ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e.V.

vbw Index: 2,2 Prozent Wirtschaftswachstum für Bayern

Ende Juni läuft das KfW-Förderprogramm für Existenzgründer aus. Foto: Dieter Schütz  / pixelio.de

Der halbjährlich erscheinende vbw Index prognostiziert eine leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im nächsten halben Jahr. Allerdings weist Alfred Gaffal, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., auf erhebliche Risiken hin.

Die konjunkturelle Erholung der bayerischen Wirtschaft hat sich im Winter 2013 und Frühjahr 2014 fortgesetzt. Allerdings ist die positive Entwicklung durch zahlreiche Risiken gefährdet. Das zeigen die Ergebnisse des vbw Index. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) veröffentlicht diesen Index halbjährlich.

Die wirtschaftliche Lage verbessert sich leicht

Gegenüber dem Herbst 2013 konnte der Index im Frühjahr 2014 um 17 Punkte zulegen und steht nun bei 133 Punkten. Alfred Gaffal, Präsident der vbw, erklärt dazu:  „Die Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft und die realen Konjunkturdaten stimmen zuversichtlich. Die entscheidenden Impulse werden von der Inlandsnachfrage kommen. Die Entwicklung in den Schwellenländern und die derzeitige Wirtschaftspolitik der Bundesregierung bremsen den positiven Trend jedoch. Es bestehen erhebliche Wachstums-, Konjunktur- und Beschäftigungsrisiken.“ Für das Jahr 2014 prognostiziert die vbw ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent in Deutschland. In Bayern steigt das Wirtschaftswachstum laut vbw um 2,2 Prozent. 

Im nächsten halben Jahr könnte es aufwärts gehen

Der Lageindex Wachstum verbesserte sich um 16 Punkte auf 142. Der Prognoseindex Wachstum stieg von 123 auf 140 Punkte. „Die Zahlen zeigen, dass es im nächsten Halbjahr aufwärts gehen kann. Dafür müssen aber die Rahmenbedingungen stimmen“, so Gaffal. Mit 121 Punkten liegt der Lageindex Beschäftigung auf einem niedrigeren Niveau. Doch auch er ist um 13 Punkte gestiegen. „Darin spiegelt sich die Vorsicht der Unternehmen wider“, erklärte der vbw Präsident. Doch die Prognosen für die Beschäftigung stehen gut. Mit einem Plus von 23 Punkten liegt der Prognoseindex Beschäftigung bei 127. Dieser Wert ist seit dem Herbst 2013 am stärksten gestiegen.

China und die Ukraine als Risikofaktoren

Der Aufschwung sei jedoch kein Selbstläufer, mahnte Gaffal. Besonders von den Schwellenländern droht laut vbw Unsicherheit. Gaffal berichtet: „In China müssen wir uns dauerhaft auf niedrigere Wachstumsraten einstellen. Zudem ist die Entwicklung in der Ukraine ein großer Risikofaktor.“

Die vbw bewertet die Wirtschaftspolitik der großen Koalition kritisch

Auch aus dem Innland droht Gegenwind: „Die Wirtschaftspolitik der großen Koalition bereitet uns große Sorge. Vieles von dem, was uns in den vergangenen Jahren wirtschaftlichen Erfolg beschert hat, wird zurückgedreht. Zukünftige Wachstumspotenziale werden reduziert, künftige Generationen belastet“, kritisierte Gaffal. Vor allem die hohen Arbeits- und Energiekosten gefährden nach Ansicht der vbw die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Auch den Mindestlohn, die Rente mit 63 sowie unzureichende Reformen in der Kranken- und Pflegereform sieht die vbw kritisch, was die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands anbelangt. Zur Steuerpolitik erklärt Gaffal: „Zwar hat sich die Bundesregierung bisher an ihr Versprechen gehalten, keine Steuern zu erhöhen. Aber sie hält an der heimlichen Steuerer-höhung fest, die sich durch die kalte Progression ergibt.“

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Die konjunkturelle Erholung der bayerischen Wirtschaft hat sich im Winter 2013 und Frühjahr 2014 fortgesetzt. Allerdings ist die positive Entwicklung durch zahlreiche Risiken gefährdet. Das zeigen die Ergebnisse des vbw Index. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) veröffentlicht diesen Index halbjährlich.

Die wirtschaftliche Lage verbessert sich leicht

Gegenüber dem Herbst 2013 konnte der Index im Frühjahr 2014 um 17 Punkte zulegen und steht nun bei 133 Punkten. Alfred Gaffal, Präsident der vbw, erklärt dazu:  „Die Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft und die realen Konjunkturdaten stimmen zuversichtlich. Die entscheidenden Impulse werden von der Inlandsnachfrage kommen. Die Entwicklung in den Schwellenländern und die derzeitige Wirtschaftspolitik der Bundesregierung bremsen den positiven Trend jedoch. Es bestehen erhebliche Wachstums-, Konjunktur- und Beschäftigungsrisiken.“ Für das Jahr 2014 prognostiziert die vbw ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent in Deutschland. In Bayern steigt das Wirtschaftswachstum laut vbw um 2,2 Prozent. 

Im nächsten halben Jahr könnte es aufwärts gehen

Der Lageindex Wachstum verbesserte sich um 16 Punkte auf 142. Der Prognoseindex Wachstum stieg von 123 auf 140 Punkte. „Die Zahlen zeigen, dass es im nächsten Halbjahr aufwärts gehen kann. Dafür müssen aber die Rahmenbedingungen stimmen“, so Gaffal. Mit 121 Punkten liegt der Lageindex Beschäftigung auf einem niedrigeren Niveau. Doch auch er ist um 13 Punkte gestiegen. „Darin spiegelt sich die Vorsicht der Unternehmen wider“, erklärte der vbw Präsident. Doch die Prognosen für die Beschäftigung stehen gut. Mit einem Plus von 23 Punkten liegt der Prognoseindex Beschäftigung bei 127. Dieser Wert ist seit dem Herbst 2013 am stärksten gestiegen.

China und die Ukraine als Risikofaktoren

Der Aufschwung sei jedoch kein Selbstläufer, mahnte Gaffal. Besonders von den Schwellenländern droht laut vbw Unsicherheit. Gaffal berichtet: „In China müssen wir uns dauerhaft auf niedrigere Wachstumsraten einstellen. Zudem ist die Entwicklung in der Ukraine ein großer Risikofaktor.“

Die vbw bewertet die Wirtschaftspolitik der großen Koalition kritisch

Auch aus dem Innland droht Gegenwind: „Die Wirtschaftspolitik der großen Koalition bereitet uns große Sorge. Vieles von dem, was uns in den vergangenen Jahren wirtschaftlichen Erfolg beschert hat, wird zurückgedreht. Zukünftige Wachstumspotenziale werden reduziert, künftige Generationen belastet“, kritisierte Gaffal. Vor allem die hohen Arbeits- und Energiekosten gefährden nach Ansicht der vbw die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Auch den Mindestlohn, die Rente mit 63 sowie unzureichende Reformen in der Kranken- und Pflegereform sieht die vbw kritisch, was die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands anbelangt. Zur Steuerpolitik erklärt Gaffal: „Zwar hat sich die Bundesregierung bisher an ihr Versprechen gehalten, keine Steuern zu erhöhen. Aber sie hält an der heimlichen Steuerer-höhung fest, die sich durch die kalte Progression ergibt.“

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