Auszeichnung

Bezirkskrankenhaus Günzburg erhält Forschungspreis

Für ihre Studie wurde die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm kürzlich mit dem 11. Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie 2018 ausgezeichnet.

Der Forschungspreis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 3500 Euro dotiert. Dem Erhalt der Auszeichnung war die Veröffentlichung der Projekt-Ergebnisse in der britischen Fachzeitschrift „Journal of Child Psychology and Psychiatry“ vorausgegangen. Der Aufsatz beschreibt Verlauf und Ergebnisse des kooperativen Projekts „In Würde zu sich stehen“. Das Programm leistet Jugendlichen Hilfestellungen bei der Bewältigung ihrer Erkrankung und der oft damit einhergehenden Stigmatisierung. Neben dem BKH Günzburg waren die Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Ulm, Augsburg und Ravensburg-Weissenau sowie eine Praxis in Ulm und internationale Partner an ihm beteiligt.

Warum das Projekt ins Leben gerufen wurde

Weil psychische Erkrankungen oftmals nicht an äußeren Merkmalen ablesbar sind, fällt den Patienten das Kommunizieren über ihre jeweiligen Krankheitsbild schwer. Doch das Verschweigen von psychischen Beeinträchtigungen kann den ohnehin belastenden Zustand weiter verschlechtern. Das in den  USA entwickelte Gruppenprogramm „In Würde zu sich stehen“ setzt hier an. Am BKH Günzburg wurde das Modell nun für Jugendliche mit psychischen Erkrankungen adaptiert.

Die Rahmenbedingungen der Studie

Unter der Leitung von Professor Dr. Nicolas Rüsch wurde das Gruppenprogramm bei der zufälligen Auswahl von 98 Teilnehmern bewertet. Die Jugendlichen nahmen dabei zusätzlich zu der laufenden kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlung an dem Gruppenprogramm teil. Neben Psychologen wurden die Gruppen auch von jungen Erwachsenen, die selbst eine psychische Erkrankung überwunden hatten, geleitet.

Das sind die Ergebnisse der Studie

In der Studie konnten signifikant positive Effekte des Gruppenprogramms nachgewiesen werden. Zum einen sank bei den Teilnehmern die Belastung durch Stigma-Stress. Zum anderen verbesserten sich bei ihnen damit die Lebensqualität. Depressive Symptome nahmen ab und die Bereitschaft, bei Bedarf Hilfe in Anspruch zu nehmen, stieg erheblich. Hilfe bei der Entscheidung zur Offenlegung dürfte also ein viel versprechender Ansatz sein, um Jugendliche mit psychischen Erkrankungen zu unterstützen. 

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In der Studie konnten signifikant positive Effekte des Gruppenprogramms nachgewiesen werden. Zum einen sank bei den Teilnehmern die Belastung durch Stigma-Stress. Zum anderen verbesserten sich bei ihnen damit die Lebensqualität. Depressive Symptome nahmen ab und die Bereitschaft, bei Bedarf Hilfe in Anspruch zu nehmen, stieg erheblich. Hilfe bei der Entscheidung zur Offenlegung dürfte also ein viel versprechender Ansatz sein, um Jugendliche mit psychischen Erkrankungen zu unterstützen. 

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