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Donau-Rieser Energie-Allianz wächst
Energie-Allianz des Landkreis Donau-Ries

Donau-Rieser Energie-Allianz wächst

Die Energie-Allianz wuchs auf nunmehr 34 Partner an. Foto: Hitzenbichler, NQ-Anlagentechnik
Die Energie-Allianz wuchs auf nunmehr 34 Partner an. Foto: Hitzenbichler, NQ-Anlagentechnik

Mit ihren Unterschriften bekannten sich jetzt drei weitere Unternehmen und die Sparkassen Donauwörth und Nördlingen zu den Energiezielen des Landkreises Donau-Ries.

Im Landratsamt hieß Landrat Stefan Rößle Vertreter der Firmen Eurocopter (Donauwörth), Hock GmbH & Co. KG (Nördlingen), NQ-Anlagentechnik GmbH (Rudelstetten) und der Sparkassen Donauwörth und Nördlingen willkommen. Sie waren eingeladen, um offiziell die Beitrittserklärung zur Energie-Allianz zu unterzeichnen. Alle Beteiligten und Partner eint dabei der Wille, durch mehr Energieeffizienz und -einsparung, Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energieträger und durch eine bessere Vernetzung in Energiefragen die Ziele für den Landkreis Donau-Ries gemeinsam zu verwirklichen.

Eurocopter investiert in die Energieeffzienz

Denn viele kleine und große Bausteine sind notwendig, um das ehrgeizige Energie-Leitziel „20/20/20“ des Landkreises zu erreichen: Bis zum Jahr 2020 soll der Gesamtenergieverbrauch im Landkreis um 20 Prozent niedriger sein als im Jahr 2007 und der Anteil der Erneuerbaren Energie soll dann um 20 Prozent höher liegen als 2007. Dafür brauche es unter anderem Firmen, die sich den verantwortungsvollen Umgang mit Energie auf die Fahnen geschrieben hätten, betonte Landrat Stefan Rößle.

Als größter Industriebetrieb im Kreis unterstützt Eurocopter die Initiative, in der Region den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern und gleichzeitig den Energieverbrauch zu senken. Durch unterschiedliche Maßnahmen sei es gelungen, seit 2006 den Energieverbrauch pro Mitarbeiter um 16 Prozent zu senken, informierte Standortleiter Wilhelm Roßkopf anlässlich des Beitritts zur Energie-Allianz.  Zum einen werden seit 2010 die Mitarbeiter regelmäßig über Möglichkeiten informiert, im Büro und im Alltag Energie effizient einzusetzen. Zum anderen investiere Eurocopter kontinuierlich in die Modernisierung des Standortes Donauwörth. Durch ein Blockheizkraftwerk, das derzeit auf dem Werksgelände entsteht, sollen 40 Prozent des künftigen Stromverbrauches des gesamten Werkes gedeckt werden. In dem neuen Gebäude C4 werden durch die Nutzung von Geothermie 50 Prozent des Energiebedarfs der Halle durch regenerative Quellen gedeckt, so die Ausführungen Roßkopfs.

Sinnvolle Wärmekonzepte sollen forciert werden

Als Haupthersteller von Hanfdämmermaterial leiste Hock seinen Beitrag zur Durchsetzung des Leitzieles unter anderem dadurch, dass bei der Herstellung nur wenig Primärenergie aufgewendet und dabei gleichzeitig ausschließlich Naturstrom eingesetzt werde. Heinz Almosch, Referent der Geschäftsleitung, verwies außerdem darauf, dass das Produkt Thermo-Hanf eine positive CO2-Bilanz habe und durch die hochwertigen Dämm-Maßnahmen an Dach und Fassade sowie an Decken und Böden die CO2-Emmissionen an Wohngebäuden vermindert werden. Um kommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen, werde zudem die Erzeugung von Misch- und Sondermüll vermieden.  

Ziel der NQ-Anlagentechnik GmbH sei es, „energieautarke Kommunen“ zu schaffen und die Wertschöpfung in den Kommunen und der Landwirtschaft zu halten. Geschäftsführer Christian Quirrenbach verwies darauf, dass 90 Prozent der im Landkreis laufenden Biogasanlagen von NQ geplant und gebaut wurden. Ziel bei den bestehenden Biogasanlagen sei es, sinnvolle Wärmekonzepte zu forcieren, den im Landkreis entstandenen Biomüll zu 100 Prozent energetisch zu nutzen und alternative Energiepflanzen anstelle von Mais zu etablieren. Quirrenbach bezeichnete es als wichtig, den Anteil erneuerbarer Energien auf mindestens 20 Prozent anzuheben.

Nicht nur der Landkreis profitiert von der Energie-Allianz

Die Sparkasse Donauwörth ist seit der Gründung Mitglied im Energie-Forum, von daher trete man nun bereitwillig auch der Energie-Allianz bei, betonte Vorstandsvorsitzender Johann Natzer. Er vertrat bei dem Termin im Landratsamt auch die Sparkasse Nördlingen. Die Sparkasse hätte hohes Interesse, dass im Geschäftsgebiet Nachhaltigkeit nicht nur gesprochen, sondern auch gelebt werde, betonte Natzer. So wurden u.a. Photovoltaikanlagen auf den Süddächern – soweit zulässig – installiert, an der Hauptstelle in Donauwörth ein Blockheizkraftwerk errichtet, bei allen neuen Lichtinstallationen Energiesparbeleuchtung eingesetzt. Andererseits könnten die Erkenntnisse aus der Energie-Allianz bei Kundengesprächen eingebracht werden.

Denn natürlich soll nicht nur der Landkreis von der Partnerschaft profitieren. Die Energie- Allianz bietet den Unternehmen auch eine Plattform, auf der sie eigene Ziele und Projekte im Bereich Klimaschutz und Energie einbringen und ihre Erfahrungen und Pläne aktiv mit anderen Partnern der Allianz austauschen und kommunizieren können.

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