Interview

Allgäu GmbH: „Regionalität wird immer wichtiger“

Vor allem zu Zeiten der Corona-Krise vertrauen Verbraucher regionalen Produkten. Ramona Riederer, bei der Allgäu GmbH zuständig für den Themenbereich Regionale Produkte und Direktvermarktung, verrät im Interview, mit welchen Konzepten das Allgäu überzeugen möchte.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Frau Riederer, Sie betreuen das Thema Regionale Produkte/ Direktvermarktung bei der Allgäu GmbH. Wer kauft eigentlich am liebsten regional?

Ramona Riederer: Die Frage ist eher: Wer kauft heute nicht am liebsten regional? Der Besuch am Wochenmarkt, die Eier aus dem Verkaufshäuschen am Straßenrand oder der Sonntagsbraten vom Metzger im Ort: Das alles sind Momente, die vom Verbraucher wieder gesucht werden. Der regionale Einkauf mit der Nähe zum Produzenten oder Weiterverarbeiter ist heutzutage wieder ein Erlebnis.

Wie hat sich das Thema Regionale Produkte in Zeiten der Corona-Pandemie entwickelt? Gab es neue Ansätze?

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Beim Verbraucher wurde Regionalität bereits vor der Corona-Pandemie immer wichtiger. Aber gerade während der Pandemie kamen noch wichtige Aspekte wie beispielsweise kontaktloses Einkaufen, regionale Nahversorgung und auch eine Rückbesinnung auf das Wesentliche dazu. Hof- oder Dorfläden, Milchautomaten und kleine weiterverarbeitende Betriebe vor Ort sind gerade jetzt – aber auch zukünftig – wichtige Angebote für den Verbraucher. Wir als Allgäu GmbH haben eine Online-Übersicht über regionale Automaten gestaltet, die gerade während der Pandemie sehr stark nachgefragt wurde.

Regionale Produkte auf Knopfdruck – Manche Konzepte wie ein Milchautomat sind für den Nutzer neu. Gibt es seitens der Verbraucher Berührungsängste?

Ja, Berührungsängste gibt es, sie werden aber immer weniger. Wir haben zum Beispiel ein kleines Online-Tutorial erstellt, wie man einen solchen Milchautomat zum selbst zapfen benutzt. Aber auch vor Ort gibt es findige und kreative Anleitungen – und wer seine Milch einmal selbst gezapft hat, kennt den Vorgang und hat später kein Problem mehr damit.

Wie helfen Sie den Betrieben, auf sich aufmerksam zu machen?

Wir haben verschiedene Angebote, den Direktvermarktern unter die Arme zu greifen. Wir organisieren gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten die sogenannten „Allgäuer Direktvermarkterwochen“, eine Seminarreihe für Landwirte und Direktvermarkter. Auch arbeiten wir mit verschiedenen Kampagnen, welche Endverbraucher, aber auch Betriebe ansprechen und inspirieren möchten. Zusätzlich erarbeiten wir verschiedene Tutorials, die man sich online herunterladen kann, zum Beispiel zum Thema Smarte Food Fotografie.

Was steckt hinter der Smarten Food Fotografie und was braucht man, um regionale Produkte richtig in Szene zu setzen?

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Bei unseren Angeboten sind uns Themen wichtig, die einerseits Zukunft immer wichtiger werden aber andererseits auch leicht und praktikabel umsetzbar sind. Neben den Sozialen Medien, dem Thema Verpackungsdesign oder auch der Vermittlung von Trends ist natürlich auch das richtige „in Szene setzen“ der Produkte wichtig. Egal ob für Facebook, für die Homepage oder dem Hofladen-Flyer: Gute Produkte verdienen gute Fotos. Dabei reichen oftmals schon das eigene Handy und ein paar kleine Tricks, um beispielsweise Milch und Eier in ein anderes Licht zu rücken. Mit unserem Tutorial möchten wir hier ein paar Denkanstöße geben. Im Fokus stehen hierbei zum Beispiel die richtige Bildsprache, der Einsatz der Schärfentiefe, die perfekte Perspektive und das Licht.

Welcher Direktvermarkter aus dem Allgäu hat Sie persönlich besonders mit seiner Idee überrascht?

Ich bin immer wieder überrascht, welche tollen und kreativen Ideen es im Allgäu gibt. Es macht Spaß mit so findigen Köpfen zusammen arbeiten zu dürfen – vom „Forell O mat“ über das Selberpflücken beim Gemüsebauer, vom Allgäuer Weideschwein hin zur mobilen Saftmoschte. Auch beeindrucken mich die Hühnermobile und die Milchautomaten im Allgäu, die mittlerweile keine Seltenheit mehr sind.

Auch eine etwas unkonventionelle Idee aus der Nähe von Stötten am Auerberg, im Ostallgäu, hat mich sehr beeindruckt: Dort gibt es einen Bio-Betrieb, der sich dem from-nose-to-tail-Ansatz verschrieben hat, also der ganzheitlichen Verwertung ihrer Rinder. Und das wird auch so umgesetzt: Es gibt Hundefutter aus Pansen und Co. direkt zu beziehen. Das finde ich kreativ, mutig und originell.

Welches regionale Produkt steht prototypisch für Ihre Region?

Das Allgäu ist natürlich bekannt für seine Milch und seinen Käse – wie beispielsweise den Allgäuer Bergkäse. Nicht umsonst gibt es gleich vier Allgäuer Käsesorten, die von der EU mit dem Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung“ gesichert sind. Das sind so viele, wie in keiner anderen Region in Deutschland. Aber das Allgäu hat natürlich auch noch viel mehr zu bieten. Der Vielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt.

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Ramona Riederer: Die Frage ist eher: Wer kauft heute nicht am liebsten regional? Der Besuch am Wochenmarkt, die Eier aus dem Verkaufshäuschen am Straßenrand oder der Sonntagsbraten vom Metzger im Ort: Das alles sind Momente, die vom Verbraucher wieder gesucht werden. Der regionale Einkauf mit der Nähe zum Produzenten oder Weiterverarbeiter ist heutzutage wieder ein Erlebnis.

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Regionale Produkte auf Knopfdruck – Manche Konzepte wie ein Milchautomat sind für den Nutzer neu. Gibt es seitens der Verbraucher Berührungsängste?

Ja, Berührungsängste gibt es, sie werden aber immer weniger. Wir haben zum Beispiel ein kleines Online-Tutorial erstellt, wie man einen solchen Milchautomat zum selbst zapfen benutzt. Aber auch vor Ort gibt es findige und kreative Anleitungen – und wer seine Milch einmal selbst gezapft hat, kennt den Vorgang und hat später kein Problem mehr damit.

Wie helfen Sie den Betrieben, auf sich aufmerksam zu machen?

Wir haben verschiedene Angebote, den Direktvermarktern unter die Arme zu greifen. Wir organisieren gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten die sogenannten „Allgäuer Direktvermarkterwochen“, eine Seminarreihe für Landwirte und Direktvermarkter. Auch arbeiten wir mit verschiedenen Kampagnen, welche Endverbraucher, aber auch Betriebe ansprechen und inspirieren möchten. Zusätzlich erarbeiten wir verschiedene Tutorials, die man sich online herunterladen kann, zum Beispiel zum Thema Smarte Food Fotografie.

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Welcher Direktvermarkter aus dem Allgäu hat Sie persönlich besonders mit seiner Idee überrascht?

Ich bin immer wieder überrascht, welche tollen und kreativen Ideen es im Allgäu gibt. Es macht Spaß mit so findigen Köpfen zusammen arbeiten zu dürfen – vom „Forell O mat“ über das Selberpflücken beim Gemüsebauer, vom Allgäuer Weideschwein hin zur mobilen Saftmoschte. Auch beeindrucken mich die Hühnermobile und die Milchautomaten im Allgäu, die mittlerweile keine Seltenheit mehr sind.

Auch eine etwas unkonventionelle Idee aus der Nähe von Stötten am Auerberg, im Ostallgäu, hat mich sehr beeindruckt: Dort gibt es einen Bio-Betrieb, der sich dem from-nose-to-tail-Ansatz verschrieben hat, also der ganzheitlichen Verwertung ihrer Rinder. Und das wird auch so umgesetzt: Es gibt Hundefutter aus Pansen und Co. direkt zu beziehen. Das finde ich kreativ, mutig und originell.

Welches regionale Produkt steht prototypisch für Ihre Region?

Das Allgäu ist natürlich bekannt für seine Milch und seinen Käse – wie beispielsweise den Allgäuer Bergkäse. Nicht umsonst gibt es gleich vier Allgäuer Käsesorten, die von der EU mit dem Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung“ gesichert sind. Das sind so viele, wie in keiner anderen Region in Deutschland. Aber das Allgäu hat natürlich auch noch viel mehr zu bieten. Der Vielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt.

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