ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e.V.

Praxisbezogene Berufsorientierung für Mädchen

Frauen können auch in technischen Berufen richtig Karriere machen. Foto: Ulrich C. Leopold / pixelio.de

Die Arbeitgeberverbände bayme und vbm ziehen eine positive Bilanz aus der ersten Girls‘ Day Akademie in Schwaben.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Anlässlich der Abschlussveranstaltung zur Girls‘ Day Akademie Schwaben ziehen die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm und die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine positive Bilanz aus ihrer gemeinsamen Initiative. bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Das Modellprojekt bietet Vorteile für alle: Die Schülerinnen erhalten aus erster Hand Informationen über die Ausbildung in der M+E Industrie, und die Unternehmen können sich als attraktiver Arbeitgeber gegenüber potentiellen Azubis präsentieren.“

Mädchen sollen vermehrt für technische Berufe begeistert werden

Das Modellprojekt ermöglichte in jedem bayerischen Regierungsbezirk Realschülerinnen von der siebten bis zur zehnten Jahrgangsstufe, die Welt der Technik praxisnah kennenzulernen, um Mädchen für technische Berufe zu begeistern. Als Kooperationspartner haben sich dafür Realschulen mit weiterführenden Schulen und regionalen Betrieben zusammengeschlossen. Die Girls‘ Day Akademie in Schwaben wurde zusammen mit der Realschule Wertingen ins Leben gerufen. Kooperierendes Unternehmen war die SGL Group, Standort Meitingen.

Weiblicher Anteil in technischen Berufen noch immer sehr gering

Brossardt erläutert: „Derzeit sind rund 20 Prozent der Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie weiblich. Wir wollen, dass noch mehr Frauen den Weg in die Technik und damit in die bayerischen M+E Unternehmen finden. Die Girls‘ Day Akademie ist deshalb eine gute Initiative, um die Technikbegeisterung bei Mädchen schon in jungen Jahren zu wecken.“

Mädchen möchten eher in kaufmännische Berufe

Klaus Beier, stellvertretender Vorsitzender der Regionaldirektion Bayern, fügt hinzu: „Trotz der gebotenen Vielfalt konzentrieren sich junge Menschen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz auf nur wenige Berufe. So möchten Mädchen vorrangig im kaufmännischen Bereich tätig werden. Die Girls‘ Day Akademie bietet ihnen eine tolle Möglichkeit, in Ausbildungsberufe reinzuschnuppern, die nicht unbedingt ganz oben auf ihrer Wunschliste stehen. So können die Schülerinnen frühzeitig praktische Einblicke in die Unternehmen gewinnen, ihre Talente entdecken und ihren beruflichen Horizont wertvoll erweitern.“

Fachkräftemangel zwingt zum Handeln

Bis zum Jahr 2020 werden allein in Bayern rund 43.000 Absolventen der MINT-Studiengänge und 160.000 ausgebildete Fachkräfte fehlen. „Der wachsende Fachkräftemangel fordert unsere Unternehmen heraus, alle Beschäftigungspotenziale zu heben. Jungen, gut qualifizierten Frauen bieten sich große Chancen in der bayerischen M+E Industrie. Deshalb fordern wir in unserem Aktionsprogramm Fachkräftesicherung, noch breiter in die Bildung zu investieren und die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen. Zu beiden Handlungsfeldern leistet die Girls‘ Day Akademie einen wichtigen Beitrag“, so Brossardt. 

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Anlässlich der Abschlussveranstaltung zur Girls‘ Day Akademie Schwaben ziehen die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm und die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine positive Bilanz aus ihrer gemeinsamen Initiative. bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Das Modellprojekt bietet Vorteile für alle: Die Schülerinnen erhalten aus erster Hand Informationen über die Ausbildung in der M+E Industrie, und die Unternehmen können sich als attraktiver Arbeitgeber gegenüber potentiellen Azubis präsentieren.“

Mädchen sollen vermehrt für technische Berufe begeistert werden

Das Modellprojekt ermöglichte in jedem bayerischen Regierungsbezirk Realschülerinnen von der siebten bis zur zehnten Jahrgangsstufe, die Welt der Technik praxisnah kennenzulernen, um Mädchen für technische Berufe zu begeistern. Als Kooperationspartner haben sich dafür Realschulen mit weiterführenden Schulen und regionalen Betrieben zusammengeschlossen. Die Girls‘ Day Akademie in Schwaben wurde zusammen mit der Realschule Wertingen ins Leben gerufen. Kooperierendes Unternehmen war die SGL Group, Standort Meitingen.

Weiblicher Anteil in technischen Berufen noch immer sehr gering

Brossardt erläutert: „Derzeit sind rund 20 Prozent der Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie weiblich. Wir wollen, dass noch mehr Frauen den Weg in die Technik und damit in die bayerischen M+E Unternehmen finden. Die Girls‘ Day Akademie ist deshalb eine gute Initiative, um die Technikbegeisterung bei Mädchen schon in jungen Jahren zu wecken.“

Mädchen möchten eher in kaufmännische Berufe

Klaus Beier, stellvertretender Vorsitzender der Regionaldirektion Bayern, fügt hinzu: „Trotz der gebotenen Vielfalt konzentrieren sich junge Menschen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz auf nur wenige Berufe. So möchten Mädchen vorrangig im kaufmännischen Bereich tätig werden. Die Girls‘ Day Akademie bietet ihnen eine tolle Möglichkeit, in Ausbildungsberufe reinzuschnuppern, die nicht unbedingt ganz oben auf ihrer Wunschliste stehen. So können die Schülerinnen frühzeitig praktische Einblicke in die Unternehmen gewinnen, ihre Talente entdecken und ihren beruflichen Horizont wertvoll erweitern.“

Fachkräftemangel zwingt zum Handeln

Bis zum Jahr 2020 werden allein in Bayern rund 43.000 Absolventen der MINT-Studiengänge und 160.000 ausgebildete Fachkräfte fehlen. „Der wachsende Fachkräftemangel fordert unsere Unternehmen heraus, alle Beschäftigungspotenziale zu heben. Jungen, gut qualifizierten Frauen bieten sich große Chancen in der bayerischen M+E Industrie. Deshalb fordern wir in unserem Aktionsprogramm Fachkräftesicherung, noch breiter in die Bildung zu investieren und die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen. Zu beiden Handlungsfeldern leistet die Girls‘ Day Akademie einen wichtigen Beitrag“, so Brossardt. 

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