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IfM: Familienunternehmen stehen hoch im Kurs
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Institut für Mittelstandsforschung IfM

IfM: Familienunternehmen stehen hoch im Kurs

 Familienunternehmen haben ein gutes Image. Foto: Gabi Eder / pixelio.de

Familienunternehmen in Deutschland besitzen ein Top-Image. Sie gelten als solide, innovativ und Mitarbeiter orientiert – und verkörpern mit ihren Werthaltungen geradezu das Bild des „ehrbaren Kaufmanns".

von Alexandra Hetmann, Online-Redaktion

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) führte eine Studie zum Thema Familienunternehmen durch. Es wurde untersucht, ob familiengeführte Unternehmen ihr positives Image angesichts globaler Herausforderungen halten können. Auch der Angleich an managergeführte Unternehmen mit zunehmender Größe der Familienunternehmen war Teil der Studie. Dies wurde in der Forschung häufig mit ja beantwortet. Nur so könne sichergestellt werden, dass moderne Unternehmensstrategien angewandt werden. Besonders qualifizierte Führungskräfte würden die Geschäfte dabei optimal leiten.

IfM bestätigt Rentabilität von Familienunternehmen

Tatsächlich sind jedoch große familiengeführte Unternehmen rentabler als managergeführte Unternehmen. Dies ist der Fall, wenn die Familien­mitglieder noch in der Geschäftsführung aktiv sind. Diese Tatsache ist unabhängig von der konjunkturellen Lage. Eine aktuelle Studie des IfM belegt dies. Hierfür waren im vergangenen Jahr erstmals die Bilanzdaten von 3.723 großen Familienunternehmen mit denen von 2.852 großen managergeführten Unternehmen verglichen worden. Der Zeitraum zwischen 2008 und 2012 wurde bei der Forschung untersucht. Als große Unternehmen galten in dieser Studie solche mit einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro. Große Familienunternehmen mussten sich zu mindestens 50% im Besitz von maximal zwei Familien befinden. Das Ergebnis: Familienunternehmen erzielten deutlich bessere Renditeergebnisse als vergleichbare managergeführte Unternehmen. Dieses Ergebnis bezieht sich sowohl auf den Gesamtzeitraum als auch auf jedes einzelne Jahr. Und all das trotz der Finanz- und Wirtschaftkrise 2008/09 und der anschließenden Staatsschuldenkrise in Europa. Augenscheinlich sind die Familienunternehmen insgesamt rentabler, und zwar unabhängig von der konjunkturellen Lage.

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Familienunternehmen folgen nicht rein ökonomischen Kalkülen

In managergeführten Unternehmen besteht immer die Gefahr, dass die angestellten Geschäftsführer oder Vorstände gezielt eigene Ziele verfolgen. Auch das Risiko, sich gegenüber einzelnen Stakeholdern opportunistisch zu verhalten, besteht. Beides können die Eigentümer bzw. Aktionäre per se schwer verhindern. Dazu fehlen ihnen geeignete Kontroll­möglichkeiten. Sie können daher nur versuchen, die angestellten Manager über Maßnahmen zu einem adäquaten Führungs- und Informationsverhalten zu bewegen. Diese Maßnahmen sind jedoch mit Kosten verbunden. In familiengeführten Unternehmen fallen diese nicht oder kaum an. Die Studie belegt ebenso, dass die Eigentümer der Familienunternehmen gerade in volkswirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht nur rein ökonomischen Kalkülen folgen. Auch wenn ihnen dies für eine gewisse Zeit zum Nachteil gereicht.

IfM-Studie zeigt richtige Entscheidungen der familiengeführten Unternehmen auf

So haben sie trotz ihres höheren Umsatzeinbruchs im Krisenjahr 2009 nur in dem Maße Personal abgebaut wie die großen Nichtfamilienunternehmen. Dies geschah zu Lasten ihrer Gewinne. Sie haben gleichzeitig ihren Personalbestand im Gesamtzeitraum sogar ausgeweitet. Damit haben sie jedoch zweifellos in den konjunkturell schwierigen Jahren 2008/2009 einen besonderen Beitrag zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes geleistet. Hier zeigt sich ein klarer Einfluss der Familie. Letztlich hat sich die unternehmerische Entscheidung, das Personal weitgehend zu halten, für die großen Familienunternehmen ausgezahlt. Wachsende Auftragseingänge in der Zeit der Konjunkturerholung konnten schnell abgearbeitet werden. Dadurch waren die Unternehmen bald wieder auf Erfolgskurs. Im Vergleich zu den großen managergeführten Unternehmen erzielten die Familienunternehmen höhere Umsätze sowohl in 2010 als auch 2011. Familie rentiert sich eben.

Beispiele für erfolgreiche Familienunternehmen aus Bayerisch-Schwaben

Die lokale Molkerei Gropper gewann dieses Jahr 18 Medaillen. Das Familienunternehmen hat seinen Sitz im Landkreis Dillingen. Es zählt zu den besten Bio-Milcherzeugern. Stefan Kober ist der 2014 neu eingesetzte Vorstandvorsitzende der AL-KO KOBER SE. Die Firma hat ihren Sitz in Kötz. Diese Position übernahm er nach Absprache mit der Familie. Deutz-Fahr erlangte 2014 Rekordergebnisse beim Verkauf von Mähdreschern. So konnten Marktanteile von mehr als 19 Prozent in bestimmten Klassen erzielt werden. Das Familienunternehmen hat einen Standort in Lauingen. Die REFLEXA-WERKE Albrecht GmbH ehrte Anfang 2015 einen langjährigen Mitarbeiter. Das familiengeführte Unternehmen in Rettenbach setzt auf Mitarbeiterbindung.