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Dabei sieht der Dillinger Landrat die japanischen Atom-Unfälle als Beweis dafür, dass „der Mensch die Natur und die Technik letztlich nicht absolut sicher beherrschen kann“. 25 Jahre nach der Atom-Katastrophe in Tschernobyl droht Japan und der Welt die nächste große Atom-Katastrophe. Laut Schrell muss Deutschland aus den Ereignissen rund um das japanische Atom-Kraftwerk Fukushima I Konsequenzen ziehen.
Dillinger Landrat: „Kernkraft-Technik ist menschenverachtend“
„Wir müssen uns von dieser in ihren möglichen Auswirkungen menschenverachtenden Technik in Deutschland und auf unserem Planeten so schnell wie möglich verabschieden“, so der Dillinger Landrat. Auch wenn in Deutschland eine Naturkatastrophe wie in Japan nicht zu befürchten ist: ein Restrisiko bleibt.
Endlagerung des Atom-Mülls nicht 100-prozentig sicher
Dies gilt laut Schrell besonders für die weltweit fehlende Möglichkeit zur sicheren Endlagerung des Atom-Mülls. „Wo sollen tausende von Tonnen tödlich strahlender Atom-Müll beispielsweise in Regionen wie Japan über hundertausende von Jahren sicher gelagert werden?“, fragt Schrell. Angesichts von Terrorismus, Unfällen und Natur-Katastrophen scheint eine 100-prozentig sichere Lösung auch in Deutschland unmöglich.
Dillinger Kreistag war gegen die Laufzeitverlängerung
Letztes Jahr hatte die Bundesregierung die Laufzeitverlängerung der deutschen Atom-Kraftwerke beschlossen. Der Dillinger Landrat Schrell betont: „Der Dillinger Kreistag hat sich im November vorigen Jahres mit einer großen Mehrheit gegen die Verlängerung der Laufzeiten der Reaktoren in Gundremmingen ausgesprochen.“ Laut Schrell sei es unverantwortlich ohne sichere Endlager-Stätte weiter auf Atom-Kraft zu setzen: vor allem aus der Sicht der in der Region lebenden Menschen. In der drohenden Atom-Katastrophe in Japan sieht Schrell seine Befürchtungen bestätigt.
Neue Diskussionen um Laufzeitverlängerung der Atom-Kraftwerke
Die Diskussion um die einst beschlossene Laufzeitverlängerung der deutschen Atom-Kraftwerke ist indes neu entfacht. Mittlerweile hat die Bundesregierung die Laufzeitverlängerung für drei Monate ausgesetzt. Das bayerische Atom-Kraftwerk Isar I soll laut dem bayerischen Umwelt-Minister Markus Söder bald abgeschaltet werden. Doch nun sollte die Katastrophe in Japan nicht durch innenpolitische Diskussionen aus dem Blick verloren werden. Der Dillinger Landrat Schrell fordert eine Gewährung der „notwendigen Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung der fürchterlichen Katastrophe“.