Informationsabende in Schulen

Donau-Ries will Grundschüler für duale Ausbildung begeistern

Erwin Taglieber, Anette Goellner, Stefan Rößle, Werner Luther und Klemens Heininger. Foto: Nicole Schwenzel (LRA)
Schulterschluss für die duale Ausbildung im Landkreis Donau-Ries: Schulen, das regionale Handwerk und der Landkreis wollen mit der Aktion „Pro duale Ausbildung“ an den Grundschulen im Donau-Ries für die Alternativen zum Studium werben. Eltern und Schülern der 3. Klasse soll gezeigt werden, welche Perspektiven eine duale Ausbildung eröffnen.

Mit dieser Kooperation soll außerdem der Druck gemindert werden, der auf Kindern in diesem Alter lastet. Noch immer trimmen viele Eltern ihre Kinder schon sehr früh in Richtung Gymnasium/Studium, wie es seitens des Landkreises heißt. Welche Chancen speziell das Handwerk bietet, soll von Bildungsexperten der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) an Elternabenden vorgestellt werden.

„Nach einer Ausbildung stehen jungen Menschen alle Türen offen“

„Ziel der Aktion ist es, Schülerinnen und Schüler schon früh an das Handwerk heranzuführen und dafür zu begeistern. Im Handwerk gibt es spannende Berufe und Aufgaben, die obendrein gut bezahlt werden. Nach einer Ausbildung stehen jungen Menschen alle Türen offen“, erklärt Zimmerermeister und Verbandspräsident, Erwin Taglieber. Aus seiner Idee entstand die Aktion, die zu einer frühzeitigen Berufsorientierung beitragen soll. Oft wüssten Eltern, Schüler und auch die Familien der Kinder zu wenig über die duale Ausbildung und die Vielzahl der interessanten Berufe.

„Eine Lehre in Handwerk oder Handel stellt keine Einbahnstraße dar“

„Das Nachwuchswerbeteam der HWK Schwaben wird daher zusammen mit Handwerksvertretern an den kommenden Elternabenden der Grundschulen mit anschaulichem Infomaterial die Vorzüge des Handwerks darstellen und an Beispielen die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen“, erläutert Anette Göllner, Hauptabteilungsleiterin Berufsausbildung der Handwerkskammer für Schwaben. „Eine Lehre in Handwerk oder Handel stellt keine Einbahnstraße dar“, ergänzt Schulamtsdirektor Michael Stocker. „Für eine karriereoffene Weiterbildung bietet die gegebene Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems und des beruflichen Bildungssystem vielfältige Möglichkeiten.“ Die Aktion sei den Schulen schon vorgestellt und sehr positiv begrüßt worden.

Landkreis droht der Fachkräftemangel

Auch Landrat Stefan Rößle begrüßt die Aktion. Der Landkreis Donau-Ries steht wirtschaftlich hervorragend da, jedoch werden aufgrund der guten Situation die Fachkräfte knapp. Fachkräftesicherung müsse man als gemeinsame Aufgabe verstehen, gab der Landrat daher vor. Er und Erwin Taglieber sind sich einig, dass „wir ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem bekommen werden, wenn auf Dauer wichtige Fachkräfte in den Betrieben fehlen.“ Auch Kreishandwerkmeister Werner Luther ist von der Aktion überzeugt: „Sie leistet einen wichtigen Beitrag für die Berufsorientierung, die nicht früh genug beginnen kann.“

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