Energiewende

Allgäuer Überlandwerk installiert fünf Batteriespeicher

Der AÜW Batterie-Großspeicher in Dietmannsried kurz vor der Inbetriebnahme. Foto: Allgäuer Überlandwerk
Stromerzeugung und Verbrauch passen zeitlich nicht immer zusammen. Das führt zu einem Ungleichgewicht im Stromnetz. Fünf Batteriegroßspeicher verbessern nun die Stabilität des Stromnetzes der AllgäuNetz.

Fast täglich gehen neue regenerative Erzeugungsanlagen ans Stromnetz. Heute werden im Allgäu gut 40 Prozent der benötigen Strommengen in der Region regenerativ erzeugt. Mit der Entwicklung einher geht die Dezentralisierung der Stromerzeugung. Bei allen Vorteilen kommen dadurch unweigerlich neue Herausforderungen auf die Stabilität der Stromnetze zu.

Standorte über die Region verteilt

„An sonnigen und windigen Tagen wird durch PV-Anlagen und Windräder viel Strom ins Netz eingespeist. Gibt es tagsüber nicht genug Stromverbraucher, kommt es zu einem Ungleichgewicht im Netz, das stetig ausgeglichen werden muss“, erläutert Stefan Nitschke, Pressesprecher AÜW die Ausgangslage. So entstand bei AÜW und dem Stromnetzbetreiber AllgäuNetz die Idee, an mehreren Stellen, insbesondere in unmittelbarer Nähe von Trafostationen und Umspannwerken, große Batteriespeicher zu installieren. Die Großbatterien sind an den Standorten Kempten, Ursulasried, Nesselwang, Rubi und Dietmannsried zum Jahresanfang erfolgreich in Betrieb gegangen.

Tochterunternehmen der AÜW entwickelt und steuert Anlage

„Die Hauptaufgabe der Batteriespeicher besteht darin, überschüssige Energie zwischen zu speichern und zeitversetzt wieder abzugeben. Das stützt die Netzstabilität“, so Nitschke weiter. Die Projektierung und Entwicklung der Steuerung des gesamten Batteriesystems erfolgte durch die egrid applications & consulting GmbH (egrid), einem Tochterunternehmen von AÜW. egrid hat sich auf die Planung, Beratung und Umsetzung von intelligenten Stromnetzen (Smart Grids) spezialisiert.

Keine staatliche Förderung für das Projekt

Installiert wurden insgesamt fünf Batterie-Großspeicher mit einer Leistung von 2,5 Megawatt auf Basis von Lithium-Ionen Batterien. Die Investition in Höhe von 1,65 Millionen Euro trägt das Allgäuer Überlandwerk, ohne Inanspruchnahme staatlicher Förderungen. Die Amortisationszeit der Investition liegt dabei unter acht Jahren. „Wir freuen uns sehr, mit diesem Projekt erneut Vorreiter auf dem deutschen Strommarkt zu sein und somit unserer Vision als ‚Motor der Energiewende‘ gerecht zu werden“, fasst Michael Lucke, Geschäftsführer AÜW zusammen.

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