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Wie West- und Nordschwaben sich gegenseitig stärken wollen
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Kooperation

Wie West- und Nordschwaben sich gegenseitig stärken wollen

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Von links nach rechts: Thorsten Freudenberger (Landkreis Neu-Ulm), Dr. Hans Reichhart (Landkreis Günzburg), Leo Schrell (Landkreis Dillingen) und Stefan Rößle (Landkreis Donau-Ries). Foto: Simon Paintner-Frei/Landratsamt
Von Louis Exenberger

Die Herausforderungen der Zukunft sind für alle Wirtschaftsregionen enorm: Fachkraftsicherung, Unternehmensabwanderung und Digitalisierung werden maßgebende Faktoren für den Erhalt des Wohlstands. Um der damit verknüpften Aufgabendichte gerecht zu werden, wollen sich die Landkreise und weitere Partner aus West- sowie Nordschwaben zusammenschließen. Welche Vorhaben dafür bereits in Planung sind.

Um Unternehmen, Gründer und Fachkräfte zukünftig zu sichern, soll eine stärkere Kooperation der Landkreise aus West- und Nordschwaben Abhilfe schaffen. Die Landkreise Dillingen, Donau-Ries, Günzburg und Neu-Ulm sowie die Agentur für Arbeit Donauwörth haben sich hierzu bereit erklärt. Mit Kreishandwerkerschaften Günzburg/Neu-Ulm und Nordschwaben sowie der Regionalgeschäftsstellen der IHK West- und Nordschwaben sind weitere starke Partner Teil der Zusammenarbeit.

Eine hierzu notwendige Profilierung gegenüber benachbarten Ballungsräumen möchten die Landkreise gemeinsam angehen. Ihren entsprechenden Ansatz stellten die Landräte der vier Landkreise, Dr. Hans Reichhart (Günzburg), Leo Schrell (Dillingen), Thorsten Freudenberger (Neu-Ulm) und Stefan Rößle (Donau-Ries) im Rahmen eines Pressegesprächs vor.

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Landkreise haben wirtschaftliche Gemeinsamkeiten

Die Regionen West- und Nordschwaben, bestehend aus den Landkreisen Neu-Ulm, Dillingen, Günzburg und Donau-Ries, zählen nicht zu den Ballungszentren und sind dennoch wirtschaftlich stark. Sie sind zu großen Teilen ländlich strukturiert und zeichnen sich durch eine mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur aus. Das sollen gute und gesunde Voraussetzungen sein, um zukünftig enger zu kooperieren.

Dies sieht auch der Günzburger Landrat Dr. Hans Reichhart so: „Ein engerer Austausch, die Schaffung von Synergieeffekten und die Koordinierung von Aktivitäten im Bereich Wirtschaft bieten gute Ansatzpunkte für eine Stärkung der Gesamtregion. Ebenso können durch Arbeitsteilung die Auslastung vorhandener, wirtschaftsnaher öffentlicher Einrichtungen verbessert und die in der Region verteilten Kompetenzen optimal genutzt werden.“ 

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Partner sind bereits miteinander vertraut

Die Zugehörigkeit zu den gleichen Regierungs- und Kammerbezirken, ein gemeinsamer Arbeitsmarktbezirk und zusammenhängende Verkehrswege sollen die Basis für die Zusammenarbeit darstellen. Projektbezogen haben die relevanten Akteure in der Region, insbesondere die Landkreise, die Agentur für Arbeit Donauwörth, die IHK Schwaben, die Kreishandwerkerschaften und die regionalen Wirtschaftsförderungen bereits zusammengearbeitet. Der Dillinger Landrat Leo Schrell ist daher überzeugt: „Die Akteure in der Region kennen sich bereits sehr gut und sind hervorragend vernetzt. Mit der Intensivierung im Rahmen der Kooperation können wir die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber benachbarten Wirtschaftsregionen weiter fördern und stärken.“ 


Diese konkreten Pläne gibt es bereits

Der Neu-Ulmer Landrat Thorsten Freudenberger sagt: „Wir haben eine attraktive Region vorzuweisen, die sich nicht zu verstecken braucht. Große Herausforderungen, wie unter anderem das Thema Fachkräftemangel, müssen wir in Zukunft allerdings verstärkt gemeinsam bearbeiten, um neue und zielorientierte Lösungen zu entwickeln.“

So soll im Bereich Fachkräftesicherung eine Willkommensagentur gegründet werden, um aus- und inländische Fachkräfte für Nord- und Westschwaben zu gewinnen. Zudem soll ein Frühwarn-Monitoring etabliert werden, um rasch in Abstimmung mit den relevanten Akteuren wie Unternehmen auf den Strukturwandel in bestimmten Branchen reagieren zu können. Auch wird an einer Übersicht der Digitalisierungs- und Gründerangebote in der Region gearbeitet.

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