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Agentur für Arbeit
Agentur für Arbeit

Agentur für Arbeit

Im Donau-Ries gibt nach wie vor deutliche Unterschiede in der Beschäftigung und Arbeitslosigkeit von Frauen in Vergleich zu Männern.

Zunächst die gute Nachricht: die Frauen sind in der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf dem Vormarsch. Seit 2007 sind dort 6,6 Prozent mehr Frauen beschäftigt – insgesamt sind es 32.560 – Die Tendenz ist weiter steigend. Zählt man allein die Köpfe, entsteht allerdings ein unvollkommenes Bild der Teilhabe von Frauen und Männern an der Erwerbsarbeit.

Vollzeitarbeitsplätze für die Männer

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass der Beschäftigungszuwachs bei den Frauen auf eine Zunahme von Teilzeitarbeitsplätzen zurückgeht . Die Männer hingegen erhalten die  Vollzeitarbeitsplätze. Die Zeitarbeitsbranche hat sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern zugelegt, ist aber nach wie vor eine Domäne der Männer. Die Leiterin der Agentur für Arbeit Donauwörth, Claudia Wolfinger erläutert: „Insgesamt gesehen partizipieren Frauen gemessen am Arbeitszeitvolumen nach wie vor deutlich weniger als Männer am Erwerbsleben. Dies ist nicht nur ein wichtiger Aspekt in Hinblick auf den künftigen Fachkräftemangel. Frauen bezahlen dies auch mit Nachteilen bei der sozialen Sicherung, beim Einkommen und bei der Karriere.“

Vollzeit, Teilzeit oder Minijob?

Die Beteiligung von Frauen an den verschiedenen Erwerbsformen ist stark unterschiedlich. Von den 78.200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigen im Bezirk der Agentur für Arbeit Donauwörth sind 43 Prozent Frauen und 57 Prozent Männer. Ganz anders sieht es bei den Teilzeitstellen aus: von zehn Teilzeitstellen sind neun von Frauen besetzt. Insgesamt arbeitet jede dritte Frau in Teilzeit.

Frauen traditionell in Minijobs

Minijobs - oft auch als 400 Euro-Jobs bezeichnet -  haben in Nordschwaben seit 2007 um knapp 7 Prozent zugenommen. Es gibt 21.520 solcher geringfügig entlohnten Beschäftigungs-Verhältnisse. Auch wenn der prozentuale Anstieg bei Männern größer als bei Frauen ausfällt,  sind Minijobs nach wie vor zu 67 Prozent Frauensache.

Verdienst liegt unter dem Durchschnitt

Es ist klar, dass Frauen auch beim Verdienst eher in den Einkommensklassen bis 2000 Euro dominieren, da sie häufig kürzere Arbeitszeiten haben. Aber auch die vollzeitbeschäftigten Frauen verdienen in den Landkreisen Dillingen und Donau-Ries im Mittel 800 Euro weniger als die Männer. Im Bundesgebiet liegt die Differenz bei 620 Euro. Das Medianeinkommen der Männer liegt in Nordschwaben bei 2.933 Euro, das der Frauen bei 2.116 Euro.

Karriereknick Familienphase

Das Argument, dass Frauen häufiger Berufe wählen, die ein geringes Einkommen erwarten lassen, trifft zwar in Teilen zu, so verdient eine Erzieherin weniger als ein Bauingenieur. Die geschlechtsspezifische Berufswahl erklärt aber nicht ganz den Unterschied. So belegt eine IAB-Studie für Westdeutschland, dass Frauen selbst bei gleicher Qualifikation, gleichem Alter, im gleichen Beruf und im selben Betrieb rund 12 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Der Karriereknick durch die Familienphase macht sich hier deutlich bemerkbar.

Agentur in Donauwörth setzt sich ein

Was tut die Agentur für Arbeit Donauwörth zur Verbesserung der Situation der Frauen am Arbeitsmarkt: ‚Impuls‘ – Erfolgreicher Wiedereinstieg ins Berufsleben startete im Juli 15 arbeitslose Teilnehmerinnen aus Donauwörth und Dillingen aus dem Helferbereich, die eine Teilzeitstelle suchen, starteten im Kurs ‚Impuls‘.Für zwei Frauen hat sich die Teilnahme bereits gelohnt, sie konnten nach dem ersten Teil bereits in eine Arbeitsstelle vermittelt werden.

Kurse für Frauen

Interessierte Frauen können jederzeit in den Kurs einsteigen um damit ihre Chancen auf eine qualifizierte Stelle auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern und gleichzeitig einen Beitrag zur Linderung des Fachkräftemangels leisten.

Sprechen Sie ihre Vermittlerin oder ihren Vermittler dazu an.

www.arbeitsagentur.de

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