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Thomas Schnaubelt: „Kunden sind nur vermeintlich besser informiert"
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Digitalisierte Versicherungsbranche

Thomas Schnaubelt: „Kunden sind nur vermeintlich besser informiert"

 Thomas Schnaubelt führt seine eigene Allianz Generalvertretung in Kaufbeuren. Foto: Thomas Schnaubelt

Die Versicherungsbranche befindet sich in einem regen Wandel. Welche Herausforderungen das bringt, erklärt Thomas Schnaubelt aus Kaufbeuren im Interview mit der Redaktion. Er ist seit 30 Jahren für die Allianz SE tätig.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Schnaubelt, auf welche persönlichen Meilensteine blicken Sie nach 30 Jahren bei der Allianz zurück?

Thomas Schnaubelt: Zunächst absolvierte ich meine Grundausbildung zum Versicherungsfachmann. Im Anschluss war ich knapp zwei Jahre als Bezirksinspektor für die fachliche Betreuung von rund 30 Nebenberufsagenturen und zwei Genossenschaftsbanken verantwortlich. Im September 1989 wagte ich dann den Schritt in die Selbstständigkeit und bin seither mit meiner Agentur in Kaufbeuren ansässig. Berufsbegleitend durchlief ich die Ausbildung zum Versicherungskaufmann und qualifizierte mich 2002 zum Fachwirt für Finanzberatung.

Wie hat sich die Versicherungsbranche in den vergangenen drei Jahrzehnten gewandelt?

Durch die immer komplexeren und individuellen Produkte wurde das Tarifbuch durch den Laptop abgelöst. Seit der Deregulierung des Versicherungsmarkts im Jahre 1994 sollte für den Kunden mehr Transparenz geschaffen werden. Aber in meinen Augen ist genau das Gegenteil eingetreten. Daher ist es richtig und wichtig, dass die Beratung des Kunden dokumentiert wird, zum Schutze beider Seiten.

Welche Veränderungen stehen noch bevor?

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Der Markt und die Produkte werden sich immer schneller wandeln. Produkte im Baukastensystem lösen starre Versicherungs-Lösungen zunehmend ab und geben dem Kunden die Möglichkeit, seine Verträge zu individualisieren. Kunden haben heute unzählige Wege, sich zu informieren und über Internetplattformen Tarifvergleiche einzuholen. Hier gilt es, durch die eigene Präsenz in den digitalen Welten dabei zu sein und den Kunden von Morgen dort abzuholen, wo er sich informiert. Nur so wird er den Abschluss dann letztendlich nicht im Netz, sondern in der Agentur vor Ort tätigen.

Wie wirkt sich die Digitalisierung sonst noch auf Ihre Branche aus?

Das große Risiko ist, dass gerade die jungen Kunden durch die Informationsflut im Netz handlungsunfähig werden und nicht mehr entscheiden können, welche Absicherung nun wirklich wichtig ist. In den Internetforen gibt es zu jedem Thema umfangreiche Informationen, ob diese aber fundiert sind, ist fraglich und für den Verbraucher nicht erkennbar. Ich bin daher überzeugt, dass die Digitalisierung dazu beiträgt, dass Kunden vermeintlich deutlich besser informiert sind als früher. Zum Großteil entscheiden sie sich aber beim Vertragsabschluss für einen Berater vor Ort. Das persönliche Gespräch, die Vor-Ort-Erreichbarkeit und Faktoren wie Sympathie und Vertrauen wird das Internet hoffentlich nie ersetzten können.

Wie begegnen Sie diesen Neuerungen?

Man muss sich der Entwicklung und den Veränderungen stellen. Ständige Fort- und Weiterbildung, Qualifizierung und Spezialisierung werden die Zukunft unserer Branche bestimmen. Ob man nun aber wirklich jedem neuen Trend folgen muss stelle ich infrage. Ich denke, es muss jeder Berater für sich entscheiden, was zu ihm und seinen Kunden passt. Da gibt es sicherlich auch regionale Unterschiede. Die Art der Beratung hängt außerdem von der Altersstruktur der Kundenbestände ab. Eins ist allerdings sicher: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.