Fehlender Fachkräftenachwuchs

So will die Politik Jugendliche in Berufsausbildung bringen

Der Landtagsabgeordnete Dr. Hans Reichhart. Foto: Rolf Poss
Vor wenigen Tagen starteten zahlreiche Jugendliche in Bayern in ihre Berufsausbildung. Dennoch bleiben voraussichtlich weit über 15.000 Stellen unbesetzt, so die beiden heimischen Landtagsabgeordneten Alfred Sauter und Dr. Hans Reichhart. Dem wollen die beiden Politiker aktiv entgegentreten.

„Die Suche nach geeigneten Auszubildenden wird für kleine und mittelständische Betriebe in Bayern zusehends schwieriger“, so Alfred Sauter und Dr. Hans Reichhart. „Wir möchten daher ein klares Signal für den hohen Stellenwert der beruflichen Bildung auf Augenhöhe mit der akademischen Ausbildung setzen. Bayern ist und bleibt Anwalt für gleichwertige Bildungsabschlüsse. Nur mit bester Qualifikation auf allen beruflichen Ebenen kann die Erfolgsgeschichte Bayerns in Zukunft fortgeschrieben werden“, so die Abgeordneten weiter. 

Projekt „Elternstolz“ soll Jugendliche für Berufsausbildung begeistern

„Bei derzeit noch rund 19.000 Jugendlichen ohne Ausbildungsvertrag und noch rund 35.000 offenen Stellen wird das Ausmaß deutlich“, so Sauter. Für ihn und seinen Landtagskollegen Dr. Reichhart nehmen die Eltern der Jugendlichen eine wichtige Rolle bei der Wahl einer geeigneten Ausbildung ein. „Wie wir Eltern noch gezielter in die Ausbildung ihrer Kinder miteinbeziehen können, haben wir in der CSU-Fraktion bereits vor zwei Jahren im Rahmen unserer Fachtagung ‚Wie finden wir die Fachkräfte für morgen?‘ diskutiert“, so Alfred Sauter. „Daher freuen wir uns, dass unser Projekt ‚Elternstolz‘ so gut angenommen wird, mit dem wir genau diesen Ansatz verfolgen“, so Sauter weiter. Laut einer aktuellen Umfrage bevorzugten 64 Prozent der Befragten eine Ausbildung, nachdem sie von „Elternstolz“ aufgeklärt wurden.

„Wir machen die duale Ausbildung und Weiterbildung fit für die Digitalisierung“

Jugendliche sollten dabei natürlich selbst entscheiden dürfen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen. „Leider wird oft verkannt, dass die beruflichen Aussichten mit einer Berufsausbildung häufig besser als mit abgeschlossenem Studium sind“, so Dr. Reichhart. Deshalb setzten sich Sauter und Dr. Reichhart seit langem für eine Stärkung der dualen Berufsausbildung ein. Die beiden Abgeordneten begrüßen daher auch den „Pakt für Berufliche Bildung“. „Kein Talent darf verloren gehen. Mit dieser Vereinbarung machen wir die duale Ausbildung und Weiterbildung fit für die Digitalisierung. Denn der Pakt setzt einen entscheidenden Schwerpunkt auf das Megathema Digitalisierung“, freut sich Alfred Sauter.

Finanzielle Unterstützung für Berufliche Bildung

Fundament des „Pakts für Berufliche Bildung“ sind erhebliche finanzielle Mittel. So werden unter anderem der Meisterbonus aufgestockt und Bildungseinrichtungen der Wirtschaft erneuert. Allein in diese beiden Initiativen werden im kommenden Jahr 27 Millionen Euro investiert. Weiterhin wird die Unterrichtsversorgung an den beruflichen Schulen ausgebaut. Im bundesweiten Bildungsmonitor belegt Bayern unter anderem bei der beruflichen Bildung den 1. Platz. „Umso erfreulicher ist es, dass im Jahr 2015 mehr als 91 Prozent der Azubis ihre Lehre erfolgreich absolviert haben und der bayerischen Wirtschaft damit als bestens ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen“, so Alfred Sauter abschließend.

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