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Interview zur Macht der Notenbanken: „Wir leben in turbulenten Zeiten“
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Kapital-Forum Schwaben/Allgäu e.V.

Interview zur Macht der Notenbanken: „Wir leben in turbulenten Zeiten“

Prof. Dr. Engelbert Dockner. Foto. B4B SCHWABEN

Am 12. Oktober 2015 organisierte das Kapitalforum Schwaben-Allgäu mit Sitz in Krumbach einen Informationsabend mit rund 150 Gästen in Augsburg. B4B SCHWABEN sprach mit Prof. Dr. Engelbert Dockner im Rahmen der Veranstaltung darüber, welche Macht Notenbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve Bank (FED) auf die Wirtschaftspolitik haben und worauf sich Anleger zukünftig einstellten müssen.

Das Kapitalforum Schwaben-Allgäu mit Sitz in Krumbach fördert die Bildung im finanzwirtschaftlichen Bereich. Ein Ziel ist es, den Bürgern Antworten auf Fragen rund ums Thema Geld zu geben. Am 12. Oktober 2015 fand hierzu eine Veranstaltung im Annahof in Augsburg statt. Rund 150 Gäste nahmen daran teil. Einer der Referenten war Prof. Dr. Engelbert Dockner, Universitätsprofessor für Finanzwirtschaft an der WU Wirtschaftsuniversität Wien. Mit B4B SCHWABEN sprach Prof. Dr. Dockner über die Macht der Notenbanken und die Zukunft der Geldpolitik in Europa und den USA.

B4B SCHWABEN: Prof. Dockner, welche Macht haben die Notenbanken?

Prof. Dr. Engelbert Dockner: Die EZB und die FED sind wichtige wirtschaftspolitische Entscheidungsträger. Sie bestimmen die Geldpolitik. Moderne Gesetze sorgen dafür, dass die Notenbanken unabhängig von den jeweiligen Regierungen sind. Damit bilden die Notenbanken einen Gegenpol zur Fiskalpolitik. Die Geldpolitik betrifft uns alle, jeden einzelnen von uns. Somit haben die Notenbanken sogar sehr viel Macht.

B4B SCHWABEN: Worin unterscheiden sich die Strukturen und Ziele von EZB und FED?

Prof. Dr. Engelbert Dockner: Das Korsett der EZB ist enger geschnürt. Die Ziele und Aufgaben weichen zum Teil von denen der FED ab. Das Hauptziel der EZB ist es, die Geldwertstabilität innerhalb der europäischen Union zu stärken. Dazu gehört es auch, die Inflation bei rund 2 Prozent zu halten.

Die Geldwertstabilität ist zwar eine wichtige Aufgabe der FED. Allerdings hat sie auch eine florierende Wirtschaft als Ziel. Zusätzlich ist speziell die FED in New York für die Durchführung der Offenmarktgeschäfte, also für die Steuerung der Geld- und Kreditmenge in den USA verantwortlich.

B4B SCHWABEN: Welchen Einfluss hat die Politik auf die Notenbanken?

Prof. Dr. Engelbert Dockner: Außer indirekten Einfluss über die Wechselwirkungen des Wirtschaftssystems keinen. Diese Unabhängigkeit der Notenbanken ist auch sehr wichtig. Ansonsten besteht der Anreiz für die Politik, die Staatsschulden über die Notenbank zu finanzieren.

B4B SCHWABEN: Welchen Ausblick können Sie uns für die kommenden Monate geben?

Prof. Dr. Engelbert Dockner: Wir leben in turbulenten Zeiten. In Europa wird es wohl bei einer Fortführung der Null-Zins-Politik bleiben. In den USA hingegen ist das Wirtschaftswachstum derzeit deutlich besser als in Europa. Der Leitzins wird hier angehoben werden. Dieser Schritt wurde eigentlich bereits im September erwartet. Das wird weltweit einen enormen Kapitalfluss in die USA auslösen.

B4B SCHWABEN: Welche Konsequenzen hat die Geldpolitik für die Anleger?

Prof. Dr. Engelbert Dockner: Verzinsliche Anlagen sind derzeit weniger ratsam, da diese größtenteils unter Berücksichtigung der Inflationsrate negative Erträge liefern. Breit gestreute Aktieninvestments können im Gegensatz dazu eine reale Dividendenrendite von circa drei Prozent bieten

B4B SCHWABEN: Vielen Dank für das freundliche Gespräch!

Das Interview führte Rebecca Weingarten

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