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Harte Zeiten für angehende Gymnasiallehrer
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Bayerischer Philologenverband

Harte Zeiten für angehende Gymnasiallehrer

Abgehende Referendare für Gymnasien haben es zur Zeit nicht leicht auf dem Arbeitsmarkt. Foto: Günter Havlena / pixelio.de

Auch im neuen Schuljahr warten harte Zeiten auf angehende Gymnasiallehrer. Denn trotz der neuen Einstellungswelle an den deutschen Schulen sieht ist die Lage an den Gymnasien immer noch unbefriedigend. Viele Referendare stehen ohne Job da.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Nach einem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung sollen in Deutschland zum neuen Schuljahr viele neue Stellen für Lehrer geschaffen werden. An Grund- und Mittelschulen sollen über 2.250 Stellen errichtet werden, in Förderzentren rund 470, an Realschulen knapp 230 und an Berufs- und Wirtschaftsschulen circa 200. Zwar werden auch an Gymnasien 500 neue Stellen frei, dennoch werden weniger als die Hälfte der ausgebildeten Referendare eine Stelle finden. In Mittel- und Förderschulen besteht bei der Einstellungsquote beinahe eine Vollbeschäftigung, an den Grundschulen immer eine Beschäftigungsquote von 75 Prozent. „Der politisch gewollte Erhalt auch noch kleinster Schulstandorte bei den Grundschulen geht auf Kosten der weiterführenden Schularten Gymnasium, Realschule und Berufliche Oberschulen!“, erklärte der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv) Max Schmidt.

Klassen an Gymnasien immer noch zu groß

Dabei besteht zwischen den Schularten eine eklatante Diskrepanz, was die Zahl zu großer Klassen anbelangt: Im Schuljahr 2012/13, dem letzten, für das entsprechende Zahlen vorliegen, gab es an staatlichen Schulen in Bayern an den 2.266 Grundschulen keine einzige Klasse mit über 30 Schülerinnen und Schülern, an den 926 Mittelschulen/Hauptschulen waren es nur 14. Ganz anders die Situation hingegen bei den 313 staatlichen Gymnasien: Hier sind es 841 Klassen. „In diesem Schuljahr dürften die Zahlen nur unwesentlich anders gewesen sein. Wir könnten die Nachwuchslehrkräfte also für die Abdeckung der regulären Unterrichtsversorgung – gar nicht zu reden von neuen Aufgaben wie Inklusion oder Ganztag – gut brauchen, um kleinere Klassen zu ermöglichen, zum Wohle der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Lehrkräfte, deren Belastung durch Unterricht in großen Klassen natürlich vergleichsweise hoch ist!“, stellte der bpv-Chef fest.

Nachwuchslehrkräften droht Arbeitslosigkeit

Die Vorsitzende der Referendar- und Jungphilologenvertretung (rjv) im bpv, Lisa Fuchs, stellte fest: „Wir wären sehr froh über solche Einstellungszahlen wie an den Grund-, Mittel- und Förderschulen! Diesen Sommer wird es neben den freien Bewerbern rund 1.000 Nachwuchslehrkräfte geben, die an den Gymnasien mit ihrer Ausbildung fertig werden. Mehr als die Hälfte von ihnen wird keine Planstelle erhalten. Zusätzlich hoffen rund 1.500 Wartelistenbewerber auf eine Stelle beim Freistaat Bayern, aber mit noch geringeren Chancen: höchstens 15 Prozent von ihnen werden Erfolg haben. Vielen droht somit der Gang zur Arbeitsagentur.

Bestimmte Fächerkombinationen haben kaum Chancen

Da die Einstellungschancen stark von den Fächerkombinationen abhängig sind, wird es auch wieder Absolventinnen und Absolventen im Spitzenbereich treffen. Während die Situation im MINT-Bereich und für Bewerberinnen und Bewerber mit Evangelischer Religionslehre, Kunst und Musik vergleichsweise gut ist, ist sie mit Deutsch und modernen Fremdsprachen in Kombination etwa mit Geschichte oder Geographie äußerst schlecht. Für die besten Bewerberinnen und Bewerber muss deshalb ein ausreichend breiter Einstellungskorridor eingerichtet werden, damit wenigstens sie eine Chance haben! Es kann ja nicht sein, dass selbst Referendarinnen und Referendare mit Spitzennoten keine Anstellung erhalten und nach ihrer Ausbildung arbeitslos sind und von Hartz IV leben müssen!“

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