B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Dillingen  / 
Mindestlohn: vbw kritisiert den Beschluss des Bundestags
Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Mindestlohn: vbw kritisiert den Beschluss des Bundestags

Die vbw kritisiert den Beschluss des Mindestlohns durch den Bundestag heftig. Foto: B4B SCHWABEN
Die vbw kritisiert den Beschluss des Mindestlohns durch den Bundestag heftig. Foto: B4B SCHWABEN

Der Bundestag hat mit breiter Mehrheit den Mindestlohn beschlossen. Mit der Regelung steigt der Lohn ab 2015 auf mindestens 8,50 Euro in der Stunde. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft kritisiert den Beschluss heftig. Die Ausnahmen vom Mindestlohn seien lediglich Schadensbegrenzung.

„Kein guter Tag für Deutschland“ – so hat die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) den Bundestagsbeschluss, in Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, kommentiert. „Der Mindestlohn erhöht die Arbeitskosten von Millionen Beschäftigten in Deutschland, mit unabsehbaren Folgen für Wachstum und Beschäftigung in unserem Land. Überall dort, wo Kunden nicht bereit sind, für die Dienstleistung oder das hergestellte Produkt mehr zu bezahlen, wird der Arbeitsplatz verschwinden“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

vbw wertet Ausnahmen vom Mindestlohn lediglich als Schadensbegrenzung

Die Tatsache, dass bestimmte Praktika nun in den ersten drei Monaten statt nur sechs Wochen vom Mindestlohn ausgenommen sind, wertet Brossardt als Schadensbegrenzung. Genauso sieht er die Änderung, nach welcher der Mindestlohn von Zeitungsausträgern zeitlich gestaffelt wird. „Das ändert aber nichts daran, dass der Mindestlohn grundsätzlich falsch ist: Er orientiert sich nicht an der Realität des Arbeitsmarkts“, betont Brossardt. 

vbw kritisiert Haftungsverschärfungen für Unternehmen

Brossardt kritisierte die Haftungsverschärfungen für Unternehmen. Nach den ursprünglichen Plänen der großen Koalition wäre ein Unternehmen seiner Pflicht nachgekommen, wenn es beim Einsatz von Subunternehmen deren Zuverlässigkeit hinsichtlich der Zahlung des Mindestlohns gewissenhaft überprüft hat. Brossardt erklärt: „Diese Haftungsbefreiung wurde nun gestrichen. Damit ist jeder Unternehmer beim Einsatz eines Subunternehmens einem Haftungsrisiko ausgesetzt. Das ist falsch.“

Aufzeichnungspflicht für geleistete Arbeit führt zu übermäßig viel Bürokratie

Die vbw erwartet zudem, dass durch den Mindestlohn auch ein neues Bürokratie-Monster entsteht: So ist beispielsweise für viele Branchen eine Aufzeichnungspflicht für die geleistete Arbeit vorgeschrieben. Brossardt meint hierzu: „Dies ist überzogen und unverhältnismäßig. Immerhin wurde der ursprüngliche Vorschlag dahingehend verändert, dass die starren Vorschriften zu Arbeitskonten nur gelten, soweit der Anspruch auf den Mindestlohn für die geleisteten Stunden nicht bereits durch Zahlung der verstetigten Arbeitsentgelts erfüllt ist. Die Regelung ist aber immer noch problematisch“, so Brossardt.

Die Ausnahmen vom Mindestlohn auf einen Blick:

  • Der Mindestlohn gilt nicht für Jugendliche unter 18 Jahren. Dadurch soll verhindert werden, dass sich junge Leute einen Job suchen, anstatt eine schlechter bezahlte Ausbildung zu absolvieren. Auszubildende sind vom Mindestlohn ausgenommen.
  • Arbeitssuchende, die nach mehr als 12 Monaten Arbeitslosigkeit einen Job bekommen, haben in den ersten sechs Monaten keinen Anspruch auf den Mindestlohn. Damit soll ein Anreiz für Arbeitgeber geschaffen werden, Erwerbslose einzustellen.
  • Pflichtpraktika sowie freiwillige Praktika von bis zu drei Monaten, die während des Studiums oder der Ausbildung absolviert werden, sind ebenfalls vom Mindestlohn ausgenommen. Nach Abschluss der Ausbildung oder des Studiums gilt der Mindestlohn auch für Praktikanten. Nur wer ein Praktikum  außerhalb seines erlernten Berufs ableistet, muss auf den Mindestlohn verzichten.
  • Saisonarbeiter: Für sie gilt der Lohn von 8,50 Euro von Anfang an. Allerdings werden die Tage, in denen sie von der Sozialversicherungspflicht befreit sind, von 50 auf 70 ausgeweitet, befristet auf vier Jahre. Kost und Logis können angerechnet werden.
  • Bei Zeitungszustellern wird der Mindestlohn stufenweise zwischen 2015 und 2017eingeführt. Im ersten Jahr müssen Verleger für die Mini-Jobber 25 Prozent unter dem Mindestlohn zahlen. Im zweiten Jahr sollen es nur noch 15 Prozent weniger sein. Ab 2017 gilt der Mindestlohn dann auch für Zeitungszusteller in vollem Maß.
Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform