Unternehmertreff Digitalisierung

Startups und Mittelständler zu Gast bei Holzbau Aumann

Auf der Veranstaltung am 26. Februar. Foto: Regionalmarketing Günzburg GbR - Wirtschaft und Tourismus
Digitalisierungs-Chancen für Gründer und etablierte Mittelständler: Darum ging es am 26. Februar bei Holzbau Aumann in Ziemetshausen. Eingeladen hatten Regionalmarketing Günzburg GbR, Allgäu GmbH und Wirtschaftsförderung Landkreis Neu-Ulm gemeinsam mit dem Digitalen Zentrum Schwaben.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben und Wachstum zu erzielen, sind Innovationen in Unternehmen unverzichtbar. Das gilt insbesondere für den IT-Bereich. MdL Dr. Hans Reichhart appellierte an die Unternehmen, sich rechtzeitig auf Digitalisierung einzustellen. Man wolle das Innovations-Ökosystem ausbauen: So beschreibt Andrea Henkel, Leiterin Netzwerkmanagement beim Digitalen Zentrum Schwaben, die Ziele ihrer Fördermaßnahmen. Ein wichtiger Baustein dabei ist es, die Gründerkultur zu stärken und digitale Startups mit etablierten Unternehmen zu vernetzen.

Digitalisierung bringt vielen Unternehmen mehr Effizienz

Als Konsens gilt inzwischen: Die Digitalisierung bietet quer über alle Branchen und Betriebsgrößen erhebliche Potenziale. Diese reichen von Effizienz-Steigerungen im Bereich Dokumenten-Management, Anlagen-Überwachung, Energie-Management und Zeit-Erfassung über Produktions- und Verpackungsprozesse  sowie die komplette Automatisierung der Auftrags-Abwicklung bis hin zu Maschinen-Demonstrationen und Bedienungs- und Wartungsschulungen via virtual reality. Die vorgestellten Praxisbeispiele verdeutlichten dies anschaulich.

Jedes Unternehmen muss sich dem digitalen Wandel stellen

Ebenso groß wie die Chancen sind jedoch auch die Herausforderungen. Ein wesentliches Thema ist die Bildung und Weiterbildung. Häufig mangelt es in Unternehmen an Kompetenz. „Entscheidend ist in jedem Falle, einen Verantwortlichen im Unternehmen für die Digitalisierungs-Themen zu benennen und diesen auch mit entsprechendem Budget auszustatten“, so Christian Dosch von Allgäu Digital.

Kai Thomas, XCYDE GmbH, Leipheim nannte als größte Herausforderung, geeignetes Personal zu finden. Er stehe zum Standort Günzburg, der für ihn alles böte, in der Personalgewinnung aber täte er sich schwer: „Wir haben derzeit zwölf Mitarbeiter und acht offene Stellen. Unsere uni-nahen Zweigstellen in Augsburg und München helfen uns, Personal zu finden, verstärkt gehen wir nun aber auch auf kleinere Unis wie zum Beispiel Kempten zu.“

Dr. Jochen Böck, boeck GmbH, Leipheim bestätigte: „Wir brauchen keine Mitarbeiter ‚von der Stange‘, sondern technologieaffine Leute, die Lust an sowas haben.“ Für kleine Unternehmen ist es aus seiner Sicht ein Plus, Technologie zu bieten, denn, so Böck: „Auch wenn die Produkte eher nüchtern sind, die Technologie dahinter ist sexy.“

Digitalisierung: Was hilft Gründern und Mittelständlern weiter?

Existenzgründer und etablierte Mittelständler werden auf ihrem Digitalisierungs-Weg unterstützt. Eine wichtige Anlaufstelle ist das Digitale Zentrum Schwaben. Innovations- und Technologie-Förderung, Weiterbildung, Kooperations-Management und Vernetzung sowie Technologie-Marketing sind hier die Schwerpunkte. Finanzielle Unterstützung bietet beispielsweise der Digitalbonus Bayern.

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