vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Produktion: vbw will Standort Bayern weiter stärken

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw. Foto: vbw
Laut vbw wollen zahlreiche Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagern oder denken zumindest darüber nach. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. hat zu diesem Thema mehr als 150 Unternehmen im Freistaat befragt.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

Die Auslandsaktivitäten bayerischer Unternehmen nehmen spürbar zu. Das gilt für den Export, vor allem aber für Direktinvestitionen im Ausland. Mit diesen Auslandsaktivitäten sichern bayerische Unternehmen Wertschöpfung und Beschäftigung im Inland. Das hat eine Studie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. ergeben.

Mehr Gewinn durch Auslandsproduktion?

Die Mehrheit der befragten Unternehmen gab an, dass steigende Auslandsgewinne kurz- und mittelfristig zum Ausbau ihrer Auslandsaktivitäten führen werden. Rund 63 Prozent erklärten, dass sie ihre bestehenden Produktionskapazitäten im Ausland ausbauen werden. Weitere 53 Prozent planen im Falle steigender Auslandsgewinne neue Kapazitäten im Ausland aufzubauen. Das könnte der bayerischen Wirtschaft deutlich schaden. Doch laut IHK Schwaben spricht sich auch eine große Zahl von Unternehmen in der Region deutlich für einen Standort im Süden Deutschlands aus. Die Standortqualität sei nach wie vor sehr groß.

„Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts erhalten und ausbauen“

„Diese Pläne gehen nicht zulasten der Inlandsproduktion. Allerdings denkt immerhin jedes dritte Unternehmen mit Auslandsstandorten darüber nach, Teile seiner Inlandsproduktion ins Ausland zu verlagern. Das ist eine alarmierende Entwicklung“, warnt Bertram Brossardt, vbw-Hauptgeschäftsführer. „Wenn sich die Rahmenbedingungen im Inland verschlechtern, wird Wertschöpfung künftig zunehmend im Ausland stattfinden. Um das zu verhindern, müssen wir die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts erhalten und ausbauen. Hier spielt eine moderate Lohnpolitik eine entscheidende Rolle“, betont Brossardt weiter.

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Umsatzrenditen der Auslandsproduktion steigen an

„Die vbw Studie zeigt, dass sowohl Exporte als auch Auslandsproduktion einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Während der Außenhandel in ähnlichem Maße zum Gewinn beiträgt wie der Inlandsabsatz, ist die Produktion im Ausland in der Tendenz profitabler als die Herstellung in Deutschland und auch profitabler als die Ausfuhren“, erklärt Brossardt. 79 Prozent der befragten bayerischen Unternehmen erzielen mit ihrer Auslandsproduktion Gewinne. Bei 31 Prozent der Unternehmen trägt sie sogar überdurchschnittlich zum Gewinn bei. Laut Firmenangaben sind auch die Umsatzrenditen der Auslandsproduktion seit 2010 stärker gestiegen als durch Exporte. Die Unternehmen gehen davon aus, dass sie dies bis 2020 auch weiterhin tun.

„Ein schleichender Prozess, der längst begonnen hat“

„Der Anreiz für Unternehmen, jenseits der Grenzen Kapazitäten aufzubauen, ist angesichts der höheren Profitabilität der Auslandsproduktion groß. Die Bedeutung des Kostenarguments für einen Gang ins Ausland hat wieder an Gewicht gewonnen. Wir sehen derzeit zwar keinen Trend zur echten Verlagerung. Es ist aber ein schleichender Prozess, der längst begonnen hat“, so Brossardt. Deshalb soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts im Freistaat erhalten und weiter ausgebaut werden.

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Die Mehrheit der befragten Unternehmen gab an, dass steigende Auslandsgewinne kurz- und mittelfristig zum Ausbau ihrer Auslandsaktivitäten führen werden. Rund 63 Prozent erklärten, dass sie ihre bestehenden Produktionskapazitäten im Ausland ausbauen werden. Weitere 53 Prozent planen im Falle steigender Auslandsgewinne neue Kapazitäten im Ausland aufzubauen. Das könnte der bayerischen Wirtschaft deutlich schaden. Doch laut IHK Schwaben spricht sich auch eine große Zahl von Unternehmen in der Region deutlich für einen Standort im Süden Deutschlands aus. Die Standortqualität sei nach wie vor sehr groß.

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