ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e.V.

USA und China Top-Abnehmer bayerischer Produkte

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw. Foto: vbw

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.  analysiert, wie sich die Exportstruktur der bayerischen Märkte in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Während die USA sich auf dem 1. Platz behaupten können, erstürmte die Volksrepublik China Platz zwei.

Der Export gilt als Rückgrat der bayerischen Wirtschaft. Im Jahr 2013 haben die Unternehmen des Freistaats Waren im Wert von knapp 168 Milliarden Euro ins Ausland verkauft. Damit wurde ein neuer Rekord verbucht. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. berechnete jetzt, wie sich die Ausfuhren in den vergangenen elf Jahren entwickelt haben. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagt dazu: „Unsere Statistik zeigt, dass China als Absatzmarkt einen enormen Bedeutungszuwachs erlebt hat. Die Volksrepublik kletterte zwischen 2002 und 2013 von Rang 12 auf Platz zwei der wichtigsten Exportmärkte Bayerns. Die USA befinden sich seit 2002 auf Rang eins. Andere Länder gewinnen nach einer Durststrecke wieder an Bedeutung. So stiegen etwa die Exporte nach Frankreich 2013 gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent.“

BRIC-Staaten gewinnen für die bayerische Wirtschaft an Relevanz

Die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) haben als Exportmärkte für Bayern an Relevanz gewonnen. Neben China stieg auch das Wirtschaftswachstum in Brasilien kontinuierlich an. 2013 legten die Ausfuhren in das südamerikanische Land im Vergleich zum Vorjahr sogar um 8,8 Prozent zu. Russland kletterte zwischen 2002 und 2013 von Rang 16 auf Platz 12 der wichtigsten Exportmärkte Bayerns. Zuletzt zeigten sich hier allerdings rückläufige Tendenzen: Die Ausfuhren sanken im vergangenen Jahr gegenüber 2012 um gut 5 Prozent. Auch nach Indien gaben die Exporte um etwa 5 Prozent nach. Der Exportanteil in die USA ging von 14,8 Prozent im Jahr 2002 bis zur Wirtschaftskrise 2009 kontinuierlich zurück auf einen Wert von 9,2 Prozent. Danach stieg der Anteil wieder an und erreichte 2013 mehr als 11 Prozent. Die Tendenz bleibt positiv: 2013 erhöhten sich die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent.

Europäische Absatzmärkte stabilisieren sich wieder

Auch Europa ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Bayerisch-Schwäbische Wirtschaft. Die europäischen Märkte entwickelten sich sehr unterschiedlich. Während Italien 2002 noch zweitwichtigster Exportmarkt für Bayern war, lag das Nachbarland 2013 nur noch auf Rang sechs. Spanien rutschte im selben Zeitraum von Platz sechs auf Rang 13. Österreich hingegen kletterte von Rang fünf auf Platz drei. „Die Anteile der bayerischen Exporte in die EU und in die Eurozone blieben bis zur Wirtschaftskrise stabil bei rund 58 beziehungsweise 40 Prozent. Danach gingen sie auf 53 beziehungsweise 36 Prozent zurück. Im vergangenen Jahr stabilisierten sie sich“, so Brossardt.

Bayerische Exportstruktur unterscheidet sich von der deutschen

Die Exportstruktur in Deutschland hat sich laut vbw zwar ähnlich wie in Bayern entwickelt, unterscheidet sich aber in einigen Punkten. „Für Deutschland spielen die USA und China eine weniger bedeutende Rolle. Sie standen 2013 auf der Liste der wichtigsten Exportmärkte der Bundesrepublik auf Rang zwei und fünf. Auch Österreich, Italien und Tschechien haben als Ausfuhrziele für die Bundesrepublik einen geringeren Stellenwert. Frankreich hingegen ist Deutschlands wichtigster Exportmarkt. Auch Polen, Russland, die Niederlande und die Schweiz haben für Deutschland eine höhere Exportbedeutung als für Bayern“, erklärt Brossardt.

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Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw. Foto: vbw

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Der Export gilt als Rückgrat der bayerischen Wirtschaft. Im Jahr 2013 haben die Unternehmen des Freistaats Waren im Wert von knapp 168 Milliarden Euro ins Ausland verkauft. Damit wurde ein neuer Rekord verbucht. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. berechnete jetzt, wie sich die Ausfuhren in den vergangenen elf Jahren entwickelt haben. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagt dazu: „Unsere Statistik zeigt, dass China als Absatzmarkt einen enormen Bedeutungszuwachs erlebt hat. Die Volksrepublik kletterte zwischen 2002 und 2013 von Rang 12 auf Platz zwei der wichtigsten Exportmärkte Bayerns. Die USA befinden sich seit 2002 auf Rang eins. Andere Länder gewinnen nach einer Durststrecke wieder an Bedeutung. So stiegen etwa die Exporte nach Frankreich 2013 gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent.“

BRIC-Staaten gewinnen für die bayerische Wirtschaft an Relevanz

Die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) haben als Exportmärkte für Bayern an Relevanz gewonnen. Neben China stieg auch das Wirtschaftswachstum in Brasilien kontinuierlich an. 2013 legten die Ausfuhren in das südamerikanische Land im Vergleich zum Vorjahr sogar um 8,8 Prozent zu. Russland kletterte zwischen 2002 und 2013 von Rang 16 auf Platz 12 der wichtigsten Exportmärkte Bayerns. Zuletzt zeigten sich hier allerdings rückläufige Tendenzen: Die Ausfuhren sanken im vergangenen Jahr gegenüber 2012 um gut 5 Prozent. Auch nach Indien gaben die Exporte um etwa 5 Prozent nach. Der Exportanteil in die USA ging von 14,8 Prozent im Jahr 2002 bis zur Wirtschaftskrise 2009 kontinuierlich zurück auf einen Wert von 9,2 Prozent. Danach stieg der Anteil wieder an und erreichte 2013 mehr als 11 Prozent. Die Tendenz bleibt positiv: 2013 erhöhten sich die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent.

Europäische Absatzmärkte stabilisieren sich wieder

Auch Europa ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Bayerisch-Schwäbische Wirtschaft. Die europäischen Märkte entwickelten sich sehr unterschiedlich. Während Italien 2002 noch zweitwichtigster Exportmarkt für Bayern war, lag das Nachbarland 2013 nur noch auf Rang sechs. Spanien rutschte im selben Zeitraum von Platz sechs auf Rang 13. Österreich hingegen kletterte von Rang fünf auf Platz drei. „Die Anteile der bayerischen Exporte in die EU und in die Eurozone blieben bis zur Wirtschaftskrise stabil bei rund 58 beziehungsweise 40 Prozent. Danach gingen sie auf 53 beziehungsweise 36 Prozent zurück. Im vergangenen Jahr stabilisierten sie sich“, so Brossardt.

Bayerische Exportstruktur unterscheidet sich von der deutschen

Die Exportstruktur in Deutschland hat sich laut vbw zwar ähnlich wie in Bayern entwickelt, unterscheidet sich aber in einigen Punkten. „Für Deutschland spielen die USA und China eine weniger bedeutende Rolle. Sie standen 2013 auf der Liste der wichtigsten Exportmärkte der Bundesrepublik auf Rang zwei und fünf. Auch Österreich, Italien und Tschechien haben als Ausfuhrziele für die Bundesrepublik einen geringeren Stellenwert. Frankreich hingegen ist Deutschlands wichtigster Exportmarkt. Auch Polen, Russland, die Niederlande und die Schweiz haben für Deutschland eine höhere Exportbedeutung als für Bayern“, erklärt Brossardt.

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