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20 Bewerbungen als Bauzeichner und Technisch Zeichner hat Thomas schon versandt. Am liebsten würde er im Büro arbeiten, aber bisher hat es mit der Bewerbung nicht geklappt. Deswegen ist er wie 30 andere Jugendliche, die im Moment noch ohne Ausbildungsplatz sind, gestern zur Bewerberbörse der Agentur für Arbeit in das BiZ nach Donauwörth gekommen.
Bereitschaft zu vergleichbaren Berufen zu greifen
Zunächst wurden die Teilnehmer vom stellvertretenden Teamleiter Robert Heckl in einem Vortag informiert, wie es doch noch mit der Ausbildungsstelle klappen kann. Wichtig ist ihm dabei eine Erweiterung der Möglichkeiten: wer sich als Kauffrau Im Einzelhandel bewirbt, der solle sich doch auch vergleichbare Berufe im Verkauf anschauen wie die Fachverkäuferin im Nahrungsmittel-Handwerk oder Nischenberufe wie die Drogistin oder die Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte.
Behinderungen stören nicht
Wichtig sei noch, nach Ursachen zu forschen, warum bisherige Bewerbungen nicht erfolgreich waren. Das hat Thomas schon hinter sich. Er wollte nach der Realschule 2010 Verfahrens-Mechaniker werden; aber in einem Praktikum musste er feststellen, dass er hier einhändig zu eingeschränkt ist. Thomas hat wegen einer bewegungseingeschränkten Hand einen Grad der Behinderung von 70 Prozent. Trotzdem hat er vor kurzem seinen Führerschein auf Anhieb bestanden.
Berufsberater stehen zur Verfügung
Nach der Präsentation konnten sich alle Jugendlichen an Stellwänden über die freien Ausbildungsstellen informieren und mit einem Berufsberater sprechen. Thomas konzentriert sich auf die kaufmännischen Berufe, dafür ist sein Realschulabschluss im kaufmännischen Zweig ideal. In Informatik und Textverarbeitung ist er fit und es darf auch gerne eine Firma sein, bei der man von technischen Dingen eine Ahnung haben muss. Dominik bespricht mit seinem Berufsberater das weitere Vorgehen, er will sich bei einigen Firmen bewerben.
140 mehr Lehrstellen als Bewerber
Viele der eingeladenen Jungendlichen sind zum heutigen Termin nicht gekommen. Agenturleiterin Claudia Wolfinger und die Berufsberater sehen darin ein deutliches Zeichen, dass die jungen Leute dieses Jahr einen aufnahmefähigen Ausbildungsmarkt vorfinden. Claudia Wolfinger: „Das Lehrstellenangebot ist dieses Jahr sehr gut. Wir haben noch 490 unbesetzte Ausbildungsstellen und 356 unversorgte Bewerber.
Kaufmännische Berufe weitestgehend besetzt
In den kaufmännischen Berufen gibt es zwar nicht mehr so viele offene Stellen, aber mit etwas Glück, Ausdauer und einer Bereitschaft zu alternativen Berufen müsste dieses Jahr jeder Jugendliche eine Ausbildungsstelle oder einen Platz in einer Berufsvorbereitung finden. Und mein ganz besonderer Appell an die Firmen in der Region: Geben sie auch leistungsschwächeren Jugendlichen mit Handicap eine Chance, eine Ausbildung zu absolvieren. Wir unterstützen sie gerne.“
Anfragen für interessierte Arbeitgeber unter: 0906 788-631 Herr Mokry.
Weitere Informationen unter: www.arbeitsagentur.de