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Michael Heilig: Der Mittelstand bleibt 2023 das Rückgrat der Wirtschaft
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Wirtschaftsjahr 2023

Michael Heilig: Der Mittelstand bleibt 2023 das Rückgrat der Wirtschaft

Michael Heilig, Leiter des Kreisverbandes des BVMW aus dem Wirtschaftsdreieck Bayerisch Schwaben, Mittelfranken, Ostalb, Donau-Ries. Foto: BVMW / Cara Irina Wagner, Fotohaus Hirsch

Michael Heilig, Leiter des Kreisverbandes des BVMW aus dem Wirtschaftsdreieck Bayerisch Schwaben, Mittelfranken, Ostalb, Donau-Ries, möchte mit seinem Verband 2023 die politischen Rahmenbedingungen für den Mittelstand in der Region verbessern. Was das konkret heißt, erklärt er in seinem Jahresausblick für 2023.

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Wie ist Ihre Prognose für das Wirtschaftsjahr 2023 bezogen auf die Region Bayerisch-Schwaben?

Das nächste Jahr wird ohne Frage herausfordernd für den Mittelstand. In der Multikrise, mit den immer noch anhaltenden Folgen der Coronapandemie, dem Fachkräftemangel, der hohen Inflationsrate und den immer weiter steigenden Energiekosten kommen viele kleine Unternehmen an ihre Grenzen. Schon jetzt sind steigende Insolvenzzahlen zu beobachten und ganze Branchen müssen um ihre Existenz fürchten, besonders die energieintensiven Unternehmen. Bei einer Umfrage des BVMW gaben schon im Sommer über die Hälfte der befragten Unternehmen an, dass die steigenden Energiepreise ihre Existenz bedrohen. Die Gaspreisbremse, die rückwirkend ab Anfang des neuen Jahres gelten soll, kann die Konsequenzen eventuell etwas abfedern, für manche Unternehmen kommt die Hilfe allerdings zu spät. Rückblickend hätte die Politik in vielen Wirtschaftsfragen schnellere Entscheidungen treffen müssen. In Zukunft muss unbedingt von Anfang an mehr Rücksicht auf die Belange des Mittelstands genommen werden. Politische Entscheidungen müssen auch in Absprache und unter Einbeziehung des Mittelstands getroffen werden, damit dieser sich nachhaltig von der Krise erholen kann. Im kommenden Jahr müssen vor allem für die Energiekrise und die steigenden Preise dringend Lösungen gefunden werden. Entgegen den optimistischen Prognosen entwickelt sich der aktuelle Winter bisher sehr kalt und die Frage, wie lange die Energiespeicher noch reichen, wird für manche Unternehmen zur Existenzfrage. Um der Energiekrise entgegenzuwirken, muss Deutschland deshalb technologieoffen sein und so schnell wie möglich für ein ausreichendes und bezahlbares Energieangebot sorgen. Für den Mittelstand müssen langfristige Perspektiven entstehen, begonnen mit effektiven und schnellen Entlastungen, sodass die deutsche Wirtschaft sich erholen und weiterhin auf dem Weltmarkt mithalten kann. 

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Wie stellt sich Ihr Verband für das Jahr 2023 auf? 

Der BVMW setzt sich konsequent für die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für den Mittelstand ein, denn die Interessen des deutschen Mittelstands betreffen immer auch die gesamtdeutsche Wirtschaft. Daher sollten Vertreterinnen und Vertreter kleiner und mittlerer Unternehmen ebenso an politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen beteiligt sein, wie die Großindustrie. Es ist wichtig, dass die Politik den Mittelstand aktiv berücksichtigt und stärkt. Außerdem unterstützt der BVMW seine Mitglieder, beispielsweise durch seinen politischen Einsatz für eine bedarfsgerechte Qualifizierungs- und Weiterbildungskultur oder den Einsatz für Projektförderungen für Innovation und Digitalisierung. Denn neben der akuten Unterstützung ist es auch ein wichtiges Anliegen unseres Verbands, die Zukunftsfähigkeit von KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) zu stärken. 

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Wie blicken Sie ganz persönlich auf das neue Jahr? 

2022 war für mich tatsächlich ein gutes und erfolgreiches Jahr mit vielen neuen und inspirierenden Begegnungen sowie viel Nutzen für meine Mitglieder. Und das wünsche ich mir weiterhin für 2023. 

Eine Wirtschaftsprognose für das kommende Jahr abzugeben, ist heuer ganz besonders schwierig. So stelle ich mir gerade die Fragen:

 Ist Erfolg Einstellungssache?

Sind Daten die Basis und die Medizin für Morgen oder was treibt die Zukunft 2023 an?

Wird die übermäßige Bürokratie reduziert und beispielsweise extrem langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden?

Wird der weitere Anstieg der Cyberattacken beherrschbar sein?

Wie wird sich Europa weiterentwickeln und wird sich der Westbalkan nach dem Beitritt Kroatiens in die Europäische Währungsunion weiterentwickeln?

Wird das Metaverse mit Digitalem Zwilling und VR/AR-Brille bald noch mehr Realität?

Was erreichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung z.B. bei der Reduktion von Energie?

Kommen Superapps, die mehrere Dienste bündeln?

Wie hoch werden die prognostizierte Rezession und die Inflationsrate sein?

Sensibilisiert sich das Vertrauen in künstliche Intelligenz, baut sich der Trend KI rasch aus?

Wird intelligente Personalplanung dem Fachkräftemangel entgegenwirken, indem vorhandenes Personal effizienter eingesetzt werden kann?

Welche Berufe werden z.B. im Handwerk unter Umständen verschwinden und entstehen?

Welche modernen Bildungseinrichtungen für die Berufsausbildung werden entstehen?

Welche Wachstumschancen entstehen durch ein Mehr an Diversität? 

Werden sich Kryptokunst, Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und NFTs langfristig durchsetzen?

Das wünsche ich mir für 2023. Warum es gerade jetzt auf den Mittelstand ankommt.

Dass der Krieg in Europa schnell beendet wird.

Dass noch mehr Unternehmerinnen und Unternehmer gezwungenermaßen durch den Zeitgeist umdenken, weiterdenken und handeln.

Dass sich die Inflationsrate im Lauf des nächsten Jahres weiter reduziert und nicht weitere unvorhergesehene Dinge geschehen.

Dass die Belastungen der Wirtschaft und Gesellschaft schnell abbaut werden und auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert wird.

Dass die positive Korrekturen von Rahmenbedingungen in vielen Bereichen beispielsweise Klima, Energie, Nachhaltigkeit, Infrastruktur, Bildung und Innovation sichtbar vorankommen.

Dass unsere heruntergekommene Infrastruktur, verbessert wird und neue Energiequellen erschlossen werden.

Dass wir schnell mit neuen Techniken, wie z.B. grünem Wasserstoff, vorankommen.

Vielleicht brauchen wir auch weniger Ratschläge aus der Politik, eher gute und verlässliche Rahmenbedingungen und einen Staat, der im Ernstfall für uns da ist.

Ich denke, wir verlassen gerade den „eindimensionalen“ Raum. Und es braucht in 2023 vielseitige und umfassende Lösungsansätze, um solche Herausforderungen anzunehmen.

Die Vernetzung von Menschen (Der Mittelstand.BVMW) und von Daten wird entscheidend sein. Und mit den Tugenden des Mittelstands werden wir - zurück auf die Erfolgsspur - für wirtschaftliche Stabilität sorgen. Für das kommende Jahr 2023 wünsche ich mir, dass die Zeit der Unsicherheit bald zu Ende ist und wir beruflich und privat wieder sorgloser agieren können.

Der Mittelstand agiert bedürfnisorientiert. Fleiß, Disziplin, Verlässlichkeit, langfristiges Denken, Miteinander sind nur einige Tugenden des Mittelstands oder um es noch deutlicher zu formulieren: Mittelstand kann so gesehene auch eine Tugend sein.

Der Mittelstand ist nicht nur das Rückgrat der deutschen Wirtschaft: Für mich ist der Mittelstand viel mehr: Er steht für unser aller Entwicklung, Auftreten und Lebensqualität. 3,5 Millionen Unternehmen und 99,5 Prozent sämtlicher Unternehmen in Deutschland sind Mittelstand. Somit ist der „German Mittelstand“ international einzigartig. Er ist auch Kopf, Herz, Optimismus und vielleicht auch Seele und damit genau das, was wir jetzt, nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Gesellschaft dringend brauchen. Die DNA des Mittelstandes sind nun einmal Neugier und der Anspruch, Qualität und Gutes zu produzieren. Made in Germany ist für mich Made in Mittelstand. Und ich bin stolz für diesen MITTELSTAND vielseitig aktiv zu sein.

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