große Zahl an Unternehmen mit einer rückläufigen Entwicklung gegenüber. Bei den ausländischen Auftragsvolumen überwiegen die negativen Antworten. 

Die Branchen im Vergleich

Im Branchenvergleich des gesamten Allgäus bleibt die Baubranche weiterhin Spitzenreiter. Sie profitiert von der stabilen Inlandsnachfrage und dem hohen Bedarf an Wohnraum. Ähnlich positiv, mit fast 80 Prozent guten Einschätzungen zur Geschäftslage, äußern sich auch die Dienstleistungsunternehmen. Beide Branchen haben hohe Auftragsbestände noch aus den vorangegangenen sehr guten Monaten.

Der Einzelhandel konnte in den letzten Monaten etwas weniger Umsatz generieren, noch 40 Prozent der Einzelhändler beurteilen die Geschäftslage mit gut. Für die kommenden Monate wird aber kein Rückgang sondern wieder ein leichtes Wachstum erwartet.

Auf die stärker exportorientierte Industrie wirken sich die Probleme im Auslandsgeschäft deutlicher aus. 9 Prozentpunkte weniger als im Herbst 2018, nämlich jetzt noch 54 Prozent beurteilen die aktuelle Geschäftslage als gut. Die Prognosen für die nahe Zukunft sind eher etwas pessimistisch und sehen kein Wachstum der Auftragsvolumen.

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