Konzernumbau gescheitert

Thyssenkrupp plant 6000 Stellen zu streichen

Der Industriekonzern hat seine geplante Aufspaltung in zwei Teile abgesagt. Auch die Stahl-Fusion mit Tata ist vom Tisch. Konzernchef Kerkoff will 6.000 Stellen streichen.

Thyssenkrupp mit einem Tochterunternehmen in Donauwörth hat am Freitag offiziell bestätigt, dass die Fusion mit Tata Steel und die damit verbundene Aufspaltung des Konzerns abgesagt wird. Der Konzern will sich nun grundlegend neu ausrichten.

Schlankere Holding-Struktus ist geplant

Dazu gehören laut Thyssenkrupp ein wertorientierter flexibler Portfolioansatz mit mehr Freiheit für die Weiterentwicklung aller Geschäfte, eine schlankere Holding-Struktur sowie eine stärkere Performance-Orientierung. Dazu wird der Vorstand der thyssenkrupp AG dem Aufsichtsrat im Rahmen dieser neuen Strategie auch einen Börsengang von Elevator Technology vorschlagen, heißt es von Thyssenkurpp. Im Zuge der Neuausrichtung will der Konzern 6.000 Stellen streichen, davon 4.000 in Deutschland.

Deshalb kommt die Fusion nicht zustande

Die Fusion war Teil des geplanten Umbaus des Konzerns. Durch den Zusammenschluss wäre Europas zweitgrößter Stahlkonzern entstanden. Allerdings bedarf es der Zustimmung der Wettbewerbskommission. Thyssenkrupp und Tata Steel nach einem Gespräch am Freitag davon aus, dass das geplante Joint Venture ihrer europäischen Stahlaktivitäten aufgrund der weiter fortbestehenden Bedenken der Kommission nicht zustande kommen wird.

Die Wettbewerbskommission hatte die von thyssenkrupp und Tata Steel vorgeschlagenen Nachbesserungen der eingereichten Zusagen zum Anlass genommen, einen weiteren Markttest durchzuführen. Die erneute Marktbefragung hat die Bedenken der Kommission nicht ausräumen können.

Weitere Zusagen oder Nachbesserungen würden aus Sicht von thyssenkrupp und Tata Steel die angestrebten Synergieeffekte des Zusammenschlusses in einem Umfang beeinträchtigen, dass die wirtschaftliche Logik des Joint Ventures nicht mehr gegeben wäre. Folglich gehen die Partner davon aus, dass die Europäische Kommission das Joint Venture nicht genehmigen wird, heißt es.

Thyssenkrupp muss Prognose für 2018/19 anpassen

Wegen des Ausbleibens des Joint Ventures wird thyssenkrupp die erwarteten Buchgewinne aus dem Closing des Stahl-Joint Ventures nicht realisieren, heißt es. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs wird thyssenkrupp die Business Area Steel Europe wieder in den Konzern eingliedern. Das wird auch zu einer Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2018/19 führen. Der Konzern erwartet  – inklusive des Stahlbereichs – ein Bereinigtes EBIT bei 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro. Der Free Cashflow vor M&A wird negativ im hohen 3-stelligen Millionen-Millionen-Bereich erwartet. Beim Jahresüberschuss erwartet der Konzern einen Fehlbetrag.

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Konzernumbau gescheitert

Thyssenkrupp plant 6000 Stellen zu streichen

Der Industriekonzern hat seine geplante Aufspaltung in zwei Teile abgesagt. Auch die Stahl-Fusion mit Tata ist vom Tisch. Konzernchef Kerkoff will 6.000 Stellen streichen.

Thyssenkrupp mit einem Tochterunternehmen in Donauwörth hat am Freitag offiziell bestätigt, dass die Fusion mit Tata Steel und die damit verbundene Aufspaltung des Konzerns abgesagt wird. Der Konzern will sich nun grundlegend neu ausrichten.

Schlankere Holding-Struktus ist geplant

Dazu gehören laut Thyssenkrupp ein wertorientierter flexibler Portfolioansatz mit mehr Freiheit für die Weiterentwicklung aller Geschäfte, eine schlankere Holding-Struktur sowie eine stärkere Performance-Orientierung. Dazu wird der Vorstand der thyssenkrupp AG dem Aufsichtsrat im Rahmen dieser neuen Strategie auch einen Börsengang von Elevator Technology vorschlagen, heißt es von Thyssenkurpp. Im Zuge der Neuausrichtung will der Konzern 6.000 Stellen streichen, davon 4.000 in Deutschland.

Deshalb kommt die Fusion nicht zustande

Die Fusion war Teil des geplanten Umbaus des Konzerns. Durch den Zusammenschluss wäre Europas zweitgrößter Stahlkonzern entstanden. Allerdings bedarf es der Zustimmung der Wettbewerbskommission. Thyssenkrupp und Tata Steel nach einem Gespräch am Freitag davon aus, dass das geplante Joint Venture ihrer europäischen Stahlaktivitäten aufgrund der weiter fortbestehenden Bedenken der Kommission nicht zustande kommen wird.

Die Wettbewerbskommission hatte die von thyssenkrupp und Tata Steel vorgeschlagenen Nachbesserungen der eingereichten Zusagen zum Anlass genommen, einen weiteren Markttest durchzuführen. Die erneute Marktbefragung hat die Bedenken der Kommission nicht ausräumen können.

Weitere Zusagen oder Nachbesserungen würden aus Sicht von thyssenkrupp und Tata Steel die angestrebten Synergieeffekte des Zusammenschlusses in einem Umfang beeinträchtigen, dass die wirtschaftliche Logik des Joint Ventures nicht mehr gegeben wäre. Folglich gehen die Partner davon aus, dass die Europäische Kommission das Joint Venture nicht genehmigen wird, heißt es.

Thyssenkrupp muss Prognose für 2018/19 anpassen

Wegen des Ausbleibens des Joint Ventures wird thyssenkrupp die erwarteten Buchgewinne aus dem Closing des Stahl-Joint Ventures nicht realisieren, heißt es. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs wird thyssenkrupp die Business Area Steel Europe wieder in den Konzern eingliedern. Das wird auch zu einer Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2018/19 führen. Der Konzern erwartet  – inklusive des Stahlbereichs – ein Bereinigtes EBIT bei 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro. Der Free Cashflow vor M&A wird negativ im hohen 3-stelligen Millionen-Millionen-Bereich erwartet. Beim Jahresüberschuss erwartet der Konzern einen Fehlbetrag.

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