69. Jahreshauptversammlung

Center Parcs Park Allgäu empfängt Tourismusverband in Leutkirch

Ende April kamen rund 140 Tourismusverbands-Mitglieder in Leutkirch zur jährlichen Hauptversammlung zusammen. Neben den aktuellen Tourismus-Trends lockte gerade auch die Location viele Teilnehmer an.

Er gilt als neustes Leuchtturmprojekt in und für die Region: Der Center Parcs Park Allgäu. 2019 wurde hier die Jahreshauptversammlung des Tourismusverbands Allgäu/Bayerisch-Schwaben ausgetragen, auch wenn das Areal zu 85 Prozent in Baden-Württemberg liegt. Für Christoph Muth, General Manager Center Parcs Park Allgäu, war die Veranstaltung mit rund 140 Gästen eine Ehre.

Zeitungsartikel stößt Ferienpark an

Auch Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle (Leutkirch) freute sich über die zahlreichen Teilnehmer aus der Touristik im Ferienpark. „Für uns ist es ein sehr wichtiges Projekt für das wir fast zehn Jahre gearbeitet haben, bis es soweit war“, erklärte der OB in seinen Grußworten. Das ehemalige Militärgelände stand auch für ein neues Sägewerk zur Debatte. Die Idee für einen Ferienpark wie diesen hatte er 2008 aus der Zeitung.

In der Allgäuer Zeitung stand Ende Dezember, dass Center Parcs anderorts abgelehnt wurde. Der amtierende Bürgermeister Henle stieß dann die Kontaktaufnahme mit dem Betreiber an. Viel Arbeit über zwei Landkreise und zwei Bundesländer hinweg sowie positive Bürgerentscheide und einiges an Geduld brauchte es dafür. „Vorher spielte der Tourismus in Leutkirch eine eher kleinere  Rolle.“ Nun werden bis zu 400.000 Gäste im Jahr erwartet. Es entstanden rund 1.000 Arbeitsplätze und auch das Umland profitiert vom neuen Tourismus-Riesen in der Region.

Marke Allgäu

Center Parcs profitiert dabei nicht nur von der eigenen Bekanntheit. „Es gibt keine zweite Tourismus-Marke in Deutschland, die eine Strahlkraft hat wie das Allgäu“, so Henle. Dem pflichtete Muth bei. Er habe einige Zeit in Norddeutschland verbracht, stammt selbst aus Würzburg. Eine so stark verankerte Marke wie „Allgäu“ sei ihm aber nicht bekannt. „Der Tourismus in Bayerisch-Schwaben ist eine Erfolgsgeschichte“, lobte auch Schwabens Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner in seinen Grußworten. Dr. Sabine Jarothe aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium, Abteilung Tourismus, ergänzte, Schwaben sei in manchen Projekten Vorreiter in Bayern, besonders bei den Themen Innovation und Digitalisierung.

„Wir sollten nicht von Over-Tourismus sprechen“

Dass das so ist, liegt vor allem an den Mitgliedern im Verband, ist MdL Klaus Holetschek, Vorsitzender des Tourismusverbands, überzeugt. Er bedankte sich für die Arbeit aller, die vielen Ideen und das Engagement. Auch in Zukunft gelte es an Qualität statt Quantität zu denken. „Wir sollten nicht von Over-Tourismus sprechen, sondern darüber nachdenken, wie wir mehr Qualität reinbringen“, so Holetschek.

69. Jahreshauptversammlung des Tourismusverbands im Center Parcs

„Staat ist an seinem Limit, was Bürokratie angeht“

Beschäftigen werde den Tourismus darüber hinaus auch der anhaltende Fachkräftemangel, fehlender bezahlbarer Wohnraum für diese und übermäßig viel Bürokratie. „Ich glaube, der Staat ist an seinem Limit, was Bürokratie angeht.“ Die Touristiker kämen bald in die Lage, keine Fördergelder mehr in Anspruch zu nehmen, weil der Aufwand zu groß und kompliziert ist. Er appellierte an die anwesenden Politiker, die Rahmenbedingungen hierfür zu vereinfachen. Holetschek nahm die Politik auch beim Thema Mobilität in die Verantwortung – genauso wie die Bahn. Diesel-Loks im Allgäu sollte es nicht mehr geben. „Ich hoffe, dass die Bahn noch einlenkt“, erklärte er.

Tourismus als „Pflichtaufgabe“

„Wir leben ein stückweit vom Tourismus hier in der Region“, fasste es der Vorstand nochmal zusammen. Daher sei es wichtig das Thema Tourismus als „Pflichtaufgabe“ zu verankern. Diesem müsse gerade bei der Budget-Vergabe mehr Priorität eingeräumt werden. „Investitionen in den Tourismus sind Investitionen in die Lebensqualität der Menschen vor Ort“, schloss Klaus Holetschek seine Ansprache ab.

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Marke Allgäu

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Dass das so ist, liegt vor allem an den Mitgliedern im Verband, ist MdL Klaus Holetschek, Vorsitzender des Tourismusverbands, überzeugt. Er bedankte sich für die Arbeit aller, die vielen Ideen und das Engagement. Auch in Zukunft gelte es an Qualität statt Quantität zu denken. „Wir sollten nicht von Over-Tourismus sprechen, sondern darüber nachdenken, wie wir mehr Qualität reinbringen“, so Holetschek.

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