vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Zielgerichtete Standort-Politik durch niedrige Steuern: vbw sieht Bayern vorn

Symbolbild. Foto: Esther Stosch / pixelio.de
Bundesweit gibt es einen schleichenden Trend zu höheren Hebesätzen. Vbw-Hauptgeschäftsführer Betram Brossard betont angesichts dessen: „Das moderate Niveau in Bayern ist ein Standortvorteil.“

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat die Entwicklung bei der Gewerbesteuer in Bayern und Deutschland in den vergangenen Jahren analysiert. Das Ergebnis: Bundesweit gibt es einen schleichenden Trend zu immer höheren Hebesätzen. Die Steuerbelastung vieler Unternehmen steigt. Die bayerische Hebesatzlandschaft dagegen ist mit Ausnahme der großen Städte günstig.

Kommunen können Unternehmen mit niedrigen Steuersätzen locken

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt dazu: „Eine Hochsteuerpolitik in der Gewerbesteuer ist unvernünftig und wirft uns im internationalen Steuerwettbewerb zurück. Dagegen können Kommunen mit zielgerichteter Hebesatzpolitik und Investitionen in Standortqualitäten ihre Attraktivität für Unternehmen deutlich steigern. Bayern ist hierfür das beste Beispiel. Durch das moderate Besteuerungsniveau ist das Gewerbesteueraufkommen im Freistaat überdurchschnittlich gewachsen. Am erfolgreichsten sind die Kommunen, die ihren Hebesatz gesenkt oder zumindest nicht geändert haben. Dort haben sich die Einnahmen am besten entwickelt.“

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Standort-Attraktivität sinkt mit steigender Steuer

Laut vbw ist das Gewerbesteueraufkommen in Bayern zwischen 2000 und 2015 mit 97 Prozent Zuwachs deutlich stärker gewachsen als im Durchschnitt der Flächenländer. Die vbw Analyse zeigt, dass vor allem finanz- und wachstumsschwache Länder und Kommunen an der Steuerschraube drehen. „Besonders trifft das die Mitte und den Westen Deutschlands. Die Folge ist klar: Die Standortattraktivitäten der Länder und ihrer Kommunen laufen weiter auseinander“, so Brossardt.

Steuersätze haben auch international Auswirkungen

Kritisch sieht die vbw, dass auch einige bayerische Kommunen dieses Jahr die Hebesätze erhöht haben. „Wir müssen die vergleichsweise günstige Hebesatzsituation in Bayern als Standortvorteil unbedingt bewahren. Denn der Vergleichsmaßstab der Unternehmen im Freistaat ist nicht der deutsche Schnitt oder ein anderes Land in Deutschland: Er ist international. Und hier werden wir nur mit günstigen Hebesätzen als attraktiv wahrgenommen. Das gilt umso mehr, als die Gewerbesteuer eine typische Großbetriebsteuer ist. 0,8 Prozent der Unternehmen bringen über 70 Prozent des Aufkommens. Darunter sind auch Tochterunternehmen ausländischer Konzerne, in denen Standortfragen schneller gestellt werden, als bei heimischen Familienunternehmen. Hier ist zielgerichtete Standortpolitik gefragt“, so Brossardt.

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Kommunen können Unternehmen mit niedrigen Steuersätzen locken

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt dazu: „Eine Hochsteuerpolitik in der Gewerbesteuer ist unvernünftig und wirft uns im internationalen Steuerwettbewerb zurück. Dagegen können Kommunen mit zielgerichteter Hebesatzpolitik und Investitionen in Standortqualitäten ihre Attraktivität für Unternehmen deutlich steigern. Bayern ist hierfür das beste Beispiel. Durch das moderate Besteuerungsniveau ist das Gewerbesteueraufkommen im Freistaat überdurchschnittlich gewachsen. Am erfolgreichsten sind die Kommunen, die ihren Hebesatz gesenkt oder zumindest nicht geändert haben. Dort haben sich die Einnahmen am besten entwickelt.“

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Laut vbw ist das Gewerbesteueraufkommen in Bayern zwischen 2000 und 2015 mit 97 Prozent Zuwachs deutlich stärker gewachsen als im Durchschnitt der Flächenländer. Die vbw Analyse zeigt, dass vor allem finanz- und wachstumsschwache Länder und Kommunen an der Steuerschraube drehen. „Besonders trifft das die Mitte und den Westen Deutschlands. Die Folge ist klar: Die Standortattraktivitäten der Länder und ihrer Kommunen laufen weiter auseinander“, so Brossardt.

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Kritisch sieht die vbw, dass auch einige bayerische Kommunen dieses Jahr die Hebesätze erhöht haben. „Wir müssen die vergleichsweise günstige Hebesatzsituation in Bayern als Standortvorteil unbedingt bewahren. Denn der Vergleichsmaßstab der Unternehmen im Freistaat ist nicht der deutsche Schnitt oder ein anderes Land in Deutschland: Er ist international. Und hier werden wir nur mit günstigen Hebesätzen als attraktiv wahrgenommen. Das gilt umso mehr, als die Gewerbesteuer eine typische Großbetriebsteuer ist. 0,8 Prozent der Unternehmen bringen über 70 Prozent des Aufkommens. Darunter sind auch Tochterunternehmen ausländischer Konzerne, in denen Standortfragen schneller gestellt werden, als bei heimischen Familienunternehmen. Hier ist zielgerichtete Standortpolitik gefragt“, so Brossardt.

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