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Rinderseuche trifft Landwirte hart
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Veterinäramt

Rinderseuche trifft Landwirte hart

Die Rinderseuche ist im Landkreis Donau-Ries ausgebrochen und trifft die Landwirte hart, Foto: © Joachim B. Albers - Fotolia.com

Im Landkreis Donau-Ries ist die Seuche ausgebrochen. Einige Rinder in einem Mastbestand und einem Milchviehbestand haben sind mit der Rinderseuche BHV1 infiziert. Es wurden sogar Sperrgebiete eingerichtet.

In einem Mastbestand in Alerheim und einem Milchviehbestand in Balgheim ist die Rinderseuche BHV1 ausgebrochen. Seit Juni 2010 gilt der Landkreis Donau-Ries als BHV1 frei und seit dem 18.10.2011 ist der gesamte Freistaat Bayern von der EU-Kommission als BHV1-freie Region anerkannt. Im Landkreis ist es nun bedauerlicherweise zu den beiden Neuausbrüchen gekommen. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Ausbrüchen der Rinderseuche gibt ist bis jetzt unklar. Auch der Einschleppungsweg der Seuche konnte bis jetzt nicht aufgeklärt werden. Die Landwirte trifft der Ausbruch der Rinderseuche besonders hart.

Virus für Menschen ungefährlich

Der Erreger der Rinderseuche ist das Bovine Herpes-Virus 1, führt bei Rindern zu schweren Atemwegserkrankungen, teilweise mit Todesfolge und Fruchtbarkeitsstörungen. Aber auch Schafe und Ziegen sowie Wildwiederkäuer können sich mit der Rinderseuche infizieren. Hat sich ein Rind mit dem BHV1 Virus infiziert, trägt er diesen ein Leben lang in sich. Nach Durchlaufen der Infektion ziehen sich die BHV1-Viren in die Ganglienzellen des zentralen Nervensystems zurück. In dieser Phase werden keine Viren ausgeschieden, sodass auch keine anderen Tiere infiziert werden können. Bei jeder Schwächung des Immunsystems (z.B. durch Transport, Stallwechsel, Erkrankung, Geburt, schlechte Haltungsbedingungen) kann es jedoch zu einem erneuten Ausbruch der Rinderseuch und zur Ausscheidung der Viren kommen. Diese Eigenschaft der Herpes-Viren kennen alle Menschen, die mit Herpes-Simplex-Viren (Lippenherpes) infiziert sind. Das Bovine Herpes-Virus 1 ist jedoch für Menschen völlig ungefährlich.

Landwirte erhalten finanzielle Unterstützung

Für die beiden Bestände hat der Ausbruch der Rinderseuche schwerwiegende Folgen. Die Rinder beider Bestände müssen ausgemerzt werden. Allerdings werden die betreffenden Landwirte von der Bayer. Tierseuchenkasse für ihre finanziellen Verluste entschädigt.

Besondere Vorsicht ist geboten

Mittlerweile wurden in den betroffenen Ortschaften Umgebungsuntersuchungen eingeleitet, deren Ergebnisse jedoch noch nicht vorliegen. Die praktizierenden Tierärzte des Landkreises Donau-Ries sowie der Zuchtverband und der Bayerische Bauernverband wurden entsprechend informiert. Allen Landwirten im Ries wird dringend geraten, derzeit bei Zukäufen äußerste Vorsicht walten zu lassen bzw. derzeit ganz darauf zu verzichten. Betriebsfremden Personen (Tierärzte, Besamungstechniker, Viehhändler etc.) sollten vor dem Betreten des Stalles unbedingt saubere Stiefel und saubere Schutzkleidung zur Verfügung gestellt werden.

Rinderseuche ist anzeigepflichtig

Bei der BHV1-Infektion der Rinder handelt es sich um eine anzeigepflichtige Seuche. Der Verdacht auf Ausbruch der Rinderseuche ist daher unverzüglich dem Veterinäramt zu melden. Die Amtstierärzte des Veterinäramtes werden dann schnellstmöglich entsprechende weitergehende Untersuchungen einleiten.

So erkennt man die Rinderseuche

Verdacht auf eine Infektion mit BHV1-Viren besteht insbesondere bei Erkrankungen der oberen Atemwege (in der Nase und der Luftröhre) in Verbindung mit hohem Fieber (40 – 42 Grad Celsius) und mit Blut vermischtem serösem Nasenausfluss. Häufig kommt es zu einer Hyperämie der Flotzmaul- und Nasenschleimhäute, die zu dunkelroten Verfärbungen führen. Laktierende Tiere zeigen zu Beginn der Krankheitserscheinungen ein Absinken der Milchleistung. Später treten oft Husten und Augenausfluss hinzu. Manchmal sind auf der Nasenschleimhaut auch stecknadelkopfgroße, pustelartige Erhebungen erkennbar. Die Inkubationszeit beträgt 2-6 Tage, die Krankheitsdauer durchschnittlich 10-14 Tage.

Sperrbezirke werden eingerichtet

Um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern, wird für die Ortschaften Balgheim und Alerheim ein Sperrbezirk eingerichtet. Für die beiden Ortschaften gilt ab sofort, dass Rinder nur mit Genehmigung aus dem Sperrbezirk verbracht werden dürfen. Anträge auf Genehmigung sind beim Veterinäramt zu stellen.

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