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Die Studie untersucht den Zustand von 14 Wirtschaftsräumen in Bayern. Der betrachtete Wirtschaftsraum Westbayern umfasst die Städte Kempten, Kaufbeuren und Memmingen sowie die Landkreise Lindau, Ober-, Unter- und Ostallgäu, Neu-Ulm, Günzburg, Dillingen und Donau-Ries. „Es gibt in Bayern acht Wirtschaftsräume mit einer überdurchschnittlich guten Lage am Arbeitsmarkt: Hierzu gehört auch Westbayern“, erläuterte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Überdurchschnittlicher Arbeitsmarkt
Die Studie untersucht nicht allein die Verfassung des Arbeitsmarkts, sondern auch, wie zukunftsfest eine Region insgesamt ist. Hierbei spielen auch Kriterien wie die Demografie, die Wirtschaftsstruktur, die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften, die Infrastruktur, die Attraktivität für Leben und Wohnen sowie die soziale Lage eine Rolle. Nach dieser Kategorisierung zählen zum „Regionstyp 1“ mit guter Arbeitsmarkt-Lage, guter Ausstattung mit qualifiziertem Personal und guter Wirtschaftsstruktur in Bayern fünf Wirtschaftsräume: München, Ingolstadt, Landshut, Regensburg und Erlangen. Westbayern, darunter auch der Landkreis Donau-Ries, ist eine Kategorie darunter angesiedelt. Die Region weist zusammen mit fünf weiteren Regionen einen überdurchschnittlichen Arbeitsmarkt auf, hat jedoch Schwächen bei der Versorgung mit qualifizierten Fachkräften und bei der Wirtschaftsstruktur.
Im bundesweiten Vergleich ist Westbayern „stark“
Noch besser steht die Region aber da, wenn man sie einem bundesweiten Vergleich unterzieht. Hier zeigt die Studie, dass selbst die Regionen, die in Bayern nur durchschnittlich abschneiden, beim Vergleich mit ganz Deutschland ins Mittelfeld oder – wie im Falle Westbayerns – sogar in die Spitzengruppe aufsteigen. Verglichen mit den anderen Regionen Deutschlands liegen sämtliche 14 bayerische Wirtschaftsräume beim Kriterium „Arbeitsmarkt“ in der obersten Kategorie „stark“. Diese Bewertung schaffen außerhalb Bayerns nur noch sieben Regionen in Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz. Bei der Gesamtbetrachtung der Regionen, die neben dem Arbeitsmarkt auch die Ausstattung mit qualifizierten Mitarbeitern und mit guter Wirtschaftsstruktur betrifft, liegen elf der 14 Wirtschaftsräume im deutschlandweiten Vergleich in Kategorie 1, schneiden also auch hier überdurchschnittlich ab. Hierzu gehört auch Westbayern, d.h. auch der Landkreis Donau-Ries.
Dennoch gibt es in Westbayern noch Handlungsbedarf
Die Studie empfiehlt Westbayern, in Forschung und Entwicklung zu investieren. Handlungsbedarf besteht auch bei der Versorgung der Region mit qualifiziertem Personal. Brossardt vom vbw: „Die Beschäftigungs-Potenziale müssen besser ausgeschöpft werden. Dazu gehört, die Abiturienten-Quote zu erhöhen, um dauerhaft den Akademiker-Nachwuchs sicherzustellen. Außerdem sind zur Fachkräfte-Sicherung Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unabdingbar. Die Versorgung der Region mit mehr Kita-Plätzen für unter Dreijährige ist in Westbayern unterdurchschnittlich und muss dringend verbessert werden.“ Handlungsbedarf besteht nach Brossardts Worten auch bei der Verkehrs-Infrastruktur: „Insbesondere der überregionale Bahnverkehr und die Anschlüsse zu Flughäfen sind optimierungs-bedürftig.“
Weitere Informationen unter www.vbw-bayern.de