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Philologenverband - Lehramtsabsolventen ohne Perspektive
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Bayerischer Philologenverband/Verband der Lehrer an Gymnasien

Philologenverband - Lehramtsabsolventen ohne Perspektive

Kinder sollen Spaß an der Schule haben und gefördert werden - dafür sorgen die Lehrkräfte. Foto: Günter Havlena/pixelio.d

Ein Studium – der Garant für einen tollen Job mit guter Bezahlung. Dass diese Aussage einem Märchen gleicht, das müssen besonders Lehramtsstudenten zurzeit hautnah miterleben. Denn sogar Spitzenabsolventen bleibt der Weg in die Schule und damit in den Beruf oft verwehrt. Doch es gibt auch Initiativen, die sich für die angehenden Lehrkräfte einsetzen. 

„Schockierend“ sei die momentane Einstellungssituation an Gymnasien in Bayern - das meldet die Referendar- und Jungphilologenvertretung (rjv) im Bayerischen Philologenverband. Nur 170 Bewerber von über 800 werden zum Halbjahr fest in das Beamtenverhältnis auf Probe übernommen. Das entspricht einer Quote von 20 Prozent der Absolventen. Besonders Absolventen, die mit modernen Fremdsprachen oder Geisteswissenschaften dienen können, hatten in den vergangenen Jahren ein hartes Los. Hier erhielten selbst Jahrgangsbeste mit einem Notenschnitt von 1,0 teilweise kein Angebot des Freistaates Bayern.

Referendare als billige Unterrichtsaushilfe

„Diese Entwicklungen und Tendenzen sind uns, als Vertreter der Referendare, schon lange Zeit ein Dorn im Auge. Jetzt verschlimmert sich die Situation sogar noch zunehmend“, schildert Lisa Fuchs, Vorsitzende der rjv. Referendare verpflichten sich mittlerweile schon dazu, dass sie neben ihrer Unterrichtsverpflichtung von 11 Wochenstunden hinaus täglich 17 Wochenstunden im Einsatzjahr unterrichten. So werden sie als billige „Unterrichtsaushilfe“ eingesetzt, die eigenverantwortlich etwa eine Dreiviertel-Lehrerstelle abdecken. Als Begründung für die geringen Stellenangebote verweisen die Verantwortlichen immer wieder auf die Masse an Referendaren, die alle entsprechend eingesetzt werden müssen. Damit nehmen diese allerdings den aktuellen Absolventen die Stellen weg.

rjv setzt sich für Referendarinnen und Referendare ein

„Seit vielen Jahren fordern wir nun schon eine Reduzierung der Stundenzahl auf 14. Hier geht es uns auch um die Qualität der Ausbildung, die ja letztendlich den bayerischen Schülerinnen und Schülern zugutekommt. Und dieser Aspekt sollte doch im Schulsystem oberste Priorität besitzen“, so Fuchs. Zudem müssen die angehenden Lehrerinnen und Lehrer im letzten Bildungsabschnitt – während des Zweiten Staatsexamens – weiterhin eigenverantwortlich den Unterricht gestalten. Teilweise kann noch nicht einmal gewährleistet werden, dass der zu vermittelnde Stoff dem eigenen Fach entspricht. Im Februar 2012 wurde deshalb eine Petition  des rjv im Landtag abgegeben, der gegen diesen Missstand vorgehen möchte. Der Landtag habe diesen lediglich zum „Material“ genommen, da das Problem dort bereits bekannt wäre, aus finanziellen Aspekten allerdings nicht weiter beachtet werden könne. „So eine Aussage befriedigt uns natürlich in keinster Weise“, so Benedikt Mayer, stv. Vorsitzender der rjv. „Für den bayerischen Steuerzahler ist es nur schwer nachzuvollziehen, wenn erst Steuermittel für die Ausbildung angehender Lehrer an Universitäten und an Schulen aufgewendet werden, diese im Anschluss vom Freistaat nicht übernommen werden und sich danach in andere Bundesländer umorientieren. Zu Unverständnis kommt es gerade dann, wenn in den bayerischen Schulen selbst immer noch Bedarf an Lehrkräften besteht und die Klassengröße deutlich zu groß ist“, weiß Mayer. Gerade die zahlreichen neuen Aufgaben, die den Lehrerinnen und Lehrern beispielsweise durch den Ausbau an Ganztagsangeboten auferlegt werden, fordern hochqualifizierte Fachkräfte. Denn am Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler sind die Lehrkräfte maßgeblich beteiligt. 

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